| EA-Wurf-Cup

Nikosia Tag 1 – Steven Richter überzeugt mit 67,29 Metern, auch Katharina Maisch gewinnt

© Chara Savvidou
Am ersten Tag des European Athletics Wurf-Cups in Nikosia hat Diskuswerfer Steven Richter sein Arbeitsgerät am Samstag auf 67,29 Meter geschleudert. Diese Weite konnte kein Konkurrent überbieten. Auch bei den Frauen gab es einen Sieg für den DLV durch Kugelstoßerin Katharina Maisch. Auch die Ausgangslage in den Teamwertungen ist aussichtsreich.
Jan-Henner Reitze

Schon früh im Jahr präsentiert sich Diskuswerfer Steven Richter (LV 90 Erzgebirge) in Topform. Was die Bedingungen anging, war der European Athletics Wurf-Cup in Nikosia auf der Insel Zypern am Samstag nicht gerade der Start in den Sommer. Es herrschten kühle Temperaturen, teilweise regnete es und war windig. Als zum Abschluss des ersten Tages die Männer mit dem Diskus in den Ring traten, war der zumindest einigermaßen abgetrocknet.

Und Steven Richter startete gleich mit einer Topweite. 66,23 Meter im ersten Versuch ließ er 66,74 Meter folgen und setzte mit 67,29 Meter in Durchgang drei seine Tagesbestweite. Alle drei Würfe hätten zum Sieg gereicht. Nur in drei Wettkämpfen im vergangenen Jahr hat der U23-Europameister in seiner Kariere bisher noch weiter geworfen und dabei auch schon die Direkt-Norm (65,50 m) für die EM in Birmingham (Großbritannien; 10. bis 16 August) erfüllt. In diesem Jahr ist der 22-Jährige der erste der starken DLV-Diskuswerfer, der diese Leistung bestätigt.

Den zweiten Platz belegte Alin Alexandru Firfirica (Rumänien) mit 65,95 Metern, vor dem Niederländer Ruben Rolvink (65,47 m). Der zweite DLV-Athlet in dieser Disziplin, Marius Karges (Eintracht Frankfurt), warf 61,64 Meter. Zusammengefasst über die beiden Startgruppen A und B war das die neuntbeste Leistung. Da bisher bei den Männern nur diese eine Disziplin ausgetragen wurde, übernachtet Deutschland auch in der Teamwertung auf Rang eins. In die Wertung kommt jeweils der beste Athlet einer Nation.

Katharina Maisch triumphiert

Über den Sieg im Kugelstoßen der Frauen jubeln, durfte Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge). Die WM-Finalistin erzielte im ersten Versuch 18,32 Meter. Eisiger Wind erschwerte eine weitere Steigerung. Die war aber gar nicht nötig. Die Portugiesinnen Jessica Inchude (18,12 m) und Eliana Bandeira (18,10 m) kamen zwar noch nah an die Siegesweite heran, konnten diese aber nicht übertreffen. Julia Ritter (TV Wattenscheid 01; 17,30 m) folgte auf Rang vier.

Fast schon ein Zielwerfen war der Hammerwurf-Wettbewerb aus Sicht der DLV-Athletinnen. Samantha Borutta (Eintracht Frankfurt; 68,96 m) und Aileen Kuhn (Eintracht Frankfurt; 68,86 m) trennten auf den Gesamtplätzen acht und neun nur zehn Zentimeter. Mit Landesrekord für Dänemark von 75,52 Metern dominierte Katrine Koch Jacobsen, die sich vor der Irin Nicola Tuthill (72,48 m) durchsetzte. Als Dritte stellte auch Guorún Karitas Hallgrimsdóttir (Island) mit 71,41 Metern einen Landesrekord auf.

Im Speerwurf erzielte Luisa Tremel (LG Stadtwerke München) als Achte 54,81 Meter. Die Deutsche Meisterin Kathrin Walter (TSV Bayer 04 Leverkusen; 50,95 m) wurde Elfte. Die Französin Jade Maraval (60,02 m) knackte als einzige Speerwerferin die 60 Meter und das erstmals in ihrer Karriere. In der Teamwertung führen die DLV-Frauen vor dem abschließenden Diskuswurf knapp vor Italien.

Lukas Schober und Nina Reincke auf dem Podest

In den Wettbewerben der U23 überzeugte vor allem Lukas Schober (SG Freital-Weißig 1861) im Kugelstoßen. Der Zweite der Hallen-DM, der sich in Dortmund auf 19,27 Meter gesteigert hatte, kam wieder dicht an die 19-Meter-Marke heran. 18,94 Meter bedeuteten Rang drei. Sieger Alexandr Mazur (Moldau; 19,10 m) und Leo Zikovic (Schweden; 18,99 m) waren in Reichweite.

Im Hammerwurf näherte sich Tim Steinfurth (LG Eppstein-Kelkheim) in seinem besten Versuch (68,12 m) der 70-Meter-Marke, die er im vergangenen Jahr erstmals übertroffen hatte, und wurde Fünfter. Ármin Szabados (Ungarn) gelang mit 74,45 Metern die größte Weite. Auch das deutsche U23-Team führt nach den ersten beiden Wettbewerben.

Ebenfalls einen dritten Platz im Einzel gab es in der weiblichen U23. Speerwerferin Nina Reincke (SC Magdeburg) schleuderte das 600-Gramm-Gerät auf 47,49 Meter. Marie-Sophie Macke (Düsseldorf Athletics; 50,56 m) belegte im Diskuswurf Platz sieben. Unterm Strich rangieren die deutschen U23-Athletinnen bei Halbzeit auf Rang drei. Es führen die Spanierinnen vor den Schwedinnen.

Die Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik.

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