Eine Punktlandung auf die Hallen-WM-Norm hat bei den hessischen Hallenmeisterschaften Kevin Kranz hingelegt. Im Finale stoppte die Uhr bei 6,59 Sekunden. Herausgefordert wurde der 27-Jährige am Samstag von seinem sechs Jahre jüngeren Trainingskollegen Heiko Gussmann.
Den Höhepunkt des ersten Tages bei den hessischen Hallenmeisterschaften bildete am Samstag das Duell um den 60-Meter-Sieg. Wie schon im Vorjahr standen sich in der Halle von Frankfurt-Kalbach die beiden Trainingspartner Kevin Kranz und Heiko Gussmann (beide Sprintteam Wetzlar) gegenüber. 2025 konnte Heiko Gussmann seinen erfahrenen Teamkollegen in Schach halten. Doch diesmal drehte der Hallen-EM-Zweite von 2021 den Spieß um: Nachdem er schon im Vor- und Zwischenlauf die schnelleren Zeiten angeboten hatte, setzte sich Kevin Kranz im Finale mit 6,59 Sekunden durch. Damit erfüllte er exakt die geforderte Norm für die Hallen-WM in Torun (Polen; 20. bis 22. März).
„Es war ein super Saisoneinstieg für uns beide und hat Spaß gemacht“, bilanzierte der hessische Hallenmeister im Video-Interview bei seinem Verein. „Nächstes Mal mache ich’s!“, lieferte Heiko Gussmann, der in 6,62 Sekunden Zweiter wurde, direkt die Kampfansage für 2027, wenn das Duell in die dritte Runde gehen könnte. Bronze holte mit 6,84 Sekunden Elias Maurer (TSV Amicitia Viernheim 1906/09).
Auch der Sprinttitel bei den Frauen ging an das Sprintteam Wetzlar. Beim ersten Start im neuen Trikot setzte sich Chelsea Kadiri, die zu Jahresbeginn vom SC Magdeburg nach Hessen wechselte, mit 7,37 Sekunden klar durch. Die zweitplatzierte Helen Marhöfer (Eintracht Frankfurt) folgte 21 Hundertstel dahinter.
Zwei Stabhochsprung-Titel für Eintracht Frankfurt
Im Stabhochsprung brillierte ein junger Mehrkämpfer: Amadeus Gräber, U20-Europameister im Zehnkampf von 2023, lieferte mit 5,21 Metern eine „One-Man-Show“ ab. Seine Bestleistung in seiner Paradedisziplin, erzielt im Sommer 2024, steht bei 5,25 Metern. Kein weiterer Athlet konnte mehr als fünf Meter überqueren. Bei den Frauen meldete sich die U20-Europameisterin von 2021 Sarah Vogel (beide Eintracht Frankfurt) mit 4,12 Metern zurück. Zuletzt war die 23-Jährige in der Hallensaison 2024 höher gesprungen, bevor eine Krankheit sie lange ausbremste.
Über 1.500 Meter blieb die Goldmedaille ebenfalls in Frankfurt. Der DM-Vierte Marvin Heinrich hatte in 3:42,01 Minuten die Nase vorn, Christoph Schrick (Königsteiner LV; 3:42,94 min) blieb ebenfalls unter 3:43 Minuten. Es folgten fünf weitere Athleten mit Zeiten zwischen 3:45,00 und 3:50,00 Minuten, Bronze sicherte sich Sileshi Kifle Kefyalew (SV Fun-Ball Dortelweil; 3:45,10 min). Bei den Frauen war eine Athletin, die erst zum Jahreswechsel in die U20 aufgestiegen ist, die Schnellste: Amelie Tortell (TSV 1885 Friedberg-Fauerbach e.V.) siegte in 4:29,38 Minuten vor der drei Jahre älteren Sarah Köcher (Königsteiner LV; 4:30,04 min).
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