| München 2031

Reaktionen zur Vergabe der WM 2031 nach München

Tausende Zuschauer säumen bei Abendstimmung die Hügel des Münchner Olympiaparks. In der Mitte steht eine bunt beleuchtete Bühne. © Olympiapark /Fabian Stoffers
Die 23. Leichtathletik-Weltmeisterschaften finden 2031 in München statt und damit zum dritten Mal nach 1993 (Stuttgart) und 2009 (Berlin) in Deutschland. Das entschied das Council des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics am Dienstag in Budapest. Das sagen aktive und ehemalige Sportlerinnen und Sportler sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verbänden zur WM-Vergabe nach München.
DLV

Lord Sebastian Coe, Präsident World Athletics:
„Deutschland hat immer wieder bewiesen, dass es ein hervorragender und zuverlässiger Gastgeber für große Leichtathletik-Veranstaltungen ist. Berlin 2009 bleibt eine der unvergesslichsten Auflagen der Weltmeisterschaften, und seitdem haben wir bei den Europameisterschaften 2018 in Berlin und 2022 in München eine enorme Unterstützung für den Sport erlebt. Wir glauben von ganzem Herzen an die Vision für den Münchner Olympiapark – einen der symbolträchtigsten Austragungsorte im Weltsport –, Spitzensport und die Begeisterung der Deutschen für die Leichtathletik mit dem besonderen Flair eines Kunst- und Kulturfestivals zu verbinden, um ein einzigartiges und beeindruckendes Gesamterlebnis zu schaffen. Es gibt nur wenige Orte auf der Welt, an denen diese Elemente auf eine vergleichbare, sich gegenseitig bereichernde Weise vereint werden können. Wir wissen, dass München große Meisterschaften ausrichten kann. Wir wissen, dass es in Deutschland ein begeistertes Publikum für die Leichtathletik gibt. Und wir sind überzeugt, dass München 2031 alle Voraussetzungen mitbringt, um eine spektakuläre Leichtathletik-Weltmeisterschaft auszurichten.“

Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt der Bundesrepublik Deutschland
„Herzlichen Glückwunsch nach München, Bayern und an den Deutschen Leichtathletik-Verband. Ich freue mich sehr, dass wir mit der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2031 ein absolutes Highlight des internationalen Sports in Deutschland erleben werden. Gerade für unsere jungen Sportlerinnen und Sportler ist ein solches Heimspiel natürlich größte Motivation. Die Weltmeisterschaft wird erneut zeigen, dass Deutschland ein zuverlässiger und professioneller Gastgeber ist. Wir werden den Spitzensport, die Athletinnen und Athleten als auch unser Miteinander feiern. Mit der bayerischen Landeshauptstadt haben wir einen erstklassigen Austragungsort und ich bin mir sicher, dass die Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2031 ein Fest des Sports und für unser Land wird.“

Dr. Markus Söder, Ministerpräsident Bayern
„Welcome to Munich! Wir begrüßen die internationale Welt der Leichtathletik ganz herzlich in Bayern – zur ersten Leichtathletik-WM im Freistaat überhaupt. Wir freuen uns auf ein neues Sommermärchen. Die European Championships und die EM 2022 in München haben es wieder gezeigt: Bayern und Sportevents sind ein perfektes Match. Unser Land vereint Gastfreundschaft, Professionalität und größtmögliche Sicherheit. Leistung und Lebensfreude gehören bei uns zusammen. Bayern wird sich wieder von der besten Seite zeigen und ein hervorragender Gastgeber sein. Sport hält nicht nur fit und macht Spaß, sondern trägt auch zum Zusammenhalt in der Gesellschaft bei und gibt der jungen Generation Ziele und Vorbilder. Deshalb fördern wir als Sportland den Breitensport in den Vereinen genauso wie den Spitzensport mit der Leichtathletik-WM und vielen weiteren Großereignissen. Allen eine gute Vorbereitung und unvergessliche Momente in Bayern!“

Joachim Herrmann, Innen- und Sportminister Bayern
„Ich freue mich sehr über die Vergabe der ersten Leichtathletik-WM in München. Das ist ein großartiger Erfolg und ein starkes Signal für den Sportstandort Bayern. Die Ausrichtung der Weltmeisterschaften ist eine nachhaltige Investition in die Zukunft – in unsere Sportstätten, in den Nachwuchs, in das Ehrenamt und in die gesellschaftliche Bedeutung des Sports. Bayern steht für höchste Sicherheitsstandards, wirtschaftliche Stärke, Kompetenz und internationale Standortqualität. Dass wir Sportgroßveranstaltungen erfolgreich ausrichten können, haben wir bereits mehrfach eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Jetzt freuen wir uns darauf, gemeinsam ein unvergessliches Sportfest auf die Beine zu stellen.“

Dominik Krause, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München
„Das ist eine großartige Nachricht für München und eine starke Bestätigung für unser Standing als Sportstadt. Mit dem Olympiapark haben wir einen Ort, der wie kaum ein anderer für große, emotionale Sportmomente steht. Ich freue mich darauf, Athlet*innen und Fans aus aller Welt bei uns willkommen zu heißen. Wir wollen eine Weltmeisterschaft ausrichten, die sportlich begeistert, nachhaltig wirkt und den Münchner*innen lange in Erinnerung bleibt.“

Jochen Schweitzer, Aufsichtsratsvorsitzender Deutscher Leichtathletik-Verband
„Wir freuen uns riesig, 2031 die Welt in München willkommen zu heißen. Gemeinsam wollen wir in Deutschland die Leichtathletik feiern, mit dieser WM ein Leuchtturm für den Nachwuchs sein und den Sport noch stärker in unserer Gesellschaft verankern. Dieses globale Event in München zusammen mit dem erfahrenen Team der Olympiapark München GmbH präsentieren zu können, ist ein starkes Signal für die Zukunft unseres Sports – in Deutschland und weit darüber hinaus.“

Dr. Kristin Behrens, Vorständin Deutscher Leichtathletik-Verband
„Wenn nach München mehr Kinder Leichtathletik ausprobieren, mehr Jugendliche im Sport bleiben, Vereine stärker sind, neue Trainerinnen, Trainer und Engagierte gewonnen wurden, Wissen und Infrastruktur verbessert wurden und unsere Athletinnen und Athleten international bessere Bedingungen vorfinden, dann hat diese Weltmeisterschaft ihre volle Wirkung entfaltet.“

Dr. Jörg Bügner, Vorstand Leistungssport Deutscher Leichtathletik-Verband
„Eine Weltmeisterschaft im eigenen Land ist für unser Team sportlich eine riesige Chance. München 2031 gibt unseren Athletinnen und Athleten ein konkretes Ziel, auf das sie hinarbeiten können – mit der Aussicht, vor heimischem Publikum um Medaillen zu kämpfen. Zudem ist der Zeitpunkt – ein Jahr vor den Olympischen Spielen – aus leistungssportlicher Sicht perfekt. Gleichzeitig ist eine Heim-WM weit mehr als ein sportliches Großereignis: Die WM kann eine ganze Generation für die Leichtathletik begeistern. Kinder und Jugendliche sollen erleben, wie faszinierend unser Sport ist, ihre Vorbilder hautnah sehen und selbst den Traum entwickeln, eines Tages auf der großen Bühne zu stehen. Genau diesen Impuls wollen wir nutzen, um die nächste Generation von Talenten zu bewegen und für die Leichtathletik zu begeistern.“

Marion Schöne, Geschäftsführerin der Olympiapark München GmbH
„Dieses internationale Leichtathletik-Großereignis wird die erste Weltmeisterschaft nach der mehrjährigen Sanierung unseres ikonischen Olympiastadions sein und ein neues, einzigartiges Kapitel in der beeindruckenden Leichtathletik-Geschichte des Olympiaparks schreiben. Dafür steht unser Lokales Organisationskomitee, das über jahrelange Erfahrung mit Sportgroßveranstaltungen verfügt. ‚All in. One Park.‘ war der Claim unserer Bewerbung. Zusammen mit allen Beteiligten werden wir den Athletinnen und Athleten sowie den Fans aus aller Welt ein internationales Sportfest im Olympiapark bereiten, das große unvergessliche Momente schafft und in Erinnerung bleibt.“

Gina Lückenkemper (SCC Berlin), zweifache Europameisterin 2022
„So ein Ereignis im eigenen Land – das ist für uns Athletinnen und Athleten das Größte und für den gesamten Sport in Deutschland eine großartige Chance. Nur zu gern erinnere ich mich an die fantastische Stimmung bei den Europameisterschaften 2018 in Berlin und den Europameisterschaften 2022 in München zurück. Ich bin fest davon überzeugt: 2031 wird die Leichtathletik wieder magische Momente ins Münchner Olympiastadion zaubern und mit der ganzen Welt eine unvergessliche Party feiern.“

Heike Drechsler, Weitsprung-Weltmeisterin 1993 in Stuttgart
„Schon 1986 bei der EM in Stuttgart war eine super Stimmung und ich fühlte mich fast heimisch. Wir wurden vom Publikum zum Erfolg getragen. 1993 wieder in demselben Stadion die WM 1993 zu erleben, da bekomme ich jetzt noch Gänsehaut. Wenn man am Anlauf steht und das ganze Stadion ruft deinen Namen, da kann man nur fliegen. Es war jeden Tag ausverkauft. Die Leichtathletikwelle war überall zu spüren. Die Menschen und die Stimmung bleiben mir immer in diesem Stadion unvergesslich in Erinnerung. Deutschland kann Leichtathletik Höhepunkte wie eine WM organisieren. Das haben wir schon mehrfach bewiesen, auch mit München als Ausrichterstadt.“

Maximilian Thorwirth (LAV Stadtwerke Tübingen), DLV-Athletensprecher
„Eine Heim-Weltmeisterschaft erleben zu dürfen, ist für alle Athletinnen und Athleten ein absolutes Highlight ihrer Karriere und eine Motivation, die ansonsten nur Olympia bieten kann. Gleichzeitig ist es auch eine Riesen-Chance für den Nachwuchs und die gesamte Leichtathletik, daraus Energie zu schöpfen und Begeisterung zu entwickeln.“

Clara Hegemann (LG Stadtwerke München), U20-Weltmeisterin Hammerwurf
„Für mich ist es unglaublich, dass in meiner Heimatstadt eine Leichtathletik-WM stattfindet. Es könnte der emotionale Höhepunkt meiner Karriere werden. Vor allem vor Leuten, die mich unglaublich unterstützt haben, wie Freunde und Familie etc. dann auch hoffentlich zu starten. Das Olympiastadion hat durch die Olympischen Spiele 1972 schon so eine prägende Geschichte, dass es was ganz Besonderes wäre, dort einmal dab ei zu sein. Auch als 2022 dort die EM stattfand, war es wunderschön zu sehen, dass das Heimatstadion nur für die Leichtathletik gefüllt war.“

Maximilian Rath (LG Stadtwerke München), U18-Vize-Europameister 3.000 Meter
„Der wichtigste Punkt ist für mich, was so eine WM im eigenen Land auslöst. Man hat bei der Fußball-EM 2024 gesehen, was ein Heimturnier mit einem ganzen Land macht. Leichtathletik ist natürlich nicht Fußball, aber in gewisser Weise funktioniert das genauso – das war 2022 bei der EM in München ja schon zu spüren. Davon würden am Ende vor allem die Vereine profitieren: mehr Kinder, die vorbeikommen und Leichtathletik einfach mal ausprobieren. Und persönlich wäre es natürlich etwas Besonderes, wenn Familie, Freunde und mein Verein einfach dabei sein könnten, statt vor dem Fernseher zu sitzen. Und vom Alter her kann ich 2031 realistisch um einen Startplatz kämpfen. So ein festes Ziel an einem Ort direkt vor der Haustür zu haben, motiviert einen noch zusätzlich. Der Weg dahin ist noch weit, das ist mir völlig klar, aber genau das macht es so spannend. Und vor eigenem Publikum zu starten, ist nochmal ein anderer Antrieb als in irgendeinem Stadion im Ausland. Mit dem Olympiastadion verbinde ich vor allem die EM 2022. Ich war als Zuschauer dabei, und diese Stimmung im vollen Stadion vergesse ich nicht mehr. Eines Tages dort selbst an der Startlinie zu stehen, würde mir sehr viel bedeuten, denn bisher bin ich im Olympiastadion noch nie gestartet.“

Mehr:
World Athletics vergibt WM 2031 nach München

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