Wissenswertes aus der Welt der Leichtathletik
Wieder Top-Würfe in Ramona
Bei der "Oklahoma Throws Series" in Ramona (USA) regnete es am Samstag erneut Top-Leistungen. Nach einer Niederlage am Donnerstag war Diskuswurf-Weltmeisterin Valarie Sion, geb. Allman (USA) wieder in Bestform: Mit 73,10 Metern kratzte sie an ihrem Nordamerika-Rekord (73,52 m). Auch Jorinde van Klinken (Niederlande; 70,99 m) übertraf die 70 Meter. Das gelang bei den Männern vier Athleten: Es siegte wieder Matthew Denny (Australien; 73,58 m). Steven Richter (LV 90 Erzgebirge) lieferte als Zweiter erneut ab: Seine Scheibe flog bis auf 72,47 Meter. Das Kugelstoßen gewann Hallen-Weltmeisterin Chase Jackson (USA; 20,13 m). Am Freitag hatten Hammerwurf-Weltmeisterin Camryn Rogers (Kanada; 79,63 m) und Rachel Richeson (USA; 78,30 m) Weltklasse-Weiten erzielt. Zu den Ergebnissen.
Gout Gout sprintet U20-Weltrekord
"Sprint-Wunderkind" Gout Gout hat am Sonntag für das Highlight der australischen Meisterschaften in Sydney gesorgt. Der 18-Jährige unterbot in 19,67 Sekunden den U20-Weltrekord von Erriyon Knighton (USA) aus dem Jahr 2022 um zwei Hundertstelsekunden. Das bedeutete zugleich eine deutliche Verbesserung seines Ozeanienrekordes von 20,02 Sekunden. Auch der zweitplatzierte Aidan Murphy (19,88 sec) blieb erstmals unter 20 Sekunden. Einen Doppelsieg fuhr Lauftalent Cameron Myers ein. Der 19-Jährige beeindruckte vor allem mit 3:29,85 Minuten über 1.500 Meter, zudem siegte er über 5.000 Meter (13:11,66 min).
Streckenrekord und Weltklasse-Zeiten in Rotterdam
Die Äthiopierin Mekides Shimeles hat am Sonntag beim Rotterdam-Marathon (Niederlande) den 14 Jahre alten Streckenrekord gebrochen. Mit einer Zeit von 2:18:56 Stunden blieb sie zwei Sekunden unter der Rekordmarke von Tiki Gelana. Mit Respektabstand folgten Aminet Ahmed (Äthiopien; 2:21:25 h) und Shitaye Eshete (Bahrain; 2:23:22 h). Als Neunte lief Jana Soethout (Berlin Track Club) mit Bestzeit von 2:31:09 Stunden in die Top Ten. Bei den Männern lagen die Äthiopier Guye Adola (2:03:54 h) und Tesfaye Deriba (2:04:15 h) knapp vor Streckenrekordler Bashir Abdi (Belgien; 2:04:19 h). Zu den Ergebnissen.
Kenianischer Doppelsieg beim Linz-Marathon
Beim Linz-Marathon haben am Sonntag Läuferinnen und Läufer aus Kenia dominiert. Abednego Cheruiyot gewann in 2:08:53 Stunden vor dem Äthiopier Sahelislassie Nigussie Bekele (2:09:32 h) und dem Kenianer Victor Kipkoech Biwott (2:10:00 h). Bei den Frauen holte sich Jackline Chepngeno mit 2:26:01 Stunden den Sieg vor Landsfrau Mary Munanu (2:26:59 h). Die Österreicherin Julia Mayer wurde mit 2:29:48 Stunden Dritte. Zu den Ergebnissen.
Startschuss für mehr Vielfalt im Laufsport
Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) und RUNN+ setzen gemeinsam ein sichtbares Zeichen für mehr Teilhabe im Laufsport. Im Rahmen des Hannover-Marathons haben die Kooperationspartner:innen am Sonntag das neue Label „Geschlechterinklusive Laufveranstaltung“ präsentiert. Damit wird ein Rahmen geschaffen, mit dem Laufveranstaltende ihre Events gezielt offener und inklusiver gestalten können. „Leichtathletik hat eine gesellschaftliche Verantwortung, offen und inklusiv für alle Menschen zu sein. Das neue Label setzt dort an, wo Laufsport für die meisten Menschen stattfindet: im Freizeit- und Breitensport. Es soll Veranstalter:innen dabei unterstützen, ihre Angebote so zu gestalten, dass sich alle Teilnehmenden willkommen fühlen", sagte DLV-Vorständin Dr. Kristin Behrens bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Stefanie Eichel, Veranstalterin des Hannover-Marathons, sowie Simon Böröcz-Sadowski und Charly Hinz von RUNN+. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem Wertungsklassen, Kommunikation, sichtbare Ansprechpersonen sowie organisatorische Rahmenbedingungen, die allen Teilnehmenden einen respektvollen und sicheren Zugang ermöglichen. Zum Leitfaden zur Förderung von Geschlechterinklusivität.
World Athletics beschließt neues "Repechage"-Format für Los Angeles
Das Council des Leichtathletik-Weltverbandes hat das überarbeitete Format für die Hoffnungsrunde bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles (USA) genehmigt. Eingeführt wird ein Schwellenwert, der auf den Wertungstabellen von World Athletics basiert, um die Teilnahmeberechtigung für die Hoffnungsrunde zu bestimmen. Damit soll sichergestellt werden, dass nur Athlet:innen eine zweite Chance in der "Repechage" erhalten, die eine echte Wettkampfanstrengung zeigen. Darüber hinaus sieht das Format ein Mindestintervall von etwa 21 Stunden zwischen den Runden vor, um die Erholung der Athlet:innen zu gewährleisten. eme/aj
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