| NADA-Pressekonferenz

NADA setzt auf globale Zusammenarbeit im Anti-Doping-Kampf

Imagefoto einer Spritze und eines grünen Gasgefäßes © Dirk Gantenberg
Bei ihrer Jahres-Pressekonferenz in Berlin hat die NADA eine Bilanz ihrer Arbeit im Jahr 2025 gezogen. Im Mittelpunkt standen die Einführung des Welt-Anti-Doping-Codes 2027, die Weiterentwicklung von Prävention und Dopingkontrollen sowie die künftige Finanzierung der Anti-Doping-Arbeit.
pm / svs

Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) sieht den Welt-Anti-Doping-Code 2027 als "Grundlage zur Harmonisierung der internationalen Anti-Doping-Arbeit". Das sagte der Vorstandsvorsitzende und Chefjustiziar der NADA, Lars Mortsiefer, am Dienstag bei der Jahrespressekonferenz in Berlin. Das neue Regelwerk, das die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) nach dreijähriger Konsultationsphase im Dezember 2025 verabschiedet hatte, soll am 1. Januar 2027 in Kraft treten.

"Inhaltlich liegt ein besonderes Augenmerk auf der Einhaltung der Menschenrechte – insbesondere von Minderjährigen und anderen schutzbedürftigen Personen. Zudem wird die Verantwortung der Anti-Doping-Organisationen erweitert", erläuterte Mortsiefer. Die ausschließliche Zuständigkeit für Dopingkontrollmaßnahmen sowie das Ergebnismanagement- und Disziplinarverfahren auf nationaler Ebene liegt künftig bei den Nationalen Anti-Doping-Organisationen. 

Die NADA werde den revidierten Code gemeinsam mit den Sportfachverbänden im Jahr 2026 umsetzen und sich gleichzeitig mit ihren internationalen Partnern austauschen. "Die Zusammenarbeit ist für die Harmonisierung der Anti-Doping-Maßnahmen und die erfolgreiche Arbeit für einen sauberen Sport essenziell", betonte Mortsiefer. 

NADA will sich stetig weiterentwickeln

Darüber hinaus steht die Weiterentwicklung im Fokus der Arbeit der NADA. Künftig soll es vermehrte Schulungen in den Eliteschulen des Sports, einen neuen E-Learning-Kurs für Trainerinnen und Trainer, eine neue Broschüre für das Verbundsystem Schule-Leistungssport und eine Steigerung der Anzahl an Institutionen im "Gemeinsam gegen Doping"-Netzwerk geben. "Für die NADA ist es ein wichtiges Anliegen, dass Athletinnen und Athleten an adäquaten Präventionsmaßnahmen teilnehmen können", sagte Dr. Eva Bunthoff, Vorstandsmitglied und Leiterin des Ressorts Doping-Kontroll-System der NADA. 

Im zurückliegenden Jahr hat sich laut NADA bei der Weiterentwicklung des Doping-Kontroll-Systems einiges getan. Weitere Expertinnen und Experten seien in Forschungs- und Arbeitsgruppen aufgenommen und neue Analysemethoden angewendet worden. Außerdem habe die NADA erstmals eigenes Kontrollpersonal bei den durch die NADA übernommenen Dopingkontrollen während der FISU World University Games eingesetzt. "Es bedarf der ständigen Anpassung von Konzepten, der weitergehenden Vernetzung und der besseren Nutzung der vorliegenden Daten für einen sauberen Sport", so Bunthoff. 

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