| Castellon

Nils Voigt schnell aber ohne Zeit bei Europarekord-Double

Nils Voigt im Rennen mit Nationaltrikot © Gladys Chai von der Laage
Beim 10-Kilometer-Rennen am Sonntag in Castellon gab es zahlreiche Top-Zeiten. So steigerten Yann Schrub und Megan Keith die Europarekorde bei Männern und Frauen. Nils Voigt lief ein starkes Rennen, doch in den Ergebnislisten taucht sein Name nicht auf. Trotz Sturz und Schrecksekunden lief Tabea Themann eine neue Bestzeit.
jw/mbn

Spaniens Straßen bieten in den Wintermonaten ideale Bedingungen für Rekordversuche im Straßenlauf. Das bestätigte sich am Sonntag einmal mehr beim 10-Kilometer-Rennen in Castellon. Gleich beide Europarekorde wurden gebrochen, und die Sieger erzielten absolute Weltklassezeiten. Dabei gelang dem erst 20-jährigen Harbert Kibet eine große Überraschung: Der Läufer aus Uganda rannte sein Debüt und triumphierte in 26:39 Minuten.

Dies ist die sechstschnellste je gelaufene Zeit und eine Jahresweltbestzeit. Als Zweiter brach der Franzose Yann Schrub mit 26:43 Minuten den Europarekord, den Andreas Almgren erst vor gut einem Monat in Valencia mit 26:45 Minuten aufgestellt hatte. Der Schwede wurde in Castellon Dritter mit 26:45 Minuten. Dass Yann Schrub in starker Form ist, hatte er zuletzt mit dem 3.000-Meter-Landesrekord von 7:29,38 Minuten vor zwei Wochen bewiesen.

Nils Voigt ohne Transponder im Ziel

Nils Voigt (TV Wattenscheid 01) lief nach den Eindrücken im Livestream etwa nach 28:10 Minuten ins Ziel, doch in den Ergebnislisten taucht er nicht auf. „Ich muss meinen Transponder verloren haben“, sagte der Langstreckler nach dem Rennen. Seine Bestzeit verpasste Nils Voigt, der unter die Top 20 kam, damit nur um sieben Sekunden. „Wenn ich mich recht erinnere, bin ich mit Carlos Diaz und Pierre Boudy ins Ziel gelaufen“, so der Wattenscheider. Die Läufer aus Chile und Frankreich kamen nach 28:10 bzw. 28:11 Minuten ins Ziel.

Schnellste Frau in Castellon war die 29-jährige Kenianerin Caroline Gitonga, die sich um über eine Minute verbesserte und nach 29:34 Minuten im Ziel war. Dies ist die zwölftschnellste je gelaufene Zeit. Nelvin Jepkemoi (Kenia) und Chaltu Dida (Äthiopien) folgten auf den Plätzen zwei und drei mit 29:45 bzw. 29:50 Minuten. Als Vierte überraschte die Britin Megan Keith mit einem Europarekord von 30:07 Minuten. Die 23-jährige Cross-WM-Zweite des vergangenen Jahres verbesserte damit die Bestzeit von Eilish McColgan (Großbritannien) um eine Sekunde.

Tabea Themann: Erst Sturz, dann Bestzeit

Es war bereits das dritte Mal seit Jahresbeginn, dass dieser Europarekord gebrochen wurde. Am 4. Januar war die Belgierin Jana van Lent in Nizza 30:10 Minuten gelaufen, dann erreichte McColgan eine Woche später in Valencia 30:08 Minuten. Eilish McColgan war am Sonntag in Castellon Sechste mit 30:36 Minuten, Jana van Lent wurde Achte in 30:50 Minuten.

Eine Schrecksekunde erlebte Tabea Themann (Hamburg Running). Die 33-Jährige stürzte nach wenigen Metern, etliche Läuferinnen und Läufer überrannten sie in der Folge. Mit der Hilfe eines anderen Läufers konnte sie wieder aufstehen und das Rennen trotz des Sturzes noch mit neuer Bestzeit von 32:55 Minuten beenden. Damit steigerte sie den Hamburger Rekord von Sabrina Mockenhaupt um 21 Sekunden. „Das war der absolut schlimmste Racestart überhaupt. Irgendjemand hat mir dann hochgeholfen. Danke an den unbekannten Helfer“, schrieb Tabea Themann bei Instagram. Dort ist auch ein Video vom Sturz zu sehen. Zu den Ergebnissen.

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