| Diamond League Doha

Gesa Felicitas Krause und Skadi Schier liefern Bestzeiten gegen starke Konkurrenz

© Gladys Chai von der Laage
Beim Diamond League-Meeting in Doha haben Hindernis-Spezialistin Gesa Felicitas Krause über 1.500 Meter und 400-Meter-Läuferin Skadi Schier mit persönlichen Bestzeiten überzeugt. Auch Eileen Demes, Caroline Joyeux, Niklas Buchholz und Robin Ganter riefen ihr Potential gegen starke Konkurrenz und bei heißen Temperaturen ab.
Jan-Henner Reitze

Vier DLV-Debüts hat es am Freitag beim Diamond League-Meeting in Doha (Katar) gegeben. Drei davon fanden auf der Innenbahn statt und dennoch lieferten Skadi Schier (SCC Berlin), Eileen Demes (TV 1861 Neu-Isenburg) und Robin Ganter (MTG Mannheim) starke Vorstellungen ab. Allen voran Skadi Schier auf der Stadionrunde. Die Deutsche Meisterin kämpfte bis zur Ziellinie und wurde mit der nächsten Bestzeit belohnt. Als Siebte unterbot die 26-Jährige ihre PB vom Saisoneinstand beim Goldenen Oval in Dresden (51,63 sec) um eine weitere Zehntel auf 51,53 Sekunden. An der Spitze stürmte Olympiasiegerin Marileidy Paulino (Dominikanische Republik; 48,91 sec) unangefochten vorneweg.

Schon ihren vierten Sieg in der laufenden Diamond League-Saison und das zum dritten Mal mit Landesrekord landete Emma Zapletalová (Slowakei) über 400 Meter Hürden. Die WM-Dritte steigerte sich auf 52,30 Sekunden und schob sich damit in der ewigen Bestenliste ihrer Disziplin vom zwölften auf den sechsten Rang nach vorn. Ein gutes Rennen machte die DLV-Athletin im Rennen Eileen Demes. Auch sie war auf der ungünstigen Innenbahn unterwegs, dennoch verbesserte die Deutsche Meisterin ihre Saisonbestleistung in ihrem ersten Rennen der Diamond League-Kategorie auf 54,91 Sekunden und wurde Achte. 

Ebenfalls auf der Innenbahn stand Robin Ganter (MTG Mannheim) bei seinem Diamond League-Debüt über 200 Meter und der Deutsche Hallenmeister kratzte unter diesen Umständen an seiner Bestzeit (20,60 sec). In 20,65 Sekunden lief auch der 25-Jährige auf den achten Platz. An der Spitze unterboten bei 1,8 m/sec Rückenwind drei Athleten die 20,00-Sekunden-Marke. Der WM-Achte Sinesipho Dambile (Südafrika) steigerte sich auf 19,74 Sekunden vor Makanakaishe Charamba (Zimbawe; 19,88 sec) und Alexander Ogando (Dominkanische Republik; 19,96 sec).

Bestzeit und Platz vier für Gesa Felicitas Krause, Niklas Buchholz wird Sechster 

Temperaturen von über 30 Grad waren vor allem in den Laufdisziplinen eine zusätzliche Belastung. Über 1.500 Meter der Frauen spielte Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) ihre Erfahrung aus, ging nicht ganz vorne mit und zog ihren Rennplan durch. Wie schon beim Saisoneinstand in Pfungstadt (4:04,74 min) sprang wieder eine Bestzeit heraus. Dazu kam in 4:04,28 Minuten ein starker vierter Platz hinter einem Trio aus Äthiopien: Birke Haylom (3:59,89 min) gewann vor Saron Berhe (4:02,61 min) und Haregeweyni Kalayu (4:03,56 min).

Völlig ausgepumpt auf der Bahn lag Soufiane El Bakkali (Marokko) nach seinem erneuten Sieg über 3.000 Meter Hindernis (8:09,28 min), den sich der zweimalige Olympiasieger durch einen schnellen Schlusskilometer sicherte. In dieser Phase verlor Niklas Buchholz (Franconia Athletics) zwar etwas den Kontakt zur Spitze, der WM-Finalist teilte sich seine Kräfte aber geschickter ein als mancher Gegner, den er noch einsammelte. Mit Platz sechs in 8:18,40 Minuten geht für ihn ebenfalls ein starkes Ergebnis in die Statistiken und das World-Ranking ein.

Caroline Joyeux kratzt an 14 Metern

Als Zehntplatzierte näherte sich Dreispringerin Caroline Joyeux (LG Nord Berlin; 13,94 m) der 14-Meter-Marke, die sie im vergangenen Jahr erstmals übertroffen hatte. Gleichzeitig erfüllte die WM-Zehnte die Bestätigungsnorm (13,85 m) für die EM in Birmingham (Großbritannien; 10. bis 16. August). Auch für sie war es der erste Auftritt in der Diamond League.

Der erste 15-Meter-Sprung ihrer Karriere gelang Davisleidis Velazco (Kuba). Die 26-Jährige ließ mit 15,13 Metern ihre Landsfrau und Weltmeisterin Leyanis Pérez Hernandez hinter sich, die windunterstützt (+ 2,5 m/sec) bei 14,97 Metern landete und regulär (+ 1,5 m/sec) bei 14,93 Metern.

Hochklassige Weiten und eine Zentimeterentscheidung hatte der Dreisprung der Männer zu bieten. Mit Pedro Pablo Pichardo (Portugal) wurde für den Olympiasieger von 2021 mit 17,71 Metern die größte Weite gemessen. Jordan Scott (Jamaika) lag nur zwei Zentimeter dahinter (17,69 m). Genauso groß war auch der Abstand zu Platz drei und Yasser Triki (Algerien; 17,67 m).

Mutaz Barshim und Neeraj Chopra melden sich zurück

Hochspringer Mutaz Barshim (Katar) meldete sich als Zweiter (2,27 m) zurück in der internationalen Spitze und musste sich nach Verletzungssorgen nur dem Italiener Matteo Sioli (2,29 m) geschlagen geben. Auch im Speerwurf ist mit Neeraj Chopra (Indien) der Olympiasieger von 2021 nach Rückenproblemen wieder dabei gewesen und wurde Vierter (85,69 m). Der bisher beste Speerwerfer des Jahres Rumesh Tharanga Pathirage (Sri Lanka; 88,68 m) war erneut nicht zu schlagen. Das Podest erreichten außerdem Anderson Peters (Grenada; 86,38 m) und Curtis Thompson (USA; 85,99 m). 

Im Stabhochsprung überquerten Sieger Emmanouil Karalis (Griechenland), der zweitplatzierte Christopher Nilsen (USA) und der Dritte Sondre Guttormsen (Norwegen) 5,92 Meter. 6,02 Meter waren für das Trio dann zu hoch. Als er schon als Sieger feststand, probierte sich Emmanouil Karalis noch einmal vergeblich an 6,07 Metern. Unterstützt von 2,5 m/sec Rückenwind sprintete Kemba Nelson (Jamaika) in 10,88 Sekunden zum 100-Meter-Sieg.

Die Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik.

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