| U20-WM 2026

Eugene Tag 3 | Die DLV-Talente in den Finals

© Kai Peters
Am Freitagabend findet bei der U20-WM in Eugene (USA) das Hammerwurf-Finale mit deutscher Beteiligung statt. Hier lesen Sie, wie sich Max Baier im Hammerwurf präsentiert hat.
Svenja Sapper

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Männliche U20

Hammerwurf

Sechster! Max Baier steigert Bestleistung gleich zweimal

Es sind nicht nur Medaillen und Rekorde, die große Meisterschaften zu etwas Besonderem machen. Es sind auch Geschichten wie die von Max Baier (TV Fränkisch-Crumbach). Mit seiner Bestleistung von 70,46 Metern, erzielt bei der Junioren-Gala in Mannheim, war der 19-Jährige als 17. der Meldeliste war der 19-Jährige nach Eugene gereist. Schon nach der Qualifikation war diese Bestmarke Geschichte: Mit 71,16 Metern qualifizierte sich der Deutsche U20-Vizemeister für das Finale. 

Der Wettkampf am Freitagabend begann mit einem ungültigen Versuch. Etwas, das Max Baier in der Vergangenheit oft nervös gemacht hatte. Bei der U18-EM in Banskà Bystrica (Slowakei) vor zwei Jahren hatte er in der Qualifikation einen "Nuller" hinnehmen müssen. Doch in Eugene zeigte sich, wie sehr der 19-Jährige sich seither weiterentwickelt hat. Mit Hilfe von Nachwuchs-Bundestrainerin Carolin Streipart gelang es ihm, sich neu zu fokussieren und im zweiten Durchgang 69,40 Meter in die Wertung zu bringen. Befreit ließ er in Runde drei den Hammer fliegen – und wurde belohnt: Mit 71,45 Metern gab es die nächste Bestleistung. Damit waren zugleich auch die Top Ten und damit der vierte Versuch gesichert. 

Diesen vierten Wurf konnte Max Baier für sich nutzen: 72,18 Meter, der nächste Meilenstein! So rückte der 19-Jährige sogar in die Top Sechs vor, die alle sechs Versuche absolvierten. Der fünfte Platz, den der Grieche Apostolos Tzamtzis einnahm, war nur zwei Zentimeter entfernt. Und von diesem sechsten Rang konnte ihn auch bis zum Schluss niemand mehr verdrängen. So stand fest: Auch wenn die Medaillen andere holten, schrieb Max Baier in seinem ersten internationalen Finale seine persönliche Erfolgsgeschichte. Zum U20-Weltmeister krönte sich der Chinese Jiawei Chen (79,16 m), Silber und Bronze gingen an Kayden Hulet (USA; 77,55 m) und Wyatt Larkins (Großbritannien; 75,38 m). 

Stimme zum Wettbewerb: 

Max Baier (TV Fränkisch-Crumbach)
Es war unbeschreiblich. Ich habe es wirklich hinbekommen, von Anfang bis Ende dabei zu sein in dem Wettkampf. Ich habe zweimal Bestleistung geworfen und damit auch die PK-Norm. Danach war leider ein bisschen die Luft raus. Da kamen die Emotionen hoch. Ich muss Caro Streipart zehnmal danken! Sie hat es wirklich hinbekommen, ist bei mir geblieben, hat mich runtergebracht. Sie hat gesagt: Fokussiere dich auf dich selbst, geh noch mal rein, mach dein Ding. Dann konnte ich wieder richtig gut durchstarten. 

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