| U20-WM 2026

Eugene Tag 5 | Gold und Bronze! Clara Hegemann und Nova Kienast räumen ab

© Kai Peters
Gleich zwei deutsche Hammerwerferinnen stehen bei der U20-WM in Eugene auf dem Podium. Am Sonntag krönte sich Clara Hegemann zur U20-Weltmeisterin. Teamkollegin Nova Kienast steigerte ihre Saisonbestleistung um drei Meter und gewann Bronze. Beide haben schon in den vergangenen Jahren für deutsche Erfolge im Hammerwurf gesorgt.
Svenja Sapper

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Etwas mehr als zwei Jahre ist es her, dass Clara Hegemann (LG Stadtwerke München) und Nova Kienast (Berlin Athletics) bei der U18-EM in Banskà Bystrica (Slowakei) zusammen auf dem Treppchen standen. Damals holte die Münchnerin Gold, die Berlinerin gewann Bronze. Diesen Erfolg konnten die beiden Nachwuchs-Werferinnen nun auf Weltebene wiederholen. Denn am Abschlusstag der U20-WM in Eugene (USA) krönte sich Clara Hegemann in einem spannenden Finale zur zweiten deutschen U20-Weltmeisterin im Hammerwurf nach Bianca Achilles im Jahr 1998. Nova Kienast belohnte sich nach einer schwierigen Saison mit Bronze. 

Angereist war die 19-Jährige als Nummer zwei der Welt hinter Pinja Kärhä aus Finnland. Beide Athletinnen hatten in der Qualifikation nur einen Wurf benötigt und traten im Finale nacheinander in den Ring. Die Finnin legte mit 67,51 Metern vor. Doch Clara Hegemann konterte postwendend mit 67,65 Metern. Nova Kienast, die direkt nach ihr warf, gratulierte sofort mit einer Umarmung. Damit war schon einmal klar: Die Favoritinnen wackeln nicht. Im zweiten Durchgang steigerte sich Kärhä auf 68,51 Meter und ging erneut in Führung, der Hammer von Clara Hegemann ging ins Netz. 

Freundinnen gemeinsam auf dem Podium

Bis zum vierten Durchgang änderte sich am Resultat der Top Zwei nichts. Dann jedoch kam der große Moment von Clara Hegemann: Sie eroberte mit 68,99 Metern die Führung! Damit fehlte nicht viel zu ihrem Deutschen U20-Rekord von 69,81 Metern. Pinja Kärhä konnte nicht mehr kontern, Gold war besiegelt und die neue U20-Weltmeisterin vergoss Tränen der Freude. 

Die dahinter platzierten Werferinnen lieferten sich einen spannenden Kampf um Bronze. Nova Kienast setzte in Runde zwei mit 66,49 Metern ein Statement – eine deutliche Steigerung ihrer Saisonbestleistung von 64,87 Metern. Im fünften Versuch zogen Jiajun Chen (China; 66,75 m) und Burklie Burton (USA; 67,50 m) vorbei. Doch das letzte Wort war noch nicht gesprochen. Denn auch Nova Kienast hatte sich ihren besten Wurf für Runde fünf aufgehoben: 67,89 Meter bescherten ihr schlussendlich den Platz auf dem Podest. 

Auf den Tag genau ein Jahr zuvor hatte die Berlinerin übrigens ebenfalls einen Erfolg gefeiert – mit fast identischer Weite: Bei der U20-EM in Tampere (Finnland) holte sie damals mit 67,93 Metern in einem Nervenkrimi die Goldmedaille. Auch den 9. August 2026 wird die 19-Jährige mit Sicherheit in bester Erinnerung behalten. 

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