| Potsdam

Sprint-Youngster brillieren bei Landesmeisterschaften

© Jan Papenfuß
Nachwuchssprinterin Philina Schwartz hat sich am Sonntag bei den Offenen Meisterschaften von Berlin und Brandenburg weiter der Hallen-WM-Norm genähert. Gefordert wurde sie im 60-Meter-Finale von der erst 18-jährigen Emma Goretzka. Weitere U20-EM-Starterinnen und -Starter des Vorjahres konnten ebenfalls überzeugen.
Svenja Sapper

Die Sprint-Youngster drehten am Sonntag in Potsdam so richtig auf. Allen voran wieder einmal Philina Schwartz (Berlin Athletics). Die 19-Jährige, die schon vor zwei Wochen mit 7,22 Sekunden deutsche Jahresbestzeit gesprintet war, legte gleich im Vorlauf der Offenen Meisterschaften von Berlin und Brandenburg noch eine Schippe drauf. Mit 7,21 Sekunden wurde die nächste Bestzeit notiert – zur Hallen-WM-Norm für Torun (Polen; 20. bis 22. März) fehlt nun nur noch eine Hundertstelsekunde.

Im Finale wurde die Berlinerin von einer Athletin gefordert, mit der sie vergangenen Sommer bei der U20-EM gemeinsam im Finale gestanden hatte. Philina Schwartz siegte in 7,26 Sekunden, als Zweite steigerte Emma Goretzka (LAC Berlin) ihren Hausrekord aus dem Vorlauf von 7,38 auf 7,31 Sekunden. Damit ist die Nachwuchssprinterin, die erst am 29. Dezember ihren 18. Geburtstag gefeiert hat, nun knapp hinter Lena Anochili (Hamburger SV; 7,30 sec) die deutsche Nummer zwei in ihrer Altersklasse.

Die Hochsprung-Titel gingen jeweils an die LG Nord Berlin. Am Samstag überflog Amdi Gaye die neue Hallen-Bestmarke von 2,08 Metern, am Sonntag zog Ella Obeta, die zum Jahreswechsel von der LG Eckental in Bayern zur LG Nord Berlin gewechselt war, nach: Die U20-EM-Vierte meisterte 1,80 Meter, erst die neue Bestleistung von 1,84 Metern war zu hoch. Zweite wurde mit 1,75 Metern Vereinskollegin Blessing Enatoh, die sich nach ihrer schweren Verletzung vor zwei Jahren weiter zurückkämpft.

Moritz Bartko dreifach im Einsatz

Ein weiterer U20-EM-Starter des Vorjahres nutzte die Landesmeisterschaften für Tests in mehreren Disziplinen: Mehrkämpfer Moritz Bartko (SC Potsdam). Die 60 Meter Hürden konnte er in 8,30 Sekunden klar für sich entscheiden. Im Stabhochsprung gab’s mit 4,70 Metern Rang zwei hinter EYOF-Starter Nikolas Tietze (SV Halle), der mit 5,05 Metern eine neue Bestleistung verbuchte.

Im Kugelstoßen belegte Moritz Bartko ebenfalls Rang zwei, sein bester Stoß wurde im letzten Durchgang mit 11,97 Metern gemessen. Den Sieg holte sich ein Athlet, der seinen größten Erfolg vor mehr als 16 Jahren in einer anderen Disziplin gefeiert hat: Der WM-Dritte von 2009 im Hochsprung Raúl Spank stieß die Kugel auf 12,52 Meter. Auch im Stabhochsprung war der 37-Jährige im Einsatz und überquerte 4,40 Meter.

Ganze 22 Jahre jünger als der einstige Hochspringer ist die jüngste Athletin, die in Potsdam einen Sieg in der Erwachsenenklasse feierte: Mila Klein (Berliner SV 1892), Deutsche U16-Meisterin über 1.500 Meter Hindernis, bezwang über 1.500 Meter in 4:31,17 Minuten die deutlich ältere Konkurrenz. Die Berlinerin ist erst zum Jahreswechsel von der W15 in die U18 aufgestiegen – man darf gespannt sein, auf welchen Strecken sie im Jahresverlauf noch für Furore sorgen wird.

Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik...

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