Wer ist Europas König der Athleten? Hier verfolgen Sie am Mittwoch und Donnerstag von Disziplin zu Disziplin, welche Zehnkämpfer sich bei der EM in Birmingham durchsetzen. Die deutschen Farben vertreten Weltmeister Leo Neugebauer (VfB Stuttgart), München-Europameister Niklas Kaul (USC Mainz) und Youngster Amadeus Gräber (Eintracht Frankfurt), der seine Premiere auf ganz großer Bühne feiert.
EM 2026 Birmingham Mehrkampf-Rechne LIve-Ergebnisse Livestream
Tag 1
100 Meter
Amadeus Gräber mit drittbester Zeit, Leo Neugebauer und Niklas Kaul solide
Unter dem Applaus der vielen deutschen Fans wurden am Mittwochvormittag die Zehnkämpfer im Alexander Stadium begrüßt. Im schnellsten der drei Rennen waren Weltmeister Leo Neugebauer (VfB Stuttgart) und Youngster Amadeus Gräber (Eintracht Frankfurt) dabei. Auf der Außenbahn fand Leo Neugebauer nicht richtig ins Rennen, konnte aber mit 10,90 Sekunden noch eine solide Zeit erzielen. Damit belegte der Olympia-Zweite Rang sieben.
Vier Plätze weiter vorn lief Amadeus Gräber ins Ziel. Für den ehemaligen U20-Europameister wurden 10,79 Sekunden gestoppt. Damit musste der 21-Jährige bei seiner ersten großen Meisterschaft nur Nino Portmann (Schweiz; 10,69 sec) und dem Niederländer Jeff Tesselar (10,75 sec) den Vortritt lassen. Für ihn war es die fünftbeste 100-Meter-Zeit der Karriere.
Im ersten Lauf kam Niklas Kaul(USC Mainz) auf der zweiten Streckenhälfte noch stark auf und überholte einige Konkurrenten. Mit 11,23 Sekunden lief der Europameister von 2022 bei leichtem Gegenwind auf Rang drei. Damit war er sieben Hundertstel schneller als beim Zehnkampf Ende Mai in Götzis. Das Rennen entschied Titelverteidiger Johannes Erm mit 10,88 Sekunden für sich. Der Este bestreitet seinen ersten Zehnkampf der Saison.
Weitsprung
Leo Neugebauer übernimmt die Führung
Das deutsche Zehnkampf-Trio erwischte einen optimalen Start in die zweite Disziplin. Allen drei gelangen gültige Versuche, dabei verschenkten sie nur wenige Zentimeter am Brett. Den besten Sprung legte Leo Neugebauer zum Auftakt hin. Der Weltmeister flog auf 7,61 Meter und übernahm damit zwischenzeitlich die Führung im Wettbewerb. Nach einem ungültigen zweiten Sprung legte er bei frischem Gegenwind (-2,0 m/sec) alles in den dritten Versuch, den er am Brett optimal erwischte, und jubelte wenige Sekunden später über 7,82 Meter. Diese Weite sollte kein Konkurrent mehr übertreffen.
Amadeus Gräber flog ebenfalls im ersten Versuch zur Top-Weite. Mit 7,23 Metern kam der Frankfurter bis auf fünf Zentimeter an seine Bestleistung heran. Die zwei weiteren Sprünge erwischte der 21-Jährige nicht optimal, allerdings konnte er mit dem Resultat aus Durchgang eins bestens leben. Niklas Kaul packte nach dem zweiten Versuch die Sachen, um Kräfte zu sparen. Dem Mainzer genügten die 7,22 Meter aus dem ersten Versuch. Damit sprang er bei Gegenwind 13 Zentimeter weiter als beim Zehnkampf in Götzis. Der zweite Versuch ging bei deutlich mehr Gegenwind nicht mehr ganz so weit (7,13 m).
Mit seinen 7,82 Metern arbeitete sich Leo Neugebauer in der zweiten Disziplin von Rang neun ganz nach vorn. In der Zwischenwertung liegt der Stuttgarter mit 1.898 Punkten vor Jeff Tesselaar (Niederlande; 1.894 pt) und Sander Skotheim (Norwegen; 1.882 pt), der seinen ersten Zehnkampf des Jahres bestreitet und 7,80 Meter sprang, in Führung. Amadeus Gräber belegt im Zwischenklassement mit 1.777 Punkten Rang sieben. Niklas Kaul schob sich in der Gesamtwertung (1.676 pt) um drei Plätze auf Rang 16 nach vorn, beide Disziplinen waren in Birmingham besser als in Götzis, als er 8.528 Punkte sammelte.
Kugelstoß
Zeit: 13:45 Uhr
Hochsprung
Zeit: 19:40 Uhr
400 Meter
Zeit: 22:22 Uhr
Tag 2
110 Meter Hürden
Zeit: 11:33 Uhr
Diskuswurf
Zeit: 12:20 Uhr (Gruppe A), 13:30 Uhr (Gruppe B)
Stabhochsprung
Zeit: 14:00 Uhr (Gruppe A), 14:45 Uhr (Gruppe B)
Speerwurf
Zeit: 19:35 Uhr (Gruppe A), 20:35 Uhr (Gruppe B)
1.500 Meter
Zeit: 22:10 Uhr
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