| 50-Kilometer-WM Neu Delhi

Verena Cerna läuft auf Rang acht, Platz fünf für das Team

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Als beste deutsche Läuferin hat Verena Cerna am Samstag bei den Weltmeisterschaften im 50-Kilometer-Lauf in Neu-Delhi den achten Platz in der Einzelwertung der Frauen erreicht. Im Team kam sie gemeinsam mit Florentine Beese und Friederike Schoppe auf Rang fünf.
Jan-Henner Reitze

Eine Strecke von 50 Kilometern in Angriff zu nehmen, ist immer eine Herausforderung und macht auch den Reiz des Ultralaufs mit aus. Die Bedingungen bei den Weltmeisterschaften in Neu Dehli (Indien) am Samstag sorgten für ein Rennen, dass noch einmal eine Nummer härter war. Für Deutschland stellte sich ein Quartett aus vier Läuferinnen der frühen Startzeit und den klimatischen Bedingungen: Verena Cerna (SSV Ulm 1846), Florentine Beese (Hannover Athletics), Friederike Schoppe (LSG Goldener Grund Selters) und Sylvie Müller (MTG Mannheim). Für alle war es das internationale Debüt.

Eigentlich sollten die Titelkämpfe im Dezember ausgetragen werden, wurden wegen schlechter Luftqualität aber auf den Termin im März verschoben. Weil um diese Jahreszeit tagsüber schon Temperaturen über 30 Grad erreicht werden, fiel der Startschuss schon um 4 Uhr Ortszeit, der Wecker klingelte entsprechend um 1 Uhr. Das war neben der Zeitumstellung und dem Wetter eine zusätzliche Belastung.

Verena Cerna überzeugt als Achte

Unter diesen Voraussetzungen versuchten die deutschen Läuferinnen, das Rennen defensiv anzugehen. Am besten ging diese Taktik bei Verena Cerna auf, die auf dem Rundkurs lange ein gleichmäßiges Tempo halten konnte und nach 3:26:21 Stunden als Achte der Frauenwertung ins Ziel kam. „Die letzte Runde hätte es nicht mehr gebraucht, ich bin einfach nur glücklich, angekommen zu sein“, erklärte die Athletin des SSV Ulm 1846, die in der Altersklasse W45 Platz eins belegte.

Noch mehr kämpften die anderen drei deutschen Läuferinnen. Florentine Beese plagten ab Mitte des Rennens muskuläre Probleme, die Läuferin von Hannover Athletics erreichte das Ziel dennoch, nach 3:40:18 Stunden auf Platz 16. Das bedeutete gleichzeitig Rang zwei in der Altersklasse W45 hinter Verena Cerna.

Auch bei Friederike Schoppe machte die Muskulatur dicht, dazu kamen in den beiden Schlussrunden auch noch Krämpfe. Die Athletin vom LSG Goldener Grund Selters ließ sich davon aber nicht unterkriegen, kam nach 3:43:23 Stunden als 19. der Einzelwertung an und sicherte damit Rang fünf in der Teamwertung (10:50:02 h). Sylvie Müller kämpfte sich bis Kilometer 35 durch, ging dann aber in der folgenden Runde aus dem Rennen.

Großbritannien räumt alle Titel ab

Den Weltmeistertitel in der Einzelwertung der Frauen sicherte sich die Britin Naomi Robinson (3:13:40 h), die knapp vier Minuten Vorsprung auf ihre Landsfrau Katrina Ballantyne (3:17:25 h) herauslief. Das Podium komplettierte die Polin Monika Brzozowska (3:19:03 h). Auch im Team gab es Gold für Großbritannien (9:53:41 h) vor Polen (10:01:34 h) und Japan (10:38:03 h).

Bei den Männern gelegten Läufer aus Großbritannien in der Einzelwertung gleich die Plätze eins bis sechs. Sieger Alex Milne unterbot in 2:46:09 Stunden die bisherige europäische Bestleistung von Aleksandras Sorokinas (Litauen; 2:53:51 h). Damit eine Zeit über diese Strecke offiziell als Europarekord anerkannt werden kann, hat der Europaverband European Athletics eine Zeit von 2:45:00 Stunden als Mindestleistung festgelegt.

Silber ging an Charlie Davis (2:47:15 h) vor Logan Smith (2:47:30 h). Auch in der Mannschaft waren die Briten (8:20:54 h) klar vorn. Silber ging an Indien (8:52:07 h) vor den USA (8:53:52 h).

Die Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik.

 

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