| Hallen-DM Mehrkampf/Gehen

Svea Funck gelingt Titelverteidigung, Fred Isaac Fleurisson in Führung

© Iris Hensel
Mit einem couragierten 800-Meter-Rennen ist Svea Funck am Samstag die erfolgreiche Titelverteidigung bei den Deutschen Hallenmeisterschaften im U18-Fünfkampf in Halle/Saale gelungen. Ihre erst im Vorjahr aufgestellte deutsche U18-Hallenbestleistung verpasste sie dabei nur knapp. Im Männer-Siebenkampf hielt Favorit Fred Isaac Fleurisson die Konkurrenz am ersten Tag in Schach, während Lokalmatador Ernst Bruno Eltz mit Halbzeitführung in der U20 in den zweiten Tag geht und sich ein spannendes Titel-Duell in der Jugend U18 anbahnt.
Sandra Arm

Mit einem Vorsprung von 66 Zählern startete Svea Funck (TV Jahn Walsrode) bei der Mehrkampf-Hallen-DM in Halle/Saale am Samstag in den abschließenden 800-Meter-Lauf der weiblichen Jugend U18. Die 16-Jährige nahm ihr Herz in die Hand, lief couragiert von vorn und begeisterte sogar noch auf den letzten Metern mit einem Spurt. Am Ende triumphierte sie in 2:21,93 Minuten. Der Blick auf die Anzeigetafel zeigte es dann: Die Mission Titelverteidigung war erfolgreich. Sie sammelte über den Tag 4.164 Zähler und verpasste ihre eigene deutsche U18-Hallenbestleistung nur knapp um 14 Zähler. 

„Ich bin echt zufrieden. Fast wäre es noch deutsche U18-Bestleistung geworden. Ich finde es cool, dass ich meine Leistung aus dem vergangenen Jahr wieder bestätigen und zeigen konnte, dass dies keine Eintagsfliege war“, sagte die erfolgreiche Titelverteidigerin. Ihr Hallen-Fünfkampf verlief aber nicht komplett nach Wunsch. Solide ihr Auftakt über 60 Meter Hürden mit 8,52 Sekunden. Danach folgte der Hochsprung. Die 1,73 Meter sollten sich für die EYOF-Siegerin als wertvollste Leistung am Ende des Tages herausstellen. „Beim Einspringen und bei den ersten Höhen hatte ich Probleme mit dem Anlauf, ich bin gar nicht richtig in den Wettkampf reingekommen. 

Erst 1,76 Meter sind zu hoch

Am Ende standen doch 1,73 Meter. Das war schon echt cool“, zeigte sie sich erleichtert. Die nachfolgende Höhe von 1,76 Metern war ebenfalls im Bereich des Möglichen. Im Kugelstoßen steigerte sie sich auf 12,47 Meter und ließ im Weitsprung 5,74 Meter folgen.  „Nach solch einem Tag ist man echt erleichtert. Man hat lange auf diesen Tag hingearbeitet, jetzt ist er vorbei und man kann ein wenig durchatmen.“

Hinter der Siegerin war Silber hart umkämpft, der Abstand betrug lediglich 17 Zähler. Elisabeth Nawroth (TSV Gomaringen) zeigte im Kugelstoßen mit 13,96 Metern die beste Leistung des Tages und durfte in Summe aller fünf Disziplinen mit 3.966 Punkten über Silber jubeln. Dahinter lieferte Teresie Hess (SG Schorndorf 1846) ebenfalls einen starken Fünfkampf ab. Sie steigerte sich über 60 Meter Hürden (8,85 sec) und im Weitsprung (5,98 m). Dafür gab es 3.949 Zähler sowie die Bronzemedaille.

Packendes Titel-Duell zwischen Jan Mosig und Magnus Vieth

Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz eins: Jan Mosig (SC Potsdam) und Magnus Vieth (Hannover 96) liefern sich in der männlichen Jugend U18 einen packenden Zweikampf um den Titel im Hallen-Siebenkampf. Nach vier von sieben Disziplinen führt der Potsdamer mit 3.053 Punkten. Den Grundstein für die Halbzeitführung legte er zum Auftakt mit zwei persönlichen Bestleistungen über 60 Meter (7,11 sec) und im Weitsprung (6,94 m). Im anschließenden Kugelstoßen mit 13,20 Metern verlor er zur Konkurrenz zwar wieder einige Punkte, aber mit seinen dritten neuen Hausrekord von 4,40 Metern im Stabhochsprung verteidigte er seinen Spitzenplatz vor Magnus Vieth.

Der Hannoveraner war ebenfalls mit Top-Leistungen eingestiegen. So standen für ihn über 60 Meter (7,17 sec), im Weitsprung (6,78 m) sowie im Kugelstoßen (13,93 m) gleich drei neue Bestleistungen im Protokoll. Aufgrund seiner starken Kugelstoßleistung verkürzte er den Rückstand zum Führenden zwischenzeitlich auf 13 Zähler. Im Stabhochsprung stellte er mit 4,00 Metern zwar seinen persönlichen Hausrekord ein, aber im direkten Duell mit Jan Mosig verlor er weiterhin an Punkten, sodass er mit 2.926 Zählern auf Rang zwei übernachtet. Nicht weniger spannend der Kampf um Bronze. Auf diesem liegt derzeit Vincent Armstroff (SV Halle) mit 2.771 Zählern vor Allen Cole (TSV Bayer 04 Leverkusen; 2.750 Pt.)

Fred Isaac Fleurisson zur Halbzeit vorn

Im Männer-Siebenkampf liegt Fred Isaac Fleurisson liegt auf Goldkurs: Der Frankfurter führt zur Halbzeit mit 3.358 Zählern. Rasant sein Einstieg in den ersten Tag der Männerkonkurrenz über 60 Meter. Er blieb in 6,94 Sekunden erstmals unter der Sieben-Sekunden-Marke, und das direkt deutlich. Im Weitsprung folgte der nächste Hallen-Hausrekord von 7,35 Metern. Die 7,26-Kilo-Kugel wuchtete er auf starke 14,40 Meter. Im Hochsprung zitterte er sich im dritten Versuch über 2,00 Meter. So hoch ist er unter dem Hallendach noch nicht gesprungen. Im Sommer hatte er bereits 2,10 Meter gemeistert.

Auf Rang zwei übernachtet Andreas Bechmann (Eintracht Frankfurt), der sich durch starke Leistungen im Kugelstoßen (14,39 m) und im Hochsprung (2,00 m) nach vorn schob. Dritter ist Roman Jocher (SSV Ulm 1846) mit 3.193 Punkten. Ihm dicht auf den Fersen ist der momentan viertplatzierte Amadeus Gräber (Eintracht Frankfurt; 3.175 Pt.), der sich bereits nach mehrmonatiger Verletzungspause mit vielsprechenden Einzelleitungen ins Wettkampfjahr 2026 zurückgemeldet hatte. Und nun nach seinem Titel im Vorjahr erneut nach einer Medaille greifen kann.

Lokalmatador bei U20 in Führung

Der Halbzeitstand in der männlichen Jugend U20 dürfte die gastgebenden Hallenser freuen. Die Liste führt nämlich Ernst Bruno Eltz mit 3.055 Punkten an. Er startete schnell über 60 Meter in 7,18 Sekunden und schob im Weitsprung einen neuen Hausrekord von 7,21 Metern hinterher. Im Kugelstoßen standen 13,00 Meter für ihn zu Buche, im Hochsprung blieb er im Bereich seiner Bestmarke und meisterte 1,89 Meter. 

Einer floppte sogar über 2,00 Meter: Carl Wiegand. Der sprungstarke Frankfurter schob sich mit 2,01 Metern auf den zwischenzeitlichen Silberplatz. Nur 35 Zähler trennen ihn zur Halbzeit vom Ersten. Nicht nur im Hochsprung sammelte er wichtige Zähler. Mit 7,07 Metern gelang ihm der zweitbeste Tageswert im Weitsprung. Auf Rang drei folgt zur Halbzeit Alexander Adler (ASC Darmstadt) mit 2.929 Punkten. Hinter ihm liegen noch einige Athleten in Lauerstellung in Richtung Podestplätze.

Foto: U18-Siegerin Svea Funck, eingerahmt von der zweitplatzierten Elisabeth Nawroth (li.) und Bronzemedaillengewinnerin Teresie Hess.

Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik ...

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