Im Rahmen der Jugend-Hallen-DM wurden am Freitagabend in Sindelfingen die deutschen Meistertitel der Männer über 3x1.000 Meter und der Frauen über 3x800 Meter vergeben. In spannenden Rennen setzten sich die LG Region Karlsruhe und der Berlin Track Club durch.
Männer
3x1.000 Meter
LG Region Karlsruhe wiederholt Vorjahressieg
Sechs Staffeln kämpften am Freitagabend in Sindelfingen um den Titel. Lange blieb es spannend, vier Staffeln lagen dicht beieinander. Darunter auch die LG Region Karlsruhe mit Startläufer Alexander Kessler und die LG Osnabrück mit André Rohling. Diese beiden Vereine hatten im Vorjahr als einzige Starter den Titel unter sich ausgemacht. Auch der VfL Sindelfingen lag beim "Heimspiel" lange gut im Rennen, ebenso wie die LG Olympia Dortmund. Einzig die LG farbtex Nordschwarzwald und Cologne Athletics fielen etwas ab.
Christoph Kessler, der über viele Jahre zu den besten deutschen Mittelstrecklern zählte, zog als zweiter Karlsruher Läufer das Tempo ordentlich an und konnte Schlussläufer Lorenz Herrmann so einen Vorsprung mitgeben. Zwar gelang es den Schlussläufern der drei Verfolger rasch, die Lücke wieder zu schließen. Doch auch Lorenz Herrmann hatte sich seine Kräfte gut eingeteilt und machte in 7:20,17 Minuten souverän den Sieg klar. Triumphierend reckte er den Arm in die Höhe.
Über Rang zwei freuten sich die Osnabrücker Läufer André Rohling, Mika Pikutzki und Linus Vennemann (7:21,58 min), Bronze sicherte sich der VfL Sindelfingen mit Henri Stöckermann, Hindernis-Ass Kurt Lauer und Johannes Hein (7:23,84 min). Der Vorstoß auf einen Medaillenrang gelang Jens Mergenthaler als Schlussläufer der LG farbtex Nordschwarzwald trotz eines starken Auftritts nicht mehr, in 7:25,09 Minuten wurde es Rang vier.
Frauen
3x800 Meter
Berlin Track Club hat das letzte Wort
Mit einem starken Auftritt brachte U20-Läuferin Viktoria Kamml den Berlin Track Club in Führung. Und auch Nike Dangelmaier konnte die Spitzenposition halten. Klar war aber auch: Der Sieg ist noch lange nicht sicher. Denn die Sindelfingerinnen boten beim Heimspiel eine Top-Besetzung auf. Und die Vorjahressiegerinnen von Cologne Athletics, angetreten mit derselben Aufstellung wie 2025, konnten sich zum Schluss auf die Mittelstreckenstärke von Vera Coutellier, Deutsche 1.500-Meter-Meisterin von 2024, verlassen.
Zuerst überholte Sindelfingens Schlussläuferin Sabrina Heil, eigentlich auf den 400 Metern Hürden zuhause, die Führenden. Dann kämpfte sich auch Vera Coutellier wieder heran und zog vorbei. Doch das letzte Wort war noch nicht gesprochen. Denn Leandra Lorenz, Schlussläuferin des Berlin Track Clubs, war nicht geschlagen, sondern hatte sich ihre Kräfte lediglich gut eingeteilt. Sie eroberte auf der Schlussrunde den Spitzenrang zurück und brachte in 6:31,17 Minuten den Sieg ins Ziel.
Für die Kölnerinnen Berit Janowitz, Natalie Füllgraf und Vera Coutellier wurden 6:31,66 Minuten gestoppt. Bereits die dritte Staffelmedaille für Sindelfingen feierten Kim Bödi, Katja Bäuerle und Sabrina Heil in 6:33,10 Minuten.