| Diamond-League-Finale Brüssel

Diamanten-Showdown mit acht DLV-Athletinnen und -Athleten

Der deutsche Hürdenläufer Emil Agyekum überläuft eine Hürde. © Stefan Mayer
Um einen Diamanten als Trophäe und Siegprämien bis zu 60.000 US-Dollar geht es am Freitag und Samstag beim Finale der Diamond League in Brüssel. Zahlreiche Top-Stars sind am Start, die DLV-Farben werden unter anderem von Emil Agyekum, Yemisi Mabry und Karl Bebendorf vertreten.
Jan-Henner Reitze

Zum Abschluss der Diamond-League-Saison 2026 wird am Freitag und Samstag (4./5. September) in Brüssel (Belgien) in jeweils 16 Disziplinen bei Frauen wie Männern das Finale der Meetingserie ausgetragen. Was das Preisgeld angeht, lohnt sich das vor allem für alle Athletinnen und Athleten, die es aufs Podium schaffen. Für einen Sieg werden beispielsweise 30.000 US-Dollar ausgeschüttet, in den als Diamond League „Plus“ ausgewählten Disziplinen sogar 60.000 US-Dollar. 

Eine Woche vor der Premiere der World Ultimate Championships in Budapest (Ungarn; 11. bis 13. September) treten zahlreiche Top-Stars der Szene gegeneinander an. Insgesamt acht DLV-Athletinnen und -Athleten sind in den stark besetzten Feldern dabei.

Erster Abend mit Shanice Craft und Henrik Janssen

Im Diskuswurf gehen Shanice Craft (SV Halle) und Henrik Janssen (SC Magdeburg) in den Ring, beide in Birmingham (Großbritannien) mit EM-Edelmetall dekoriert. Während es bei den Frauen mit der zweimaligen Olympiasiegerin Valarie Sion (USA) eine klare Favoritin gibt, deutet sich bei den Männern eine Neuauflage des Duells zwischen Europameister Kristjan Ceh (Slowenien) und Weltrekordler Mykolas Alekna (Litauen) an. Im Kugelstoßen trifft Olympiasiegerin Yemisi Mabry (MTG Mannheim) auf die 21-Meter-Stoßerinnen dieses Sommers Jessica Schilder (Niederlande) und Chase Jackson (USA).

Auf der Laufbahn vertreten am ersten Finaltag am Freitagabend Lea Meyer (VfL Löningen) und Olivia Gürth (Silvesterlauf Trier) über 3.000 Meter Hindernis der Frauen sowie Robert Farken (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig) über 1.500 Meter der Männer die DLV-Farben. Über eine Wildcard ist auch Jakob Ingebrigtsen (Norwegen) mit im Rennen. Über die Hindernisse ist ein Top-Trio am Start: Die Olympiasiegerin von 2021 Peruth Chemutai (Uganda), die Olympiasiegerin von 2024 Winfred Yavi (Bahrain) und Weltmeisterin Faith Cherotich (Kenia).

Am ersten Abend dürfen sich die Fans außerdem auf den Stabhochsprung der Männer mit Weltrekordler Armand Duplnatis und Emmanouil Karalis (Griechenland) freuen, die 100 Meter der Männer mit Weltmeister Oblique Seville (Jamaika) oder die 200 Meter der Frauen mit der Olympia-Zweiten Julien Alfred (St. Lucia).  Armand Duplnatis und Emmanouil Karalis sprangen vergangene Woche in Zürich herausragennd und versuchten sich beide am neuen Weltrekord von 6,32 Metern.

Emil Agyekum und Karl Bebendorf am Samstag

Am Samstag den Schlusspunkt des Abends und der Diamond-League-Saison setzen die 400 Meter Hürden der Männer mit dem EM-Zweiten Emil Agyekum (SCC Berlin) und Alison dos Santos (Brasilien), der in Zürich (Schweiz) den Weltrekord (45,94 sec) von Karsten Warholm auf 45,80 Sekunden steigerte. Der Norweger verzichtet auf einen Start in Brüssel. 

Über 3.000 Meter Hindernis trifft der EM-Dritte Karl Bebendorf (Dresdner SC 1898) unter anderem auf den zweimaligen Olympiasieger Soufiane El Bakkali (Marokko) und den EM-Zweiten Ruben Querinjean (Luxemburg). Im vergangenen Sommer hatte Europameister Frederik Ruppert (LAV Stadtwerke Tübingen) das Diamond-League-Finale gewonnen, der in diesem Jahr nicht startet und seine Saison bereits beendet hat.

Ihren nächsten Auftritt hat Hürden-Olympiasiegerin Masai Russell (USA), die ebenfalls in Zürich in 12,09 Sekunden den Weltrekord der Nigerianerin Tobi Amusan verbessert hatte. Über 800 Meter der Frauen fordert Femke Broeders-Bol (Niederlande) erneut Europameisterin Audrey Werro (Schweiz) heraus. Im Speerwurf der Männer möchte Aufsteiger Rumesh Tharanga Pathirage (Sri Lanka) auch im Diamond-League-Finale ganz oben stehen. Europameister Julian Weber (USC Mainz) ist in Brüssel nicht dabei.

Die Meetings der Diamond League werden kostenpflichtig von sporteurope.tv übertragen. Der Stream aus Brüssel beginnt am Freitag, 04. September und Samstag, 05. September jeweils um 19.45 Uhr. Zusammenfassungen werden im Anschluss an das Meeting auf sportschau.de und zdf.de veröffentlicht.

 

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