| EM 2026

Birmingham Tag 2 | Die DLV-Athlet:innen in den Vorrunden

© Paul Grünewald
Saisonhöhepunkt der europäischen Leichtathletik: Vom 10. bis 16. August geht es bei der EM um Medaillen, Titel und Bestleistungen. 114 deutsche Athletinnen und Athleten stellen sich im Alexander Stadium von Birmingham der europäischen Konkurrenz. Wie das DLV-Team in den Vorrunden am Dienstag abgeschnitten hat und es seine Resultate einschätzt, lesen Sie hier.
mbn/pas/jhr

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Frauen

800 Meter | Vorläufe

Zeit: 13:05 Uhr
Deutsche Starterinnen: Jana Becker, Smilla Kolbe, Majtie Kolberg


400 Meter Hürden | Halbfinals

Eileen Demes fehlen 14 Hundertstel zum Finale

Ein beherztes Rennen zeigte Eileen Demes (TV 1861 Neu-Isenburg) in ihrem Halbfinallauf und zog ihren Rhythmus durch. Einzig die Überquerung der zehnten Hürde traf die Deutsche Meisterin nicht optimal und geriet etwas ins Straucheln. Das war auch der Moment im Rennen, in dem die Portugiesin Fatoumata Diallo etwas davonzog und als Zweitplatzierte in 54,34 Sekunden den direkten Finaleinzug klar machte. Das Halbfinale gewann Goldfavoritin Emma Zapletalová (Slowakei; 54,09 sec). 

Eileen Demes, die in diesem Sommer zwischenzeitlich von Rückenproblemen ausgebremst wurde, kam in der Saisonbestleistung von 54,63 Sekunden ins Ziel und belegte in der Endabrechnung den undankbaren neunten Platz. Nur in zwei Rennen im vergangenen Jahr war die 28-Jährige in ihrer Karriere bisher schneller unterwegs. Als Achtschnellste aller Läufe über ihre Zeit von 54,50 Sekunden zog die Französin Louise Maraval noch ins Finale ein. Unter 54,00 Sekunden blieben die Belgierin Paulien Couckuyt (53,87 sec) und die Italierin Ayomide Folorunso (53,93 sec).

Stimme zum Wettbewerb

Eileen Demes (TV 1861 Neu-Isenburg):
"Es lief bis zur zehnten Hürde wirklich gut. Ich bin erstmals in diesem Sommer den Rhythmus gelaufen, den ich mir vorgenommen hatte. Von der letzten Hürde war ich dann ein bisschen weit weg, bin in Rücklage geraten und konnte meinen Speed nicht mitnehmen. Da habe ich die entscheidende Zeit verloren. Nach dem ich Rückenprobleme habe, kann ich mir eigentlich keine Vorwürfe machen. Ich spüre auch jetzt nach dem Lauf eine Reaktion. Im Training konnte ich viele Einheiten nicht absolvieren. Ich bin im letzten Monat vielleicht einmal gesprintet, konnte kein Krafttraining machen und musste Hürdeneinheiten weglassen. Daraus habe ich das Beste gemacht. Aber es tut trotzdem weh, Neunte zu werden. Ich habe keine großen Fehler gemacht, und es hat trotzdem nicht gereicht. Ich laufe noch beim ISTAF und das ist für mich eigentlich immer ein gutes Pflaster."


100 Meter Hürden | Halbfinals

Zeit: 20:55 Uhr
Deutsche Starterinnen: Lia Flotow, Rosina Schneider, Franziska Schuster


Stabhochsprung | Qualifikation

Zeit: 20:05 Uhr
Deutsche Starterin: Anjuli Knäsche

Männer

100 Meter | Vorläufe

Lucas Ansah-Peprah bucht das Halbfinal-Ticket

Die Sprinter im ersten 100-Meter-Vorlauf mussten am Dienstagvormittag im Alexander Stadium gegen eine massive Windwand (-3,0 m/sec) anlaufen. Unter ihnen auch Lucas Ansah-Peprah (Hamburger SV). Der Hamburger machte das Beste aus der Situation und lief mit 10,52 Sekunden auf Rang zwei. Dann musste gerechnet werden. Denn nur die zwölf schnellsten Sprinter erreichten das Halbfinale – unabhängig von der Zeit.

Da die zwei weiteren Läufe auch mit Gegenwind (-2,8 m/sec und -1,0 m/sec) zu kämpfen hatten, blieben die schnellen Zeiten in der Breite aus und Lucas Ansah-Peprah qualifizierte sich als achtschnellster Sprinter für das Halbfinale am Dienstagabend. Dort werden auch die bereits vorab qualifizierten Owen Ansah (Hamburger SV) und Heiko Gussmann (Sprintteam Wetzlar) ins Geschehen eingreifen.

Stimme zum Wettbewerb

Lucas Ansah-Peprah (Hamburger SV):
„Mein Start war nicht der beste, aber hinten raus bin ich gut ins Laufen gekommen. Klar hat man den Gegenwind gespürt, aber ich habe das Beste herausgeholt. Der Lauf hat sich auch recht locker angefühlt. Nun geht es heute Abend im Halbfinale weiter.“

100 Meter | Halbfinals

Zeit: 21:32 Uhr
Deutsche Starter: Owen Ansah, Lucas Ansah-Peprah, Heik Gussmann


400 Meter | Halbfinals

Zeit: 22:00 Uhr
Deutsche Starter: Jean Paul Bredau, Thorben Finke


110 Meter Hürden | Vorläufe

Zeit: 12:40 Uhr
Deutscher Starter: Gregory Minoué


Hochsprung | Qualifikation

Falk Wendrich fliegt bei EM-Premiere ins Finale

Hochspringer Falk Wendrich (LAZ Soest) war am Dienstagvormittag als erster deutscher Starter an der Reihe – und erlebte einen wahren Qualifikations-Marathon. Mehr als anderthalb Stunden später stand fest: Der Deutsche Hallenmeister hatte sich mit eingestellter Saisonbestleistung von 2,23 Metern für da Finale qualifiziert. Der 31-Jährige nutzte seine letzte Chance bei dieser Höhe mit einem blitzsauberen Sprung.

2,10, 2,15 und 2,19 Meter hatte er im ersten Anlauf überflogen. Auch das hätte am Ende zum Sprung ins Finale ausgereicht. Eine starke Vorstellung in der morgendlichen Qualifikation – seiner ersten auf ganz großer internationaler Freiluft-Bühne. Das Finale wird am Freitagabend folgen. Dort sind die beiden Ukrainer Dmytro Nikitin und Roman Petruk sowie Jan Stefela (Tschechien). Das stark eingeschätzte Trio verpasste mit 2,19 bzw. 2,15 Metern den Sprung ins Finale.

Stimme zum Wettbewerb

Falk Wendrich (LAZ Soest):
„Ich habe es heute Vormittag gesagt: „Der Falke fliegt ins Finale.“ Ein wenig nervös war ich schon vor der Qualifikation. Aber es war eine gute Mischung aus Nervosität und Motivation. Ich bin super in den Wettkampf gekommen, auch der erste Versuch über 2,23 Meter war gut. Nur leider hat der Abstand zur Latte nicht gepasst. Auch im zweiten Versuch hatte ich die Höhe. Aber dann bin ich von oben auf die Latte gefallen. Plötzlich hat man dann nur noch einen Versuch. Der dritte Sprung über 2,23 Meter war dann super, wahrscheinlich der beste meiner Saison. Ich freue mich aufs Finale am Freitagabend im Stadion. Bis dahin werde ich mich ausruhen und vielleicht noch den Basketball in die Hand nehmen, um ein paar Körbe zu werfen.“


Diskuswurf | Qualifikation

Zeit: 11:35 Uhr (Gruppe A), 13:00 Uhr (Grupp B)
Deutsche Starter: Steven Richter (A), Henrik Janssen (B), Marius Karges (B)

 

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