Das Kugelstoßen und die 3.000 Meter läuten am Freitag die Hallen-DM in Dortmund ein. Im Fokus steht dabei vor allem Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye. Nachdem technischen Veränderungen, die sie in der Vorbereitung vorgenommen hat, gut angeschlagen haben, fühlt sich die 27-Jährige bereit für weite Stöße.
Vergangenes Jahr gelang Yemisi Ogunleye (MTG Mannheim) bei der Hallen-DM in Dortmund der bislang weiteste Stoß ihrer Karriere. Bis auf 20,27 Meter wuchtete die Olympiasiegerin ihre Kugel. „Das war einzigartig und hat viel Spaß gemacht“, blickte die 27-Jährige am Dienstag im DLV-Pressegespräch auf den Wettkampf zurück. Also kehrt sie am Freitag (27. Februar) mit besten Erinnerungen in die Helmut-Körnig-Halle zurück. Um 18:00 Uhr eröffnen die Kugelstoßer die 73. Deutschen Hallenmeisterschaften, es folgen die beiden 3.000-Meter-Finals, bevor die Kugelstoßerinnen um 19:30 Uhr in den Ring steigen.
„Ich bin gesund, das ist superwichtig“, betonte Yemisi Ogunleye. Mit den drei Wettkämpfen, die sie in dieser Hallensaison bereits bestritten hat, ist die Olympiasiegerin zufrieden. „Die technischen Veränderungen, die wir vorgenommen haben, fruchten schon. Das ist ein guter Fingerzeig, wo wir hinwollen.“ Gemeinsam mit Trainerin Iris Manke-Reimers und Techniktrainer Artur Hoppe hat die Mannheimerin unter anderem an der Fußstellung und am Schwungarm gearbeitet.
„Ziel ist es, die Schnelligkeit auf die Kugel zu bekommen. Die größte Baustelle ist das Warten, bis ich die Kugel ausstoßen darf“, erläuterte Yemisi Ogunleye. „Das ist wie eine Choreo, die ich immer wieder abspielen muss. In Nordhausen hat das schon gut geklappt.“ Dort erzielte sie am 31. Januar ihre Saison-Bestmarke von 19,86 Metern. „In dem Weitenbereich möchte ich mich gern stabilisieren. Ab 19 Metern fängt die Weltklasse an, alles über 19,50 Meter ist super.“
Auf das Highlight in Dortmund folgt die Hallen-WM
Gespannt ist die Weltklasse-Kugelstoßerin auch auf das neue Format. Genau wie bei der WM wird das Feld bei der Hallen-DM in den technischen Disziplinen nach drei Versuchen auf zehn, nach vier auf acht und nach fünf Versuchen auf sechs Athlet:innen verkleinert. Für die Kugelstoßerinnen heißt das: Alle neun Starterinnen absolvieren vier Stöße, im fünften Durchgang sind dann noch acht, im sechsten sechs Athletinnen im Wettbewerb. Besonders stark ist neben der Olympiasiegerin auch EM- und WM-Finalistin Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge) einzuschätzen.
Für Yemisi Ogunleye ist die Hallen-DM eine wichtige Standortbestimmung auf dem Weg zur Hallen-WM in Torun (Polen; 20. bis 22. März). „Wenn ich an Torun denke, muss ich auch an Glasgow denken“, sagte sie in Anspielung auf die Hallen-WM vor zwei Jahren. Damals gewann sie mit ihrem ersten 20-Meter-Stoß Silber und läutete ihr Erfolgsjahr ein, das am Ende vom Olympiasieg gekrönt wurde. „Mein Training ist schon darauf ausgerichtet, dass ich bei der Hallen-WM in Bestform bin. Ich will dort natürlich 20 Meter anbieten. Wozu das in der starken Konkurrenz reicht, werden wir sehen.“
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