Im Rahmen der Deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid werden am Samstag und Sonntag auch die deutschen U20-Meistertitel über 4x400 Meter und 3x800 Meter (weibliche Jugend) beziehungsweise 3x1.000 Meter (männliche Jugend) vergeben. Welche Teams sich im Titelkampf durchsetzen konnten, lesen Sie hier!
Samstag
Hamburgerinnen machen den Titel klar
Die Entscheidung um den Titel über 4x400 Meter in der weiblichen U20 fiel im letzten von drei Zeitläufen. Denn dieser entpuppte sich als der mit Abstand schnellste. Lange lag das Quartett von Eintracht Frankfurt in Front. Doch auf der Schlussrunde hatte der Hamburger SV noch ein Ass im Ärmel – und das hieß Ida Carlotta Schröder. Die für die 4x400-Meter-Staffel bei der U20-WM in Eugene (USA) nominierte Langsprinterin übernahm das Staffelholz und machte sich auf die Verfolgung der Frankfurterinnen.
Nika Lilith Bremer, Lina Marie Schönemann und Fridaous Nitsche hatten für den HSV gut vorgelegt, und so konnte Ida Carlotta Schröder die Attacke setzen und in deutscher Jahresbestzeit von 3:46,32 Minuten den Sieg klarmachen. Auf den letzten Metern legte auch Leverkusens Schlussläuferin Janette Busch, Dritte der U20-DM über 400 Meter Hürden, noch einen starken Spurt hin. So sicherten sich Anni Pfeiffer, Isabella Brauc, Lene Pfeiffer und Janette Busch mit 3:46,86 Minuten Silber.
Bronze brachten mit einer starken Teamleistung Sonja Schwab, Finja Ponndorf, Mara Pilkowski und Julia Badenhausen in 3:49,19 Minuten ins Ziel. Die Top Drei hatten deutlichen Vorsprung auf die folgenden Staffeln, Platz vier ging an die Siegerinnen des zweiten Laufes, den SC Krefeld 1905 (3:52,46 min).
SSV Ulm legt stark vor
Über 4x400 Meter der männlichen U20 fiel schon im ersten der drei Zeitläufe die deutsche Jahresbestzeit von 3:23,03 Minuten. Denn das Quartett des TSV Bayer 04 Leverkusen dominierte das Rennen in 3:19,05 MInuten. Diese Zeit sollte zu Platz vier reichen. Im zweiten Lauf lieferten sich der SSV Ulm 1846 und Eintracht Frankfurt ein packendes Duell, das die Ulmer schließlich in 3:16,29 Minuten für sich entschieden. Für das Quartett aus Frankfurt wurden 3:18,18 Minuten gestoppt.
So stieg vor dem dritten Lauf die Spannung: Würden die Titelverteidiger von der Startgemeinschaft Recklinghausen/Hamm die Zeit der Ulmer unterbieten? Schlussläufer Jonathan Perner, der vergangene Woche erst bei der U18-EM in Rieti (Italien) das Halbfinale über 400 Meter erreicht hatte, gab auf den letzten Metern noch einmal alles und machte den Laufsieg klar. In 3:19,04 Minuten war das Quartett mit Anthony Ratayczak, Patrizio Paschek, Nick Bo Sluyter und Jonathan Perner allerdings nicht ganz so schnell wie die beiden Staffeln aus dem zweiten Lauf. So gewannen sie Bronze, eine Hundertstel vor Leverkusen.
Gold ging an die schnellen Ulmer Nils Noel Zeller, Felix Schmidt, Maximilian Schmidt und Quentin Roth, über Silber durften sich die "Adlerträger" Luca Barowski, Jannik Elias Gutmann, Jan de Weerth und Oskar Krauss freuen.
Sonntag
Am Sonntag fallen die Entscheidungen über 3x1.000 Meter (männliche Jugend) und 3x800 Meter (weibliche Jugend).