| "Jugend trainiert"

Sportschulen Halle feiern zwei Titel beim Bundesfinale

Gisele Grosser, Julia Malcharek und Annabell Flizikowski halten Urkunden in der Hand und eine Fahne des SV Halle in die Höhe © Iris Hensel
Die Sportschulen Halle konnten beim Bundesfinale von "Jugend trainiert für Olympia & Paralympics" in Berlin gleich doppelt jubeln. Sowohl bei den Jungen als auch bei den Mädchen sicherten sich die Hallenser den Sieg in der Wettkampfklasse II. In der jüngeren Wettkampfklasse III setzte sich wie im Vorjahr die Sportschule Potsdam durch.
Paula Schröder

Die Sportschulen Halle haben am Donnerstag die Wettkampfklasse II männlich beim Bundesfinale von "Jugend trainiert für Olympia & Paralympics" gewonnen. Mit 9.359 Punkten setzten sich die Hallenser vor dem Sportgymnasium Chemnitz (9.144 pt) und der Poelchau-Schule Berlin (9.016 pt) durch. Damit lösten die Titelverteidiger das Landrat-Lucas-Gymnasiums Leverkusen ab, das in den beiden Vorjahren triumphiert hatte. 

Besonders in den Sprungdisziplinen sammelte das Siegerteam fleißig Disziplinensiege und damit wichtige Punkte für die Gesamtwertung. Für den einzigen Einzelsieg sorgte Phil Matthias. Der Vierte der Deutschen U18-Meisterschaften setzte sich im Weitsprung mit 7,10 Metern durch. Gleich in mehreren Disziplinen war Zehnkämpfer Vincent Armstroff (beide SV Halle) im Einsatz. Der U18-EM-Neunte belegte im Weitsprung mit 6,78 Meter Rang fünf und steuerte im Speerwurf mit 50,27 Metern entscheidende Punkte und einen dritten Platz bei. Auch in der 4x100-Meter-Staffel trugen beide ihren Teil zum Sieg bei. 

Im Kugelstoß kam es zum Aufeinandertreffen zweier U18-EM-Finalisten im Diskuswurf: John-Christian Schochardt (Sportgymnasium Neubrandenburg/SC Neubrandenburg), der in Rieti Bronze gewonnen hatte, setzte sich beim Bundesfinale mit 16,79 Metern gegen den EM-Vierten Lance Listner (LAC Erdgas Chemnitz; 16,37 m), der für das zweitplatzierte Sportgymnasium Chemnitz Dritter wurde und anschließend im Speerwurf die Nase vorn hatte. Der Chemnitzer sicherte sich mit 51,44 Metern und gerade einmal einem Zentimeter Vorsprung auf den Zweitplatzierten Maximilian Orzechowski von der Poelchau-Schule den Sieg.

Hallenserinnen drehen den Spieß um

Auch in der Wettkampfklasse II weiblich ging der Sieg an die Sportschulen Halle. Mit 8.279 Punkten verwiesen sie das Sportgymnasium Chemnitz (7.864 pt) und das Norbert-Gymnasium Knechtsteden aus Dormagen (7.798 pt) auf die Plätze zwei und drei. Im Vorjahr hatte Chemnitz noch vor Halle triumphiert. Diesmal drehten die Hallenserinnen den Spieß um.

Den Hochsprung dominierten Halles Siebenkampf-Talente Gisèle Grosser (1,72 m) und Julia Malcharek (1,68 m), die schon bei der Mehrkampf-DM den Siebenkampf-Titel unter sich ausgemacht hatten. Im Weitsprung belegte Julia Malcharek mit 5,55 Metern ebenfalls Platz zwei.  Im Kugelstoß stand die Deutsche U18-Meisterin im Siebenkampf dann ganz oben: Mit 14,62 Metern gewann sie vor ihrer Schulkameradin Lenya Mette (13,57 m). Die Deutsche U16-Meisterin mit Kugel und Diskus, eigentlich noch in der Wettkampfklasse III startberechtigt, überzeugte im Wettstreit mit der bis zu zwei Jahre älteren Konkurrenz. 

Ebenfalls doppelt punktete Annabell Flizikowsi. Den Speerwurf gewann sie mit 47,93 Metern vor U18-EM-Teilnehmerin Lena Sachse (42,30 m) , die für das zweitplatzierte Sportgymnasium Chemnitz startet. Über 100 Meter sprintete die Hallenserin in 12,52 Sekunden auf Rang zwei. Eine Klasse für sich war die U18-Europameisterin über 100 Meter Hürden Delisha Domingos (TuS Lichterfelde) von der Poelchau-Schule Berlin, die sich in 11,77 Sekunden mit 75 Hundertstelsekunden Vorsprung durchsetzte. Mit deren Schulkameradin Mila Klein (Berliner SV) triumphierte über 800 Meter in 2:14,34 Minuten eine weitere U18-EM-Medaillengewinnerin.  

Potsdam verteidigt Titel mit deutlichem Vorsprung

Bereits am Mittwoch wiederholte die Sportschule Potsdam "Friedrich Ludwig Jahn" ihren Vorjahressieg in der jüngeren Wettkampfklasse III, in der Mädchen und Jungen gemeinsam gewertet werden. Nach 8.127 Punkten im vergangenen Jahr steigerte sich das Team diesmal auf 8.360 Zähler und verteidigte damit seinen Titel.

Das Pierre-de-Coubertin-Gymnasium Erfurt belegte mit 7.866 Punkten Rang zwei, gefolgt von der Poelchau-Schule Berlin (7.759 pt) auf Rang drei. Mit 494 Punkten Vorsprung auf Erfurt fiel der Sieg der Potsdamer damit noch deutlicher aus als im Vorjahr.

Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik...

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