| DM Ulm

Thomas Kurschilgen: 90 plus x nach Zürich

Er gehe davon aus, dass im Anschluss an die Deutsche Meisterschaft in Ulm 90 oder sogar mehr Athleten für die EM in Zürich (Schweiz) nominiert werden, sagte DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen am Samstag zum Auftakt der DM in Ulm. DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop kündigte an, dass sich die Leichtathletik künftig noch bürgernaher präsentieren werde.
Harald Koken

DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen machte am Samstag bei der Auftakt-Pressekonferenz in Ulm gehörig Appetit auf die nachfolgenden Entscheidungen. Nicht der Rekord stehe im Vordergrund, sondern der Wettkampf "Mann gegen Mann". 76 Einzelakteure hätten jetzt schon die EM-Nominierung sicher. Verstärkt werde man U23-Athleten ins EM-Team berufen - auch im Hinblick auf die internationalen Herausforderungen in den nächsten Jahren.

Dass es einen gehörigen Ruck in der Nationalmannschaft gegeben habe, sei schon bei der Team-EM in Braunschweig spürbar gewesen. "Die Mannschaft war der Star, nicht nur aufgrund des Sieges, sondern auch wegen des geschlossenen Gesamtbildes", lobte Thomas Kurschilgen. Dieser Weg werde sich in Zürich fortsetzen. Und das, obwohl etliche Leistungsträger früherer Jahre in dieser Saison passen müssen.

Dr. Prokop: "Leichtathletik bürgernah gestalten!"

DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop zeigte sich vom Auftakt der Ulmer Titelkämpfe am Vorabend auf dem Münsterplatz beeindruckt. Das Ambiente sei fantastisch, die Stimmung toll gewesen und habe ihm persönlich Lust auf mehr gemacht. "Die Leichtathletik will sich aus dem Stadion hinaus bewegen und mit Menschen in den Städten unmittelbar in Kontakt kommen", sagte der Präsident. Er appelliere an die regionalen Organisationen, diesem Trend zu folgen.

"Berlin fliegt" am 30. August sei ein prima Vorbild dafür, wie Leichtathletik bürgernah gestaltet werden könne. Großen Respekt zollte Dr. Clemens Prokop Weitspringer Markus Rehm (TSV Bayer 04 Leverkusen). Wegen seines Starts in Ulm habe er im Vorfeld viele Anrufe, Briefe und E-Mails bekommen. Ob der Paralympics-Sieger, der eine Prothese trägt, technisch bevorteilt ist, werde fachmännisch begutachtet. Um späteren Einsprüchen vorzubeugen, sei sichergestellt, dass neben ihm - bei entsprechender Leistung im Vorkampf - noch acht weitere Springer zum DM-Finale zugelassen werden.

DM 2015 in Nürnberg

"Fair Play hat Vorrang", bekräftigte der DLV-Präsident, der sich um eine Council-Mitgliedschaft beim Leichtathletik-Weltverband IAAF bewirbt. Der DLV-Verbandsrat hat am Rande der Ulmer Meisterschaft entschieden, dass die Deutsche Meisterschaft 2015 in Nürnberg ausgetragen wird.

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