| Hamburg Marathon

Samuel Fitwi mit Bestzeit Zweiter, gelungenes Debüt von Aaron Bienenfeld

© Theo Kiefner
Mit einem überzeugenden Rennen und Bestzeit von 2:04:45 Stunden ist Samuel Fitwi am Sonntag beim Haspa Hamburg-Marathon auf den zweiten Platz gelaufen. Nur Sieger Othmane El Goumri war noch 21 Sekunden schneller. Aaron Bienenfeld erfüllte bei seinem Marathon-Debüt die EM-Norm. Bei den Frauen unterbot Brillian Kipkoech in 2:17:05 Stunden den Streckenrekord.
Jan-Henner Reitze

Strahlender Sonnenschein, für das Laufen optimale Temperaturen und ordentlich Stimmung am Streckenrand: Beim 40. Hamburg-Marathon am Sonntag war die Bühne für starke Zeiten bereitet. Sowohl Frauen wie auch Männer nutzten diese Bedingungen und boten starke Leistungen. Mittendrin in der Spitze der Männer waren mit Samuel Fitwi (Silvesterlauf Trier) und Aaron Bienenfeld (Düsseldorf Athletics) auch zwei DLV-Athleten. 

Nach etwas gemächlichen ersten fünf Kilometern nahm eine harmonische, große Spitzengruppe das geplante Tempo auf. Angeführt von den Pacemakern passierten 21 Athleten die Halbmarathon-Marke bei 62:04 Minuten, fast auf den Punkt wie angepeilt, mit dabei auch Samuel Fitwi. Bei Kilometer 35 (1:43:15 h) waren immer noch 13 Läufer zusammen, als der Äthiopier Hunde Lechisa die erste Attacke setzte, davonzog und das Feld sprengte. 

Mit Othmane El Goumri (Marokko), Kennedy Kimutai (Kenia) und Samuel Fitwi nahm ein Trio die Verfolgung auf und holte den Ausreißer wieder ein. Hunde Lechisa wurde letztlich dennoch als Vierter (2:05:01 h) und mit einer Steigerung seiner Bestzeit um gut drei Minuten für seinen Vorstoß belohnt. 

Die Entscheidung innerhalb des Spitzentrios fiel bei Kilometer 40, als Othmane El Goumri anzog, enteilte und schließlich in 2:04:24 Stunden zum Sieg stürmte. Dahinter konnte auch Samuel Fitwi noch zulegen und sich in 2:04:45 Stunden den zweiten Platz sichern. Erstmals in diesem Jahrtausend stand damit wieder ein DLV-Athlet beim Hamburg-Marathon auf dem Podest. Außerdem steigerte der 30-Jährige seine Bestzeit aus dem Dezember 2024 in Valencia (Spanien) um elf Sekunden. Als deutscher Läufer noch schneller war bisher nur der deutsche Rekordler Amanal Petros (Hannover 96). 

Samuel Fitwi hoch zufrieden, "Debüt-Rekord" durch Aaron Bienenfeld

„Es ist super gelaufen. Die Strecke ist super schnell und die Stimmung war klasse. Das Wetter hat gut mitgespielt. Es war der Hammer hier, sagte Samuel Fitwi kurz nach seinem Zieleinlauf am NDR-Mikro. „Ich bin sehr glücklich mit dem Podium.“ Einer der ersten Gratulanten war Marathon-Europameister Richard Ringer (LC Rehlingen). Als Dritter ins Ziel kam Kennedy Kimutai (2:04:56 h).

In der zweiten Gruppe, die den Halbmarathon nach 63:24 Minuten passierte, ging Aaron Bienenfeld sein Marathon-Debüt an. Auf der zweiten Hälfte des Kurses war der 28-Jährige über weite Strecken auf sich allein gestellt und musste kämpfen. Als er über den roten Zielteppich lief, kehrte aber ein Lächeln in sein Gesicht zurück, denn die Uhr blieb bei 2:08:47 Stunden stehen. Damit ist die Norm (2:09:30 h) für die EM in Birmingham (Großbritannien; 10. bis 16. August) erfüllt, bei der es auch einen Teamwettbewerb gibt. Außerdem war es die beste Zeit, die je ein DLV-Athlet in seinem ersten Marathon hingelegt hat.

Brillian Kipkoech steigert den Streckenrekord

Im Rennen der Frauen fiel überraschend sogar der starke Streckenrekord von 2:17:23 Stunden aus dem Vorjahr. Die Kenianerin Brillian Kipkoech lief nach 1:08:42 Stunden beim Halbmarathon die zweite Streckenhälfte noch schneller. Sie legte also einen „Negativ-Split“ hin und kam nach 2:17:05 Minuten ins Ziel. Die 31-Jährige war in der Vergangenheit vor allem auf der Halbmarathon-Strecke (PB: 1:06:56 h) unterwegs und hatte im vergangenen Jahr bei ihrem ersten Marathon in Ljubljana (Slowenien) in 2:23:56 Stunden den zweiten Rang belegt.  

In Hamburg blieben zwei weitere Läuferinnen unter der Marke von 2:20 Stunden. Rebbeca Tanui (Kenia) wurde in 2:18:25 Stunden Zweite vor Kasanesh Ayenew (Äthiopien; 2:19:39 h).

Beste deutsche Läuferin war eine Lokalmatadorin: Tabea Themann (Hamburg Running) lieferte ein starkes Rennen ab und wurde in 2:30:32 Stunden Achte. Damit steigerte die 34-Jährige ihre Bestzeit vom Berlin-Marathon des Jahres 2023 (2:31:33 h) um rund eine Minute.

Update folgt!

Die Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik.

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