| U20-WM 2026

Eugene Tag 1 | Die DLV-Talente in den Vorrunden

Panorama-Aufnahme des Hayward Fields in Eugene © Kai Peters
Saison-Höhepunkt für die U20-Talente: Vom 5. bis 9. August finden in Eugene, Oregon (USA) die U20-Weltmeisterschaften statt. 70 deutsche Nachwuchs-Athletinnen und -Athleten stellen sich im weltberühmten Hayward Field der internationalen Konkurrenz. Wie die DLV-Talente am Mittwoch in den Vorrunden abgeschnitten haben und wie sie ihre Resultate einschätzen, lesen Sie hier.
Svenja Sapper

Live-Ergebnisse Livestream  Das DLV-Team

Weibliche U20

100 Meter | Vorlauf

DLV-Duo souverän eine Runde weiter

Die deutschen Sprinterinnen haben in diesem Jahr schon mit starken Zeiten geglänzt. Und auch beim Saison-Höhepunkt lieferten Emma Goretzka (LAC Berlin) und Lena Anochili (Hamburger SV) im Vorlauf ab! Emma Goretzka, im vierten von acht Läufen gestartet, kam gut aus den Blöcken und musste sich lediglich der Jamaikanerin Theianna-Lee Terrelonge geschlagen geben, die in 11,21 Sekunden die beste Zeite der Vorrunde sprintete. In 11,29 Sekunden wurde sie Zweite und war damit sogar Drittschnellste der ersten Runde. 

"Ich hätte den Lauf gerne gewonnen, bin aber trotzdem sehr zufrieden", erklärte die Deutsche U20-Meisterin hinterher. Bei der U20-DM in Wattenscheid hatte sie mit 11,19 Sekunden ihre Bestzeit aufgestellt und zwei Wochen später, ebenfalls im Lohrheidestadion, in 11,26 Sekunden Silber bei den Deutschen Meisterschaften der Frauen gewonnen. Dieses neue Niveau untermauerte sie im Hayward Field. "Das hat mir Selbstvertrauen gegeben. Es hat riesig Spaß gemacht", sagte die 18-Jährige, die vor dem Halbfinale am Abend gur regenerieren, sich von den Physios behandeln und einen Powernap machen will. 

Auch Lena Anochili zog als Vorlauf-Zweite ins Halbfinale ein. Sie war im letzten Vorlauf im Einsatz, den U18- und U20-Europameisterin Kelly Douala aus Italien in 11,35 Sekunden gewann. Für die Hamburgerin wurden 11,41 Sekunden gestoppt. "Ich bin auf jeden Fall zufrieden", bilanzierte sie. "Ich war ein bisschen nervös, aber nicht sehr. Auf der Bahn war es ganz schön warm, auch im Callroom vorher schon, das war nicht einfach."
 


100 Meter | Halbfinale

Start: 18:05 Uhr Ortszeit // 3:05 Uhr (Donnerstag) MESZ
DLV-Teilnehmerinnen: bei Qualifikation Lena Anochili (Hamburger SV), Emma Goretzka (LAC Berlin)

 


800 Meter | Vorlauf

Start: 13:15 Uhr Ortszeit // 22:15 Uhr MESZ
DLV-Teilnehmerinnen: Leni Hirt (LG farbtex Nordschwarzwald), Helena Guttke (RACE Erfurt)

 


3.000 Meter Hindernis | Vorlauf

Start: 18:55 Uhr Ortszeit // 3:55 Uhr (Donnerstag) MESZ
DLV-Teilnehmerinnen: Lena Rossmanith (TSV Marktoberdorf)

 


Stabhochsprung | Qualifikation

Start: 18:00 Uhr Ortszeit // 3:00 Uhr (Donnerstag) MESZ
DLV-Teilnehmerinnen: Lotte Gretzler (USC Mainz), Anna Hiesinger (LAZ Ludwigsburg)

 


Diskuswurf | Qualifikation

Start Gruppe A: 18:00 Uhr Ortszeit // 3:00 Uhr (Donnerstag) MESZ
DLV-Teilnehmerin: Favour Adesokan (TV Wattenscheid 01) 
Start Gruppe B: 19:20 Uhr Ortszeit // 4:20 Uhr (Donnerstag) MESZ
DLV-Teilnehmerin: Anna-Maria Weber (VfB Stuttgart) 

 


Siebenkampf Tag 1

DLV-Teilnehmerinnen: Maria Schnemilich (1. LAV Rostock), Elenor Servatius (TSV Bayer 04 Leverkusen)
 

Männliche U20

100 Meter | Vorlauf

Start: 11:44 Uhr Ortszeit // 20:44 Uhr MESZ
DLV-Teilnehmer: Jakob Kemminer (LAC Quelle Fürth), Lennox Schmidt (SCC Berlin)

 


100 Meter | Halbfinale

Start: 18:30 Uhr Ortszeit // 3:30 Uhr (Donnerstag) MESZ
DLV-Teilnehmer: bei Qualifikation Jakob Kemminer (LAC Quelle Fürth), Lennox Schmidt (SCC Berlin)

 


800 Meter | Vorlauf

Start: 12:35 Uhr Ortszeit // 21:35 Uhr MESZ
DLV-Teilnehmer: Theo Hielscher (TSV 1860 Stralsund), Jan Emanuel Merheim (TuS Köln rrh.)

 


Kugelstoß | Qualifikation

Start: 13:15 Uhr Ortszeit // 22:15 Uhr MESZ
DLV-Teilnehmer: Simon Kunkel (USC Mainz)

 


Hammerwurf | Qualifikation

Start Gruppe A: 10:45 Uhr Ortszeit // 19:45 Uhr MESZ
DLV-Teilnehmer: Max Baier (TV Fränkisch-Crumbach)
Start Gruppe B: 12:05 Uhr Ortszeit // 21:05 Uhr MESZ
DLV-Teilnehmer: Matti Hummel (Eintracht Frankfurt)

 


Speerwurf | Qualifikation

Start Gruppe A: 10:03 Uhr Ortszeit // 19:03 Uhr MESZ
DLV-Teilnehmer: Mogens Braun (SC Magdeburg)
Start Gruppe B: 11:20 Uhr Ortszeit // 20:20 Uhr MESZ
DLV-Teilnehmer: Niklas Könnemann (SC Magdeburg) 

Mixed

4x400 Meter | Vorlauf

DLV-Quartett kratzt am Deutschen U20-Rekord

Das deutsche Quartett schwankte nach dem Vorlauf zwischen ganz viel Freude über das tolle Erlebnis, im Hayward Field gegen die Weltelite laufen zu dürfen, Zufriedenheit über ein wirklich starkes Rennen und Ärger über den vierten Platz in ihrem Vorlauf. Denn nur die Top Drei der drei Läufe qualifizieren sich für das Finale am Abend. Und die DLV-Auswahl hatte das Pech, dass ihnen als Gesamt-Zehnte bei neun Finalisten nur drei Zehntelsekunden fehlten. 

Dabei hatten alle vier ein wirklich starkes Rennen abgeliefert. Amir Bilal Chaib Cuti (TSV Marktoberdorf) brachte das Quartett gut ins Rennen und wechselte als Dritter auf Ida Carlotta Schröder (Hamburger SV), die einen Platz gutmachte und lediglich die jamaikanische Kontrahentin enteilen lassen musste. Als Zweite übergab sie an Michal Fatyga, der die Position trotz mehrerer Angriffe von anderen Teams verteidigte. Als Schlussläuferin war Hannah Schwind (Post-Sportverein Trier) im Einsatz. Sie konnte gemeinsam mit der kolumbianischen Läuferin die Lücke zu Jamaika schließen. Allerdings konnten auch Südafrika und Italien die Lücke auf die führenden Teams wieder zulaufen.

Eingangs der letzten Kurve gab es etwas Gerangel und das Ergebnis stellte sich noch einmal auf den Kopf: Jamaika (3:21,47 min) siegte vor Südafrika (3:22,12 min) und Kolumbien (3:22,14 min). Für das deutsche Team wurden 3:22,44 Minuten gestoppt. Ein starkes Resultat ohne Wenn und Aber: Sie verpassten den Deutschen U20-Rekord gerade einmal um drei Hundertstelsekunden.

"Es war so geil!", befand Amir Bilal Chaib Cuti nach seinem internationalen Debüt. "Ich habe es so genossen, das Rennen ging viel zu schnell vorbei", schwärmte Ida Carlotta Schröder. Ein bisschen Wehmut schwang aber doch mit, Hannah Schwind haderte mit dem Ausgang des Rennens. "Ich habe auf dem Monitor gesehen, dass plötzlich drei neben mir waren, und konnte nicht mehr reagieren", bedauerte die eigentliche Siebenkämpferin. Und Michal Fatyga konstatierte: "Ich bin letztes Jahr bei der U20-EM mit der deutschen Staffel im Finale Vierter geworden. Das ist der undankbarste Platz, den man haben kann." Auf die starke Zeit waren aber alle vier stolz. 
 

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