Im Sindelfinger Floschenstadion wurden am Sonntag vier DM-Titel im Winterwurf bei den Männern und der männlichen Jugend U18 vergeben. Hier lesen Sie von Disziplin zu Disziplin, wer sich im Titelrennen durchgesetzt hat.
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Männer
Diskuswurf
Steven Richter standesgemäß vorn
Von der Vorleistung her mit fast 70 Metern war Steven Richter (LV 90 Erzgebirge) der logische Goldkandiat mit dem Männer-Diskus. Auf 64,25 Meter kam er im besten Wurf und hätte auch mit jedem anderen seiner vier gültigen Versuche, die alle über 61 Meter landeten, den Wettkampf im am Sonntag endlich trockenen Sindelfinger Wurfring gewonnen.
„Ich hätte gern noch ein Stück weiter geworfen“, erklärte Steven Richter hinterher und will seinen Fokus nach dem Winter-Zwischenspiel jetzt voll auf den Sommer legen. „Eine 70-Meter-Bestweite wäre ein cooles Ziel“, sagte der Sachse und peilt auch im Stadion und „nicht auf der Segelwiese“ eine 67 bis 68 Meter an. Vizemeister Marius Karges ( Eintracht Frankfurt) übertraf mit 60,73 Metern knapp die 60-Meter-Marke, Magnus Többen (TSV Bayer 04 Leverkusen) kam als Bronzemedaillengewinner auf 56,71 Meter.
Speerwurf
Nick Thumm veredelt Gold mit Bestleistung
Schon im zweiten Versuch zeigte Lokalmatador Nick Thumm (VfB Stuttgart) der Konkurrenz, wer daheim unbedingt gewinnen will. Der Schwabe feuerte sein Wurfgerät auf die persönliche Bestweite von 82,03 Metern und ließ gleich im nächsten Durchgang mit 80,61 Meter einen weiteren 80er folgen. Zu weit am Sonntagnachmittag für die Konkurrenz.
„Ich bin nicht der Typ, der im Winter gern wirft“, wunderte sich der neue Deutsche Winterwurfmeister ein wenig über seinen Erfolg. Und fügte hinzu: „Wir haben im Winter gut gearbeitet und werden weiter dran schrauben.“ Ziel für den Sommer ist die EM-Norm, machte er selbstbewusst klar. Die Vizemeisterschaft sicherte sich mit 79,04 Metern Niklas Sagawe (TSG Bergedorf), Ex-Weltmeister Johannes Vetter (LG Offenburg) kam in seiner Comebacksaison als Dritter auf 78,76 Meter.
Männliche Jugend U18
Diskuswurf
Clesio de Carvalho kratzt an den 60 Metern
Nur um zehn Zentimeter verfehlte U18-Diskussieger Clesio de Carvalho (LG Steinlach-Zollern) die 60-Meter-Marke. Bereits im dritten Versuch hatte der erst 15-Jährige 59,33 Meter vorgelegt, die ebenfalls für den Gewinn der Winterwurf-Goldmedaille gereicht hätten. Und auch die Silberweite von John-Christian Schochardt war mit 58,60 Metern beachtlich. Zum Bronzemedaillengewinner Johannes Kunkel (beide SC Neubrandenburg; 52,92 m) klaffte dagegen eine größere Lücke.
Speerwurf
Quentin Albert gewinnt Zentimeter-Krimi
„Ich war eine Woche krank und dann so eine Leistung“, staunte Quentin Albers (SC Potsdam) selbst am allermeisten über seinen Winterwurferfolg mit dem Speer U18. Der Wettbewerb war ein Zentimeter-Krimi zwischen Quentin Albers und dem ein Jahr jüngeren Bayern Louis Jungblut (TSV Unterhaching). Der legte in Durchgang zwei 66,37 Meter vor, Quentin Albers konterte in Versuch vier mit der Siegesweite von 66,41 Metern. Danach gab es an der Spitze keine weitere Verschiebung und beide beendeten die Konkurrenz mit einem ungültigen Wurf. Bronze ging mit 63,75 Metern an Jim Hinzmann (SCC Berlin), der in das Duell ganz vorn nicht eingreifen konnte.
Foto: Nick Thumm gewann den Speerwurf mit neuer Bestleistung von 82,03 Metern.