Die deutsche 4x400-Meter-Staffel der Frauen hat die Europameisterschaften in Birmingham auf Rang acht beendet. Irina Gorr, Jana Lakner, Luna Bredau und Johanna Martin kamen im Finale in 3:28,90 Minuten ins Ziel. Gold ging nach einem spannenden Schlussduell mit Großbritannien an die favorisierten Niederländerinnen.
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Die deutsche 4x400-Meter-Staffel ging am Sonntag im EM-Finale von Birmingham (Großbritannien) auf Bahn vier mit Startläuferin Irina Gorr (TSV Gräfelfing), Jana Lakner (LG Telis Finanz Regensburg), Luna Bredau (VfL Wolfsburg) und Johanna Martin (1. LAV Rostock) ins Rennen. Gegenüber dem Vorlauf rückte Luna Bredau für Annkathrin Hoven (TSV Bayer 04 Leverkusen) ins DLV-Quartett.
Irina Gorr eröffnete das Rennen mit einer soliden ersten Runde, konnte aber nicht ganz mit den favorisierten Teams mithalten. Jana Lakner musste sich nach der ersten Kurve beim Einsortieren auf Rang acht einordnen. An der Spitze hatten sich die Niederländerinnen bereits abgesetzt. Beim zweiten Wechsel auf Luna Bredau wurde es für das deutsche Quartett unruhig: Beim Versuch, von außen nach innen zu ziehen, musste die Wolfsburgerin zunächst um die zuvor wechselnde Britin Lina Nielsen herum und anschließend auch noch der Belgierin Helena Ponette ausweichen.
Femke Broeders-Bol bringt Gold ins Ziel
Luna Bredau versuchte den Rückstand auf die vor ihr liegenden Läuferinnen zu verkürzen, bevor Johanna Martin als Schlussläuferin ins Rennen ging. Die Deutsche Meisterin brachte die DLV-Auswahl schließlich in 3:28,90 Minuten auf Rang acht ins Ziel. Mit dem Einzug ins Finale hatte das deutsche Quartett sein großes Ziel bereits erreicht. In der Entscheidung konnte die Staffel jedoch nicht mehr an den starken Auftritt aus dem Vorlauf anknüpfen.
Vorne hatten die Niederländerinnen bereits mit der Bronzemedaillengewinnerin im Einzel Lieke Klaver auf Position zwei einen deutlichen Vorsprung herausgelaufen. Großbritannien arbeitete sich auf der dritten Runde wieder heran, sodass es auf den letzten 400 Metern zum Duell zwischen der Drittplatzierten über 800 Meter Femke Broeders-Bol und Emily Newnham kam. Die Britin attackierte bereits auf der Gegengeraden, doch Femke Broeders-Bol behauptete die Führung und führte die Niederlande in 3:21,10 Minuten zum EM-Titel. Großbritannien gewann Silber in 3:21,68 Minuten, Bronze ging an Italien in 3:23,57 Minuten.
Stimmen zum Wettbewerb:
Luna Bredau (VfL Wolfsburg):
„Das ist schon eine Leistung, die man wertschätzen muss. Wir haben eine unfassbar starke europäische Spitze über 400 Meter. Dass bei den Frauen und Männern dieselben Nationen die Medaillen gewonnen haben, zeigt, wie stark Europa in diesem Bereich arbeitet. Unsere Aufgabe als Team Deutschland ist es, dranzubleiben und es in den nächsten Jahren besser zu machen.“
Johanna Martin (1. LAV Rostock):
„Da kann ich mich eigentlich nur anschließen.“