Die Masters-Weltmeisterschaften im südkoreanischen Daegu sind Geschichte. Am Schlusstag der Welt-Titelkämpfe am Donnerstag holten die beiden W40- und W55-Frauenstaffeln innerhalb von nur zehn Minuten Gold über 4x400 Meter. Das deutsche Team gewann in der WM-Stadt von 2011 insgesamt 103 Medaillen.
Das goldene Finale am Abschlusstag der Masters-WM in Daegu (Südkorea) leitete die W55-Staffel über 4x400 Meter (Foto) ein. W55-Athletin Kristin Katz (LG Brillux Münster) erhielt Unterstützung von den laufstarken W60-Frauen Marion Stedefeld (SV Concordia Großengottern), Karin Bauer (TSG 1862 Weinheim) und Iris Opitz (LAV Elstertal Bad Köstritz). Mit 4:40,98 Minuten setzte sich das Quartett deutlich vor der Mongolei und Thailand durch. Für das zweite Gold sorgte die W40-Formation in der Besetzung Martina Meissner (LAC Essingen), Daniela Kliche (LG Neiße), Sarah Schraub (LG Bad Soden/Neuenhain) und Rebecca Dürr (TB Bad Cannstatt). Sie gewannen in 4:10,36 Minuten deutlich mit einem Vorsprung von mehr als sechs Sekunden vor Kenia und Chile.
Garant für die enorme Medaillenausbeute des deutschen Teams mit 45 Gold-, 27 Silber- und 31 Bronzemedaillen war eine stattliche Anzahl an vielseitigen Mehrfachstartern, die bei drückender Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit ihre Leistungsstärke bewiesen. Allen voran Gerhard Zorn vom TSV Vaterstetten in Bayern. Kurz nach seinem 70. Geburtstag machte er sich mit seiner Siegesserie über die Sprintdistanzen sowie über die 300-Meter-Hürdenstrecke, inklusive seines 400-Meter-Europarekords von 59,07 Sekunden, selbst das größte Geschenk in Form von vier Goldmedaillen.
Frauen-Trio räumt jeweils fünf Medaillen ab
Fünfmal Edelmetall gab es für W60-Sprinterin Iris Opitz. Am Ende standen für sie dreimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze zu Buche. Auch Masters-Athletensprecherin Jennifer Gartmann (W50; LG Westerwald) krönte sich als dreifache Weltmeisterin und gewann zusätzlich mit zweimal Bronze, während Martina Meissner in der W45 zwei WM-Titel mit einer Silber- und zwei Bronzemedaillen veredelte.
In den elf WM-Tagen erlebten die Masters-Athleten aus 106 Ländern ein imposantes WM-Stadion, in dem heute am Tag genau vor 15 Jahren Matthias de Zordo Speerwurf-Weltmeister wurde, weitere bestens gepflegte und hergerichtete Wettkampfstätten, eine vorbildliche Organisation und kostenlose ÖPNV- und Shuttle-Verbindungen. Und allem voran zuvorkommende Gastgeber, eine große Aufmerksamkeit in den Inlandsmedien, zahlreiche Volunteers sowie eine außergewöhnliche Eröffnungsfeier im XXL-Format. All das wird den 123 gemeldeten Masters-Frauen und -Männer aus Deutschland in Erinnerung bleiben.
Mehr als 7.000 Masters-Athletinnen und Athleten aus 106 Ländern
Bei der feierlichen Abschlusszeremonie wurde die „Was that a great championship?“-Frage von WMA-Präsidentin Margit Jungmann von Athleten, Kampfrichtern und Volunteers mit lautstarkem Beifall beantwortet. Und mit Blick auf die 7.476 Masters-Leichtathleten aus 106 Ländern rief sie den Sportlern, Begleitern und Ehrengästen zu: „Exzellenz kennt keine Altersgrenzen.“
Choo Kyung-ho, der Oberbürgermeister der Stadt Daegu, händigte Margit Jungmann wieder die Fahne mit dem World Masters Athletics-Logo aus, die sie ihrerseits an Peter de Leeuw, Präsident des WM-Organisationskomitees von „Breda 2028“, weitergab. Verbunden war dies mit den besten Wünschen des Oberbürgermeisters, möge doch die Leidenschaft, die in Daegu ihren Anfang genommen habe, in zwei Jahren in den Niederlanden weiterleben.
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