Saison-Höhepunkt für die U20-Talente: Vom 5. bis 9. August finden in Eugene, Oregon (USA) die U20-Weltmeisterschaften statt. 70 deutsche Nachwuchs-Athletinnen und -Athleten stellen sich im weltberühmten Hayward Field der internationalen Konkurrenz. Wie die DLV-Talente am Dienstag in den Vorrunden abgeschnitten haben und wie sie ihre Resultate einschätzen, lesen Sie hier.
Live-Ergebnisse Livestream Das DLV-Team
Weibliche U20
400 Meter | Vorlauf
Start: 12:53 Uhr Ortszeit // 21:53 Uhr deutscher Zeit
DLV-Teilnehmerinnen: Luna Fischer (VfL Eintracht Hannover), Eni Kuske (TSV Zirndorf)
400 Meter | Halbfinale
Start: 20:08 Uhr Ortszeit // 5:08 Uhr deutscher Zeit (Freitag)
DLV-Teilnehmerinnen: bei Qualifikation Luna Fischer (VfL Eintracht Hannover), Eni Kuske (TSV Zirndorf)
1.500 Meter | Vorlauf
Start: 19:03 Uhr Ortszeit // 04:03 Uhr deutscher Zeit (Freitag)
DLV-Teilnehmerinnen: Lera Miller, Paula Terhorst (beide VfL Löningen)
400 Meter Hürden | Vorlauf
Rebekka Feirle bekommt die Konkurrenz gar nicht zu Gesicht
Rebekka Feirle (LG Östlicher Bodenseekreis) startete in ihrem Vorlauf ganz außen auf Bahn neun. Ein Umstand, der die 19-Jährige im Vorfeld beunruhigt hatte ("Ich mag die Außenbahn einfach nicht"). Davon war im Rennen jedoch nichts zu spüren. Denn die Deutsche U20-Meisterin stürmte auf und davon. "Ich habe die ganze Zeit gar niemanden gesehen", staunte sie. In 57,89 Sekunden holte sie sich den Laufsieg, es war sogar die zweitbeste Zeit der Vorrunde. Einzig Mariam Kareem aus den Vereinigten Arabischen Emiraten war noch zwei Hundertstel schneller.
"Es war ein richtig gutes Gefühl, als Erste über die Ziellinie zu laufen", sagte Rebekka Feirle. "Ich habe das echt nicht erwartet. Ich dachte, die Amerikanerin ist auf jeden Fall schneller." Besagte US-Amerikanerin, Natalie Dumas, wurde mit Respektabstand in 58,86 Sekunden Zweite. "Ich bin erst mal froh, dass ich es ins Halbfinale geschafft habe. Da will ich noch mal alles geben, der Finaleinzug wäre richtig cool", blickte die 19-Jährige voraus.
Die ersten Glückwünsche gab es nach dem Rennen von Teamkollegin Lynn Pöppelmann (TuS Köln rrh.), die ebenfalls Grund zur Freude hatte: In 58,74 Sekunden hatte sie sich als Dritte ihres Laufs ebenfalls ein großes Q gesichert. Zur Bestzeit von 58,30 Sekunden fehlte nicht viel. "Ich hatte mich riesig auf dieses Rennen gefreut", berichtete die noch 17-Jährige, die schon bei der Vorstellung über das ganze Gesicht gestrahlt hatte. "Der Rhythmus hat noch nicht so richtig gepasst. Aber Ich bin mutig rausgegangen, das hatte ich mir vorgenommen. Sonst bin ich immer eher nicht so schnell am Start, deshalb wollte ich richtig Druck machen."
Kugelstoß | Qualifikation
Ein Stoß bringt Emily Scherf das Finalticket
Emily Scherf (SC Neubrandenburg) benötigte länger, um der eher komplexen Wegführung durchs Hayward Field zur Mixed Zone zu folgen, als sie gebraucht hatte, um den Finaleinzug klarzumachen. Dafür musste sie nämlich nur einmal in den Ring steigen, die Kugel flog auf 16,58 Meter – und die direkte Qualifikationsmarke von 16,00 Metern war abgehakt.
„Das war auch der Plan“, erzählte sie anschließend. „Auch wenn ich immer sehr nervös bin und deshalb oft erst mal einen Sicherheitsversuch mache. Der Stoß jetzt war auch noch nicht perfekt, aber Hauptsache, es hat gereicht!“ So kann die 19-Jährige auch gleich noch ein paar Körner für das Finale am Abend sparen.
Gern wäre Antonia Heberle (TV Rottenburg) ihrer Teamkollegin ins Finale gefolgt. Gleich im ersten Durchgang flog ihre Kugel auf 15,03 Meter – nicht weit weg von ihrer Bestmarke (15,23 m) und ein vielversprechender Start, auf dem sie gerne aufgebaut hätte. "Der zweite war dann auch richtig gut", sagte sie später. "Der hätte wahrscheinlich gereicht. Aber da habe ich der Kugel zu lange hinterhergeschaut und konnte ihn dann nicht mehr halten. Ich bin ein bisschen sauer auf mich selbst." Auch der dritte Stoß war ungültig. So blieb es bei Platz 17.
DIe beiden Favoritinnen Jessica Oji aus Nigeria (17,56 m) und Belsy Jenniffer Quinonez aus Ecuador (17,25 m) führten die Reihe der Qualifikantinnen an, die drittbeste Weite ging auf das Konto von Emily Scherf. Die belgische Mitfavoritin Nafy Thiam, Dritte der Meldeliste, schied als 13. mit 15,26 Metern aus, 15,45 Meter wären für einen Platz in den Top 12 notwendig gewesen.
Männliche U20
400 Meter | Vorlauf
Start: 13:45 Uhr Ortszeit // 22:45 Uhr deutscher Zeit
DLV-Teilnehmer: Tjark Schult (LG Flensburg)
400 Meter | Halbfinale
Start: 19:44 Uhr Ortszeit // 4:44 Uhr deutscher Zeit (Freitag)
DLV-Teilnehmer: bei Qualifikation Tjark Schult (LG Flensburg)
1.500 Meter | Vorlauf
Start: 18:30 Uhr Ortszeit // 03:30 Uhr deutscher Zeit (Freitag)
DLV-Teilnehmer: Piet Hoyer (Königsteiner LV), Finn Jakob Merheim (TuS Köln rrh.)
400 Meter Hürden | Vorlauf
Start: 11:27 Uhr Ortszeit // 20:27 Uhr deutscher Zeit
DLV-Teilnehmer: Nikolas Raeth (SV Union Salzgitter), Magnus Skupin-Alfa (LG Offenburg)
3.000 Meter Hindernis | Vorlauf
Levin Saveur läuft ins WM-Finale
Mit 15 Läufern, von denen acht ein großes Q ergatterten, wurde es auf der Bahn im Hayward Field ordentlich voll. Mit dabei im ersten Vorlauf: Levin Saveur. Der Münchner hielt sich anfangs eher außen und achtete darauf, immer in Schlagdistanz zur Spitze zu bleiben. "Es war gar nicht leicht, meine Position im Rennen zu finden", sagte er später. "Ich bin nicht der Typ, der gut im Rangeln ist. Aber hintenraus wurde es schneller, das kann ich. Ich habe zwischendurch auch gezählt und ein, zwei Mal nach hinten geguckt."
In 8:50,12 Minuten wurde er Sechster und sicherte sich damit das große Q. Trotzdem machte der Deutsche U20-Meister noch Luft nach oben aus: "Ich kann deutlich mehr. Das, was bei den Deutschen Meisterschaften so gut funktioniert hat – die Hindernis-Überquerung – war heute katastrophal. Und ich habe gelernt, dass ich nicht direkt hinter den Kenianern über die Hindernisse gehe. Die haben nämlich echt keine gute Technik" Im Finale will er "natürlich so gut wie möglich laufen": "Ich habe letztes Jahr von meinem Teamkollegen Jakob Rödel, der diesmal nicht dabei ist, gelernt, dass im Finale alles möglich ist, wenn man nur das richtige Mindset hat."
Sein erster Supporter im Finale wird Teamkollege Marco Voggenreiter (LAC Passau) sein. Der Deutsche U20-Vizemeister hatte große Probleme und überquerte nach 9:19,81 Minuten die Ziellinie. "Ich hatte ziemlich starke muskuläre Probleme", erklärte er anschließend. "Im Vorfeld habe ich das wegen der Vorfreude und Aufregung gar nicht gespürt. Aber ab der dritten Runde ging gar nichts mehr." Der Passauer kämpfte sich dennoch durch. Trost gab es vom Norweger Ulrik Jåvoll Hagen, der in dem Rennen Fünfter geworden war: "Die erste internationale Meisterschaft ist immer schwierig!" Trotz des verpassten Finaleinzuges nimmt Marco Voggenreiter viele gute Erinnerungen an Eugene mit. "Und ich freue mich, dass Levin im Finale ist. Wir haben dieselbe Trainerin, deshalb fiebere ich im Finale umso mehr mit ihm mit."
Hochsprung | Qualifikation
Start: 11:05 Uhr Ortszeit // 20:05 Uhr deutscher Zeit
DLV-Teilnehmer: Jacob Thomä (Eintracht Frankfurt), Keon Schmidt-Gothan (Munich Athletics)
Stabhochsprung | Qualifikation
Start: 18:05 Uhr Ortszeit // 03:05 Uhr deutscher Zeit (Freitag)
DLV-Teilnehmer: Ben Silas Kribelbauer (LAZ Zweibrücken), Lukas Brauc (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Dreisprung | Qualifikation
Start: 12:00 Uhr Ortszeit // 21:00 Uhr deutscher Zeit
DLV-Teilnehmer: Benedikt Maurer (LG Stadtwerke München)
Mixed
4x100 Meter | Vorlauf
Start: 12:27 Uhr Ortszeit // 21:27 Uhr deutscher Zeit
DLV-Team: Jakob Bauerschlag (Kieler TB), Anne Böcker (TSV Bayer 04 Leverkusen), Alvin Mawumba (TV Wattenscheid 01), Delisha Benelisa Domingos (TuS Lichterfelde)