Das Kugelstoßen der Frauen bei der EM in Birmingham ist am Montag mit der identischen Reihenfolge auf dem Podest zu Ende gegangen wie in Rom 2024. Titelverteidigerin Jessica Schilder setzte sich vor ihrer niederländischen Landsfrau Jorinde van Klinken durch. Yemisi Mabry gewann wie vor zwei Jahren Bronze. Mit Katharina Maisch und Nina Chioma Ndubuisi erreichten auch wieder zwei weitere DLV-Kugelstoßerinnen die Top Acht.
EM 2026 Birmingham Zeitplan LIve-Ergebnisse Livestream
Das Publikum animieren und dann mit einem Lächeln in den Ring treten. Mit einer sichtlich positiven Einstellung ist Yemisi Mabry (MTG Mannheim) am Montagabend ins Kugelstoß-Finale der EM in Birmingham (Großbritannien) gegangen. Und gleich im ersten Durchgang kam die Olympiasiegerin mit 19,20 Metern voll im Wettkampf an und rangierte auf Platz drei.
Im fünften Durchgang folgte die Steigerung auf 19,50 Meter, mit der die 27-Jährige ihre Position auf dem Podium endgültig absicherte. Die ganz große Steigerung über die 20,00 Meter gelang nicht mehr. Aber die nächste internationale Medaille war perfekt und gleichzeitig das erste Edelmetall für den DLV gleich in der ersten Entscheidung der Meisterschaft. Für Yemisi Mabry ist es insgesamt die fünfte Medaille bei einer großen Meisterschaft.
Besser waren an diesem Abend wie schon bei der EM 2024 zwei Niederländerinnen. Titelverteidigerin und Favoritin Jessica Schilder lieferte souverän ab. Jeder ihrer fünf gültigen Versuche hätte zu Gold gereicht. Im Verlauf des Wettkampf steigerte sich die Weltmeisterin bis auf 20,73 Meter. Jorinde van Klinken haute gleich zum Auftakt die Bestleistung von 19,64 Metern raus und wiederholte ihre Silbermedaille von Rom (Italien), wo sie wie später bei den Olympischen Spielen außerdem auch Silber mit dem Diskus gewann.
Katharina Maisch und Nina Chioma Ndubuisi in den Top Acht
Deutlich besser als in der Qualifikation am Vormittag startete Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge) in den Wettkampf. Gleich im ersten Durchgang landete ihre Kugel bei 18,39 Metern. Weiter ging es für die Athletin mit einer Bestleistung von 19,25 Metern dann allerdings nicht mehr. Wie schon bei der Hallen-EM im vergangenen Jahr belegte die 29-Jährige damit Rang sieben.
Die nächste Drucksituation meisterte Nina Chioma Ndubuisi (SG Schorndorf 1846). Im dritten Durchgang musste die mit 22 Jahren jüngste Athletin unter den Finalistinnen zulegen, um es in die Top Acht zu schaffen. Und die U23-Europameisterin steigerte sich von 18,08 Metern auf 18,21 Meter. Damit verwies sie Emilia Kangas (Finnland) um einen Zentimeter auf Rang neun. Bei dieser Weite und Platzierung blieb es.
Stimmen zum Wettbewerb
Yemisi Mabry (MTG Mannheim):
"Ich hatte mir vorgenommen, im ersten Versuch eine gute Weite zu setzen, damit ich dann etwas mutiger sein kann. Das habe ich probiert und bis zum letzten Versuch gekämpft. Darüber, mit 19,50 Metern und einer Medaille aus dem Wettkampf zu gehen, bin ich froh. Die Leute, die für das Kugelstoßen in der Kurve waren, haben gut Stimmung gemacht. Jessica Schilder hat mir einige Trainingsjahre in der Drehstoßtechnik voraus. Ich werde weiter arbeiten, um auch in die Richtung ihrer Weiten zu kommen.
Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge):
"Der siebte Platz bei einer EM ist gut. Mit der Weite bin ich nicht zufrieden. Aus dieser Sicht war es einer der schlechtesten Wettkämpfe meiner Saison. Das habe ich mir natürlich anders vorgestellt. Ich starte noch beim ISTAF, dann ist die Saison vorbei. Nächstes Jahr will ich wieder angreifen."
Nina Ndubuisi (SG Schorndorf 1846):
"Mein Ziel waren die Top Zwölf. Dass ich jetzt bei meiner ersten EM in der Aktivenklasse die Top Acht geschafft habe, ist super. Es ist etwas anderes hier zu starten, als bei einer U23-EM. Ich war keine Favoritin und wollte mich trotzdem beweisen. Ich habe zwar keine PB oder SB gestoßen, aber Nervenstärke bewiesen und mich im dritten Durchgang noch ins Finale der Top Acht vorgeschoben. Das war toll. Technisch stoße ich im Training viel besser und hoffe, das im nächsten Jahr auch im Wettkampf in den Ring zu bekommen. Da möchte ich zeigen, was ich drauf habe und bei der nächsten EM weiter vorne dabei sein. Die 19 sollen vorne stehen."