„Demokratische Werte im Sport gestalten“: So lautete der Titel eines Workshops in Berlin. Vom 7. bis 9. August nahmen 15 junge Engagierte aus ganz Deutschland daran teil und stellten die Frage in den Fokus, welche demokratischen Werte im Sport wichtig sind.
Den Anstoß zum Wochenend-Workshop „Demokratische Werte im Sport gestalten“ Anfang August in Berlin mit 15 Engagierten aus ganz Deutschland führte die Deutsche Fußball-Liga (DFL) aus. Rouven Schulte Beerbühl, Referent Public Affairs bei der DFL, gab im Hauptstadtbüro spannende Einblicke in die Welt des Lobbyismus im Sport. Er zeigte auf, wie Interessenvertretung an der Schnittstelle von Sport, Politik und Gesellschaft abläuft. Im Anschluss rundete ein gemeinsames Beachvolleyballspiel den Tag ab. So konnten sich die Teilnehmenden in lockerer Runde kennenlernen.
Während der Workshop-Tage bildete die „Stadtwerkstatt“ direkt am Alexanderplatz den zentralen Tagungs- und Arbeitsort für die Workshop-Phasen. Hier wurde über demokratische Werte gesprochen, Erfahrungen aus den unterschiedlichen Strukturen ausgetauscht und darüber diskutiert, wie Demokratie im Sport ganz praktisch gelebt und gestaltet werden kann. Im Roten Rathaus gab Kaweh Niroomand, Olympia-Beauftragter des Berliner Senats, Einblicke in die Konzeption der Olympia-Bewerbung der Stadt. Dabei ging es auch um die Frage, welche Rolle Sportgroßveranstaltungen für eine Stadt und die Gesellschaft spielen können.
Dagmar Freitag steht im Bundestag Rede und Antwort
Ein Höhepunkt des Workshops war der Besuch im Deutschen Bundestag – der Herzkammer der deutschen Demokratie. Dort konnten die Teilnehmenden das politische Berlin unmittelbar erleben und im Rahmen einer Fragerunde mit Dagmar Freitag (SPD), der ehemaligen DLV-Vizepräsidentin und langjährigen Vorsitzenden des Sportausschusses im Bundestag, über Sportpolitik, Demokratie und gesellschaftliche Verantwortung ins Gespräch kommen. Der Talk fand in den Räumlichkeiten des Sportausschusses statt und bot dadurch eine ganz besondere Atmosphäre.
Den roten Faden des gesamten Wochenendes bildeten verschiedene Workshop- und Austauschphasen. Gemeinsam beschäftigten sich die jungen Engagierten unter anderem damit, welche demokratischen Werte ihnen im Sport wichtig sind, wo sie ihnen im Vereins- und Verbandsalltag begegnen und wie sie selbst dazu beitragen können, diese Werte mit Leben zu füllen. Mit Julian Lagemann, Vorstandsmitglied der Deutschen Sportjugend, erlebten die Teilnehmenden einen aktiven Impulsgeber und Gesprächspartner.
Von jungen Engagierten für junge Engagierte
So entstand über die drei Tage eine Mischung aus Sport, politischer Bildung, fachlichen Impulsen, Diskussion und persönlichem Austausch, immer mit der zentralen Frage im Hintergrund: „Wie können wir Demokratie im und durch Sport nicht nur vermitteln, sondern selbst aktiv gestalten und leben?“ Die Veranstaltung wurde vor Ort von einem rein ehrenamtlich engagierten Team durchgeführt, bestehend aus Ben Aichele, Johannes Lohrer, Kevin Pina Wilhelm und Valentine Wolfgang.
Sie sorgten dafür, dass die Teilnehmenden sich ganz auf Austausch, Diskussion und neue Impulse konzentrieren konnten. Ohne dieses Engagement sowie die Förderung durch das Bundesprogramm gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport wäre dieser wichtige Austausch nicht möglich gewesen.