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Emil Agyekum stürmt ins Finale, Owe Fischer-Breiholz nach Strauchler disqualifiziert

Der deutsche Leichtathlet Emil Agyekum überläuft eine Hürde mit der Aufschrift Budapest 26. © Torben Flatemersch
Die Ausnahmesaison von Emil Agyekum geht weiter: Mit Rang drei im Halbfinale in 47,75 Sekunden über 400 Meter Hürden buchte der EM-Zweite am Samstagabend das Ticket für das Finale bei den World Athletics Ultimate Championships. Pech hatte Owe Fischer-Breiholz in seinem Halbfinale in Budapest. Nach einem Strauchler trat er zu weit nach innen und wurde disqualifiziert.
Martin Neumann

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Die deutschen Farben wurden am zweiten Tag der World Athletics Ultimate Championships von den 400-Meter-Hürdenläufern vertreten. Vize-Europameister Emil Agyekum (SCC Berlin) und der EM-Fünfte Owe Fischer-Breiholz (Königsteiner LV) hatten sich für den Saisonabschluss in Budapest qualifiziert. Im ersten Halbfinale traf Emil Agyekum auf den neuen Weltrekordler Alison dos Santos (Brasilien) und Olympiasieger Rai Benjamin (USA), der zwei Stunden zuvor im 400-Meter-Finale mit 44,15 Sekunden auf Rang zwei gelaufen war.

Das schnelle Duo konnte sich einen kleinen Vorsprung erarbeiten, doch der Berliner ließ sich nicht abschütteln, zog seinen 13er-Rhythmus wie geplant bis zur achten Hürde durch und lief mit 47,75 Sekunden auf Rang drei. Damit buchte der EM-Zweite das direkte Finalticket für Sonntagabend und blieb nur drei Zehntelsekunden über seinem Deutschen Rekord. Der 27-Jährige musste nur Alison dos Santos (47,25 sec) und Rai Benjamin (USA; 47,49 sec) den Vortritt lassen. Der vierte Finalplatz ging an Abderrahmane Samba (Katar) mit 47,83 Sekunden.

Hürde sieben wird zum Fallstrick

Im zweiten Halbfinale musste Owe Fischer-Breiholz mit der ungünstigen Innenbahn zwei zurechtkommen, Bahn eins blieb unbesetzt. In der ersten Rennhälfte hielt der Königsteiner auch Anschluss an die Konkurrenz. Doch ein Strauchler nach der siebten Hürde brachte den U23-Europameister aus dem Tritt und kostete Zeit. Da er durch den Strauchler kurz auf Bahn eins lief, wurde Owe Fischer-Breiholz wenige Minuten nach dem Zieleinlauf disqualifiziert. Ursprünglich hätte er mit 48,93 Sekunden Rang sechs belegt.

An der Spitze konnte Karsten Warholm auf den letzten Metern austrudeln lassen. Trotzdem lief der ehemalige Weltrekordler aus Norwegen mit 47,68 Sekunden zum Sieg. Die weiteren Finalplätze gingen an Ezekiel Nathaniel (Nigeria; 47,75 sec), Matheus Lima (Brasilien; 47,91 sec) und Ismail Nezir (Türkei; 48,01 sec).

Stimme zum Wettbewerb

Emil Agyekum (SCC Berlin):
„Mein Ziel war es, ins Finale zu laufen. Das habe ich geschafft. Das Rennen morgen hat definitiv den Charakter eines WM-Finals. Da will ich stehen und mich mit den ganz Großen, den Cracks messen. Ich bin hier, um mich weiterzuentwickeln und mich von meiner besten Seite zu präsentieren, nicht um das große Geld zu verdienen.“

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