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81,46 Meter: Merlin Hummel gelingt der ultimative Hammer-Coup!

Der deutsche Hammerwerfer Merlin Hummel streckt mit der rechten Hand die Trophäe der World Athletics Ultimate Championships in die Höhe. © Torben Flatemersch
Das war der Hammer! Merlin Hummel hat sich beim hochkarätig besetzten Hammerwurf der World Athletics Ultimate Championships am Freitagabend in Budapest durchgesetzt. Der Vizeweltmeister übernahm gleich im ersten Versuch mit 81,46 Metern die Führung und gab sie auch im Verlauf des Wettkampfs nicht mehr ab. Damit sicherte sich der Frankfurter die Siegprämie von 150.000 US-Dollar. Europameister Bence Halász wurde Zweiter, Doppel-Weltmeister Ethan Katzberg blieb ohne gültigen Versuch.
Paula Schröder

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Doppelweltmeister Ethan Katzberg (Kanada) gegen Europameister Bence Halász (Ungarn) – so war das große Duell im Hammerwurf der Männer im Vorfeld der Ultimate Championships angekündigt worden. Doch auch Merlin Hummel (Eintracht Frankfurt) wollte ein Wörtchen um den Sieg mitreden. Als Nummer drei der Weltrangliste gehörte der 24-Jährige natürlich zum Kreis der Weltbesten.

Bence Halász eröffnete den Wettbewerb mit 80,30 Metern und legte damit direkt vor. Doppel-Weltmeister Ethan Katzberg startete dagegen mit einem ungültigen Versuch. Als dritter Werfer war Merlin Hummel an der Reihe. Der Frankfurter warf den Hammer auf 81,46 Meter und übernahm nach dem ersten Durchgang die Führung.

Im zweiten Versuch rutschte der 24-Jährige im Ring weg und verlor den Halt, der Versuch war ungültig. Auch Ethan Katzberg hatte Probleme. Der Kanadier rutschte ebenfalls weg, der Hammer verließ seine Hand zu früh und landete zum zweiten Mal außerhalb des Messbereichs. Nach zwei ungültigen Versuchen war der Wettkampf für den Doppel-Weltmeister bereits beendet.

Zwei Würfe über 81 Meter

Das kompakte Format der Ultimate Championships lässt wenig Raum für Fehler. Alle acht Hammerwerfer hatten zunächst zwei Versuche. Nur die besten sechs zogen in den dritten Durchgang ein, anschließend durften die besten vier ein viertes und letztes Mal in den Ring. Merlin Hummel ließ sich von seinem Ausrutscher aber nicht aus dem Rhythmus bringen. Im dritten Durchgang flog der Hammer erneut über die 81-Meter-Marke. 81,44 Meter wurden gemessen, gerade einmal zwei Zentimeter weniger als bei seinem Führungswurf. Bence Halász konnte nach seinen 80,30 Metern aus Runde eins nicht mehr nachlegen und machte den Versuch ungültig.

Damit ging Merlin Hummel als Führender in die vierte Runde. Sein letzter Versuch brachte keine Steigerung mehr und wurde ungültig gegeben. Auch Bence Halász konnte im Finale nicht mehr kontern. Seine 80,30 Meter aus dem ersten Durchgang blieben seine einzige gültige Weite. Auch die beiden nachfolgenden Werfer Mykhaylo Kokhan (Ukraine) und Yann Chaussinand (Frankreich) konnten sich im letzten Durchgang nicht mehr steigern. Damit stand fest: Merlin Hummel gewinnt in Budapest.

Mit 81,46 Metern setzte sich der Frankfurter vor Bence Halász (80,30 m) und Mykhaylo Kokhan (78,90 m) durch. Mit 81,44 Metern produzierte Merlin Hummel auch den zweitbesten Wurf des gesamten Wettbewerbs und bestätigte seine starke Auftaktweite damit eindrucksvoll.

Stimme zum Wettbewerb:

Merlin Hummel (Eintracht Frankfurt):
„Ich bin immer noch überwältigt, das war richtig cool heute! Wenn man sich vorab die Statistiken angeschaut hat, war ein Sieg eher unwahrscheinlich. Auch dass Ethan Katzberg hier gleich zwei Ungültige macht. Ich wollte einfach heute zeigen, was ich draufhabe. Das ist mir zu 80 Prozent gelungen. Ich mache das Ganze, weil es Spaß macht und weil der Weg das Ziel ist. Das hört sich blöd an, aber mich macht dieser Weg, den ich mit meinem Team – mit meiner Trainerin und allen Leuten, die mich supporten – gegangen bin, wirklich glücklich. Und das kann man für kein Geld der Welt kaufen. Deswegen habe ich auch gar nicht an die Siegprämie gedacht und mich darauf fokussiert, meine Leistung abzurufen. Das ist mein Job – und den habe ich heute erfolgreich erledigt. Was ich mit dem Geld mache? Ich glaube, erst einmal Steuern zahlen und dann den Rest gut anlegen. Jetzt geht es erst einmal in den Urlaub in den Schwarzwald und im Anschluss zu einem Bundeswehrlehrgang. Danach geht’s weiter.“

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