| EM 2026

Dr. Jörg Bügner: „Der Weg ist der richtige“

© Gladys Chai von der Laage
Dr. Jörg Bügner, DLV-Vorstand Leistungssport, zieht nach den erfolgreichen Europameisterschaften in Birmingham Bilanz. Mit 21 Medaillen erzielte das deutsche Team das beste Ergebnis bei Europameisterschaften seit 1998 in Budapest. Nur Italien gewann eine Medaille mehr als die deutsche Mannschaft. In der Nationenwertung (Plätze eins bis acht) belegte Deutschland mit 196 Punkten Rang drei
DLV

EM-Fazit von Dr. Jörg Bügner, DLV-Vorstand Leistungssport:
„Was für eine EM! Ich möchte dem gesamten DLV-Team – und ganz besonders den Athletinnen und Athleten – ein großes und herzliches Dankeschön aussprechen.

Wir haben hier in Birmingham ein Team erlebt, das großartig aufgetreten ist, füreinander da war und mit großer Leidenschaft in die Wettbewerbe gegangen ist. Wir haben viele überzeugende Leistungen, starke Erfolge und ganz besondere Momente gesehen. Vor allem aber haben wir einen Teamgeist gespürt, der uns als deutsche Leichtathletik auszeichnet und sieben Wettkampftage getragen hat. Darauf dürfen wir gemeinsam sehr stolz sein.

Jetzt ist ungefähr Halbzeit auf unserem Weg Richtung Los Angeles 2028. Und mein Eindruck ist sehr klar: Der Weg, den wir gemeinsam vor zwei Jahren eingeschlagen haben, ist der richtige. Wir sehen eine größere Breite, junge Athletinnen und Athleten rücken nach, etablierte Leistungsträger entwickeln sich weiter und auch das Selbstverständnis unseres Teams verändert sich. Wir treten mit größerem Selbstvertrauen auf und Erfolge feiern.

Auch Rückschläge gehören zur Entwicklung dazu

Dabei gehört zu einer Europameisterschaft natürlich auch die andere Seite des Leistungssports: Enttäuschungen, Tränen, Verletzungen und Wettkämpfe, die nicht so laufen wie erhofft. Wer alles investiert, darf auch enttäuscht sein. Entscheidend ist, wie man damit umgeht, was man daraus lernt und wie man daraus wieder Stärke entwickelt. Auch Rückschläge gehören zu unserem Weg nach Los Angeles – Entwicklung verläuft niemals geradlinig nach oben.

Unsere Bilanz fällt durchweg positiv aus. Wir haben ein geschlossenes Team erlebt, eine hervorragende Stimmung und viele großartige Leistungen. Gleichzeitig wissen wir sehr genau, dass der Weg in einigen Disziplinen bis zur internationalen Spitze – gerade mit Blick auf die Weltspitze – noch weit ist.

Das ist indes kein Grund, ungeduldig zu werden, sondern Ansporn, unseren Weg konsequent weiterzugehen. Dafür braucht es Zeit, Ausdauer und den gemeinsamen Glauben an diesen Weg. Und genau diesen Glauben spüren wir in unserem Team. Dafür bin ich allen Athletinnen und Athleten, unseren Trainerinnen und Trainern, der gesamten Crew dahinter und allen, die dieses Team unterstützen, sehr dankbar.“

EM 2026 Birmingham Medaillenspiegel NATIONENWERTUNG

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