| Great Manchester Run

Fünfter Sieg für Tirunesh Dibaba, Premiere für Mo Farah in Manchester

Äthiopiens Langstrecken-Star Tirunesh Dibaba hat am Sonntag bereits zum fünften Mal das hochkarätig besetzte 10-Kilometer-Rennen in Manchester gewonnen. Schnellster Läufer war bei warmem Wetter in der nordenglischen Stadt Mo Farah. Der britische Langstrecken-Olympiasieger triumphierte zum ersten Mal bei der Massenveranstaltung mit über 30.000 Teilnehmern.
Jörg Wenig

Für das hochkarätigste Ergebnis des Tages sorgte beim Great Manchester Run am Sonntag Tirunesh Dibaba. Nachdem die Äthiopierin vor einem Monat beim London-Marathon aufgegeben hatte, meldete sie sich nun im Norden Englands wieder zurück.

Anfangs musste Dibaba dabei allerdings einen Rückstand wettmachen. Denn Kenias 10-Kilometer-Weltrekordlerin Joyciline Jepkosgei, die im vergangenen Jahr eine Zeit von 29:43 Minuten erreichte hatte, lief den ersten Kilometer in sehr schnellen 2:58 Minuten und hatte bereits einen Vorsprung von gut 50 Metern. Doch Jepkosgei hatte sich übernommen. Sie wurde deutlich langsamer, und Dibaba kam immer näher heran. Unmittelbar vor der 5-Kilometer-Marke überholte die Äthiopierin ihre Konkurrentin und lief fortan einem souveränen Sieg entgegen.

Nach flotten 31:08 Minuten lief Tirunesh Dibaba mit deutlichem Vorsprung vor Joyciline Jepkosgei (31:57 min) über die Ziellinie. Die Kenianerin Betsy Saina (32:25 min) und die Äthiopierin Birhane Dibaba (32:32 min) folgten auf den Rängen drei und vier. Für Tirunesh Dibaba, die in Manchester mit einer Zeit von 30:49 Minuten auch den Streckenrekord hält, war es der fünfte Sieg nach 2013, 2014, 2016 und 2017.

Männer: Zweikampf zwischen Farah und Kipsiro

Das Rennen der Männer war in der Spitze nicht ganz so stark besetzt wie jenes der Frauen. Hier entwickelte sich ein Zweikampf zwischen dem britischen Publikumsliebling Mo Farah und Moses Kipsiro (Uganda). Erst auf der Zielgeraden fiel die Entscheidung: Farah konnte seine enorme Schnelligkeit einsetzen und Kipsiro noch überholen. Er gewann in 28:27 Minuten mit einer Sekunde Vorsprung vor dem Läufer aus Uganda. Dritter wurde Abel Kirui (Kenia; 28:52 min), Rang vier belegte Stefano La Rosa (Italien; 29:24 min). Als Siebenter lief der Österreicher Valentin Pfeil 30:09 Minuten.

„Ich habe natürlich eine sehr gute Grundschnelligkeit, die ich am Ende einsetzen kann. Deswegen ging es für mich heute zunächst nur darum, einfach mitzulaufen. Nach dem Marathon in London war ich immer noch ziemlich müde, es war ein hartes Stück Arbeit“, sagte Mo Farah, der im April als Dritter in London mit 2:06:21 Stunden einen britischen Marathonrekord gelaufen war.

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