Der große Favorit liefert ab: Mit mehr als einem Meter Vorsprung auf die Konkurrenz sicherte sich der Italiener Leonado Fabbri erneut den Titel. An seine 22,31 Meter kam am ersten Abend der EM in Birmingham keiner heran. Für den Deutschen Meister lief es hingegen gar nicht. Eric Maihöfer beendete sein Finale ohne gültige Weite.
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Italien auf die Eins. Italien auf die Zwei. Italien auf die … - auf die Sechs. Nein, einen italienischen Sweep haben die Kugelstoßer am Montagabend nicht geschafft. Doch ihre Dominanz in der europäischen Wurfszene eindrucksvoll untermauert. Unangefochten blieb einmal mehr Titelverteidiger Leonado Fabbri, der bereits nach dem ersten Versuch zu jubeln begann. Dabei waren die dabei erzielten 21,36 Metern eine Weite, die er gefühlt im Schlaf stoßen kann. Wenngleich sie am Ende für den Sieg gereicht hätte, legte der Weltjahresbeste erst 21,78 Meter nach und wuchtete die Kugel schließlich im dritten Durchgang auf 22,31 Meter. Die verbleibenden drei Versuche machtr er dann jeweils ungültig und konnte bereits feiern, während die Konkurrenz noch einmal alles in den Ring legten und um Silber und Bronze kämpften.
Während sich Zane Weir (Italien) gegenüber seinem ersten Versuch, der bei 21,12 Metern landete, nicht mehr steigern konnte und Zweiter wurde, zog der Schwede Wictor Petersson mit 20,97 Metern noch im letzten Versuch am bis dahin Drittplatzierten Briten Scott Lincoln (20,80 m) vorbei. Dieser hatte seine beste Weite im zweiten Versuch erreicht. Mit Andrei Rares Toader (Rumänien; 20,80 m), Nick Ponzio (Italien, 20,76 m), Konrad Bukowiecki (Polen; 20,38 m) und dem Serben Armin Sinancevic (Serbien; 20,02 m) waren es insgesamt acht Finalteilnehmer, die die 20-Meter-Marke knackten.
Dies hätte auch der Deutsche Meister Eric Maihöfer (VfL Sindelfingen) gern geschafft. Nach der Qualifikation am Vormittag hatte er freudig davon gesprochen, dass er am Abend befreit stoßen wolle und gern die 20 vor dem Komma hätte. Indes erlebte der als jüngster Athlet im Feld genau das, was keinem Sportler zu wüschen ist: dreimal ein „X“ in der Ergebnisliste. Keiner seiner Versuche war gültig – ein Ergebnis, mit dem er definitiv nicht zufrieden sein kann.
Stimme zum Wettbewerb:
Eric Maihöfer (VfL Sindelfingen)
"Ich kann es mir noch nicht ganz erklären. Ich konnte technisch nicht das umsetzen, was mir mein Trainer gesagt hat. Dann kommen drei ungültige Stöße zustande. Auch wenn es gerade schwierig ist, denke ich, dass ich eine gute Saison gemacht habe. Das Finale hat heute nicht das widergespiegelt, was ich diese Saison schon gemacht habe. Deswegen: Abhaken und nächstes Jahr neu angreifen."