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Hallen-DM Dortmund | Die große Vorschau auf die Wettbewerbe der Männer

Der deutsche Mittelstreckler Alexander Stepanov läuft bei einem Hallenrennen als Erster ins Ziel. © Stefan Mayer
Die Deutschen Hallenmeisterschaften 2026 in Dortmund stehen bevor, und mit ihnen der nationale Höhepunkt der Hallensaison! 13 deutsche Meistertitel werden am Wochenende in den Wettbewerben der Männer vergeben. Wir blicken für Sie voraus auf die Entscheidungen und verraten, welche Athleten sich für den Kampf um die Medaillen die besten Chancen ausrechnen können.
Martin Neumann / Jane Sichting

Hallen-DM 2026 Dortmund

60 Meter

Sprint Royale mit drei Deutschen Rekordhaltern und einem Favoriten

Er ist über 100 Meter der schnellste Deutsche, hat auch schon die 200 Meter bei den Deutschen Hallenmeisterschaften gewonnen. Doch ein Titel fehlt Owen Ansah noch: der über 60 Meter in der Halle. Das könnte sich am Samstagnachmittag ändern. Dann geht der Sprinter vom Hamburger SV als Gold-Favorit ins Medaillenrennen in der Helmut-Körnig-Halle, die passenderweise nach dem dreimaligen Sprint-Medaillengewinner bei den Olympischen Spielen benannt ist.

Zwar ist Owen Ansah bisher nur beim Meeting in Karlsruhe gestartet, konnte aber mit 6,55 Sekunden (Finale) und 6,59 Sekunden (Vorlauf) zwei Top-Zeiten erzielen. Ebenfalls 6,59 Sekunden ist Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar) in diesem Jahr gelaufen. Der Deutsche Rekordhalter über 60 Meter bringt einen Top-Start mit, erreicht aber nicht die Maximalgeschwindigkeit von Owen Ansah. Mit Joshua Hartmann (ASV Köln) ist der dritte deutsche Sprint-Rekordler (200 m) mit dabei. Der Kölner ist bisher in diesem Winter 6,62 Sekunden gelaufen. Vor ihm platziert ist Yannick Wolf (Munich Athletics) mit 6,60 Sekunden.

Mit Heiko Gussmann (Sprintteam Wetzlar; 6,62 sec), Aleksandar Askovic (TSV Bayer 04 Leverkusen), Titelverteidiger Robin Ganter (MTG Mannheim; 6,66 sec) und Deniz Almas (TV Wattenscheid 01) lauert ein Quartett im Windschatten der Favoriten auf seine Chance. Bei dieser extrem starken Besetzung könnte sogar der Deutsche Rekord in Reichweite kommen. Den halten gemeinsam Kevin Kranz (2021) und der heutige Bundestrainer Julian Reus (2016) mit 6,52 Sekunden.

Titelverteidiger: Robin Ganter (MTG Mannheim; 6,56 sec)
Jahresbester: Owen Ansah (Hamburger SV; 6,55 sec)
Hallen-WM-Norm von WA: 6,59 sec


200 Meter

Robin Ganter peilt „vierten Streich“ an

In der Vorbereitung wurde Robin Ganter (MTG Mannheim) gesundheitlich ausgebremst. Ein 200-Meter-Rennen konnte der Titelverteidiger daher noch nicht in diesem Winter bestreiten und ist per Sonderstartrecht in Dortmund dabei. Steht er am Sonntag auf der Bahn, dürfte der Titel zweifelsohne nur über ihn gehen. Schließlich hat der den DM-Titel über die Hallenrunde zuletzt dreimal in Folge gewonnen: ein Beweis seiner Stärke auf der technisch anspruchsvollen Distanz.

Anders als die Konkurrenz ist Robin Ganter bereits mehrfach unter der 21-Sekunden-Marke geblieben. Eine solche Zeit peilen i Dortmund auch Karl Gattinger (LG Stadtwerke München; 21,13 sec) und Maurice Grahl (ASV Köln; 21,15 sec) an. Das Duo hat in den bisherigen Rennen der Hallensaison den stärksten Eindruck über 200 Meter hinterlassen. Erstmals werden in diese Jahr die Medaillen über die Hallenrunde in zwei gleichberechtigten Zeitfinals vergeben, wobei jeweils die Bahnen drei bis sechs besetzt werden.

Titelverteidiger: Robin Ganter (MTG Mannheim; 20,85 sec)
Jahresbester: Karl Gattinger (LG Stadtwerke München; 21,13 sec)
Keine Hallen-WM-Disziplin 


400 Meter

Jean Paul Bredau jagt den Meisterschaftsrekord

Drei 400-Meter-Rennen hat Jean Paul Bredau (VfL Wolfsburg) in diesem Winter bereits bestritten. Mit allen drei erzielten Zeiten liegt er vor der nationalen Konkurrenz. Gleich zum Saisonauftakt in Luxemburg steigerte der 26-Jährige seine Bestzeit (gleichzeitig Meisterschaftsrekord) um eine Hundertstel auf 45,94 Sekunden. Das zeigt, wie stark der EM-Dritte über 4x400 Meter in Form ist. Erwischt der Wolfsburger ein perfektes Rennen, könnte er sogar seinen zwei Jahre alten Meisterschaftsrekord nach unten drücken.

In seinem Windschatten wird speziell ein Quartett auf eine Schwäche des Goldfavoriten lauern. Mit Thorben Finke (SV Sigiltra Sörgel; 46,57 sec) und Fabian Dammermann (LG Osnabrück: 46,58 sec) konnten zwei Medaillenanwärter vor zwei Wochen in Erfurt neue Bestzeiten aufstellen. Auch Lukas Krappe (SCC Berlin) blieb zuletzt mit 46,97 Sekunden unter der 47-Sekunden-Marke. Stets zu beachten ist Florian Kroll (LG Osnabrück), der 2025 sensationell zum Titel lief. Er war in der Vorbereitung erkrankt ausgefallen, ist aber mittlerweile schon wieder bei 47,00 Sekunden angelangt. Wie über 200 Meter werden die Medaillen in zwei Zeitfinals mit insgesamt acht Langsprintern vergeben.

Titelverteidiger: Florian Kroll (LG Osnabrück; 47,15 sec)
Jahresbester: Jean Paul Bredau (VfL Wolfsburg; 45,94 sec)
Hallen-WM-Norm von WA: 45,80 sec


800 Meter

Das Youngster-Duell fällt aus

Mit neuen Bestzeiten haben sich Alexander Stepanov (VfL Sindelfingen; 1:45,89 min) und Malik Skupin-Alfa (LG Offenburg; 1:45,95 min) auf die Plätze vier und fünf der ewigen deutschen Hallenbestenliste über 800 Meter geschoben. Es wäre also ein Mittelstrecken-Duell auf höchstem Niveau geworden. Doch leider muss Malik Skupin-Alfa auf einen Start in Dortmund verzichten. Eine Erkrankung macht dem 21-Jährigen einen Strich durch die Rechnung.

So liegt die Favoritenrolle bei einem anderen 21-Jährigen: Alexander Stepanov (Foto). Der WM-Starter von Tokio dürfte nur schwer zu schlagen sein, zu schnell ist er auf der letzten Runde. Das bewies er unter anderem bei seinen Siegen in Karlsruhe und Liévin (Frankreich). Der Sindelfinger zog dabei seiner Konkurrenz davon und lief zum Sieg.

Für schnelle Schlussrunden ist auch Rocco Martin (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig) gut. Er ist oft auf den 400 Metern unterwegs und verfügt daher über einen hohen Endspeed. Nicht mit dabei ist Titelverteidiger Luis Oberbeck (LG Göttingen). Er konnte vergangenes Jahr Alexander Stepanov bezwingen, hat aber in diesem Winter noch keine Rennen bestritten.

Titelverteidiger: Luis Oberbeck (LG Göttingen; 1:48,17 min)
Jahresbester: Alexander Stepanov (VfL Sindelfingen; 1:45,89 min)
Hallen-WM-Norm von WA: 1:45,90 min


1.500 Meter

Marius Probst bereit für den Hattrick

Gleich vier Mittelstreckler kommen mit Saisonbestzeiten unter 3:40 Minuten nach Dortmund. Damit sind die 1.500 Meter äußerst stark besetzt. Dabei ist der Deutsche Rekordhalter gar nicht am Start: Robert Farken (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig) startet über 3.000 Meter und misst sich über die 15 Hallenrunden mit den Langstrecklern. So ist das Rennen um de Medaillen offen. Doch mit Marius Probst (TV Wattenscheid 01) ist ein Läufer dabei, der speziell bei Meisterschaftsrennen seine Stärken hat.

Das hat der ehemalige U23-Europameister schon häufig bewiesen und peilt in Dortmund seinen dritten Titel in Folge an. Mit einer Saisonbestzeit von 3:38,42 Minuten liegt er zwar knapp hinter Hindernisspezialist Karl Bebendorf (Dresdner SC; 3:38,15 min), doch in Sachen Spurtvermögen hat der Wattenscheider bessere Trümpfe in der Hand. Zu gern würde er bei seinem „Heimspiel“ in der Helmut-Körnig-Halle den Titel-Hattrick perfekt machen.

Mit dem in diesem Winter auf 3:39,05 Minuten verbesserten Tobias Tent (LG Stadtwerke München) und Marvin Heinrich (Eintracht Frankfurt; 3:39,93 min) haben zwei weitere 1.500-Meter-Spezialisten Medaillenambitionen angemeldet. Sogar auf 3:37,71 Minuten hat sich Paul Specht (VfL Sindelfingen) in diesem Winter verbessert. Er ist allerdings in der US-Collegesaison am Start und fehlt daher in Dortmund.

Titelverteidiger: Marius Probst (TV Wattenscheid 01; 3:38,14 min)
Jahresbester: Robert Farken (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig; 3:34,25 min)
Hallen-WM-Norm von WA: 3:36,00 min


3.000 Meter

Eine Gleichung mit vielen Unbekannten

Blickt man auf die Jahresbestenliste scheint die Ausgangslage klar: Florian Bremm (Franconia Athletics) führt mit 7:40,39 Minuten und neun Sekunden Vorsprung die deutsche Bestenliste an. Doch das 3.000-Meter-Finale am Freitagabend ist eine Gleichung mit vielen Unbekannten. Denn gleich vier Top-Läufer sind gemeldet, die in dieser Saison noch keine 3.000-Meter-Zeit auf dem Konto haben. Bei Robert Farken (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig) die „Abstinenz“ von den 15 Hallenrunden sogar noch deutlich länger. 2022 lief er 7:51,42 Minuten – seitdem hat er kein Rennen mehr über diese Distanz bestritten.

Trotzdem zählt der Leipziger zu den Favoriten, hat er doch seitdem die Deutschen Rekorde in der Halle und im Freien über 1.500 Meter und die Meile klar gesteigert. Die Konkurrenz dürfte also das Rennen schnell gestalten, um den Leipziger vielleicht vor der Schlussrunde abzuschütteln. Auch der Deutsche Hindernisrekordler Frederik Ruppert, Titelverteidiger Maximilian Thorwirth (beide LAV Stadtwerke Tübingen) bei seinem letzten Hallen-DM und Hindernisspezialist Karl Bebendorf (Dresdner SC), der auch über 1.500 Meter gemeldet ist, laufen ihr erstes 3.000-Meter-Rennen des Winters. Auch 1.500-Meter-Spezialist mit Marc Tortell (Athletics Team Karben; 8,01,70 min) und Robin Müller (LG Ohra Energie; 8:02,11 min) wollen ihre Medaillenchance nutzen, falls die Favoriten schwächeln sollten. Es ist also alles angerichtet für ein 3.000-Meter-Spektakel am Freitagabend.

Titelverteidiger: Maximilian Thorwirth (SFD 75 Düsseldorf; 7:51,03 min)
Jahresbester: Florian Bremm (Franconia Athletics; 7:40,39 min)
Hallen-WM-Norm von WA: 7:33,00 min


60 Meter Hürden

Neuer Meister gesucht

Eins ist klar: Es wird einen neuen Deutschen Hallenmeister über 60 Meter Hürden geben. Denn die Meister der vergangenen Jahre, Manuel Mordi (Hamburger SV) und Tim Eikermann (TSV Bayer 04 Leverkusen), sind aufgrund von Trainingsrückstand und Verletzung nicht am Start. Auch Goldkandidat Gregory Minoue (Tracksrunner Bonn) wurde von einer Verletzung ausgebremst.

Die besten Chancen auf seinen ersten Titel hat Stefan Volzer. Der Leverkusener hat sich in diesem Jahr auf 7,75 Sekunden gesteigert. Zwei weitere Male blieb er unter seiner alten Bestzeit von 7,83 Sekunden. Ihm auf den Fersen ist Fred Isaac Fleurisson (Eintracht Frankfurt). Der Zehnkämpfer hat sich in diesem Jahr auf 7,80 Sekunden verbessert und läuft konstant unter 7,90 Sekunden. Dahinter macht sich ein halbes Dutzend Hürdensprinter Hoffnung aufs Podest.

Titelverteidiger: Manuel Mordi (Hamburger SV; 7,58 sec)
Jahresbester: Stefan Volzer (TSV Bayer 04 Leverkusen; 7,75 sec)
Hallen-WM-Norm von WA: 7,65 sec


Hochsprung

Erster DM-Titel für Falk Wendrich?

In die Höhen, bei denen international Medaillen vergeben werden, hat sich in diesem Jahr noch kein deutscher Hochspringer geschwungen. Als Jahresbester weist mit 2,21 Meter lediglich der Hallen-DM-Dritte des vergangenen Jahre Falk Wendrich (LAZ Soest) eine Höhe mit einer Zwei hinter dem Komma auf. Die Konkurrenz liegt gut zehn Zentimeter darunter. Knapp zweieinhalb Jahre nach seinem Kreuzbandriss könnte sich Wendrich endlich den ersehnten Titel sichern. Doch Meisterschaften folgen zumeist eigenen Gesetzen, auf eine One-Man-Show sollte hier keiner setzen.

In Abwesenheit des Titelverteidigers Tobias Potye (Munich Athletics) sowie dem Europameister von 2018 Mateusz Przybylko (TSV Bayer 04 Leverkusen) ist die Vergabe der Medaillen offen wie nie. Während Florian Hornig (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Marlon Gräfe (LG Region Karlsruhe) Höhen von 2,12 und 2,11 Meter mit nach Dortmund bringen, folgen in der Meldeliste gleich fünf Athleten mit einer Saisonbestleistung von 2,08 Metern.  

Titelverteidiger: Tobias Potye (Cologne Athletics; 2,24 m)
Jahresbester: Falk Wendrich (LAZ Soest; 2,21 m)
Hallen-WM-Norm von WA: 2,30 m


Stabhochsprung

Duell der Vorjahressieger um den Solo-Sieg

Im vergangenen Jahr gingen sie wie bereits 2023 mit einem geteilten DM-Titel unter dem Hallendach nach Hause. Und auch dieses Jahr könnte die Ausgangslage im Stabhochsprung der Männer nicht spannender sein. Sowohl Torben Blech (TSV Bayer 04 Leverkusen) als auch Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf Athletics) reisen mit einer Saisonbestleistung von 5,70 Metern nach Dortmund – beide sind diese Höhe Ende Januar bei einem gemeinsamen Wettkampf in Cottbus gesprungen.

Zu erwarten ist am Samstag nicht nur eine Flugshow der beiden Favoriten, bei der sie sich gegenseitig pushen können, sondern auch ein spannender Wettstreit um Platz drei. Ein Augenmerk dürfte hierbei vor allem auf Marec Metzger (TSV Gräfelfing; 5,45 m) sowie Lokalmatador Constantin Rutsch (LG Olympia Dortmund; 5,43 m) liegen, der sich vom Heimpublikum beflügelt in einen Höhenrausch schwingen könnte. Nicht am Start sein werden hingegen Oleg Zernikel (ASV Landau), Gillian Ladwig (Schweriner SC) und Hendrik Müller (TSV Bayer 04 Leverkusen).

Titelverteidiger: Torben Blech (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf Athletics; beide 5,72 m)
Jahresbester: Torben Blech (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf Athletics; beide 5,70 m)
Hallen-WM-Norm von WA: 5,90 m


Weitsprung

Herden, Brucha, Batz: Die acht Meter im Visier

Der Weitsprung der Männer macht in diesem Winter besonders viel Spaß. Während der EM-Achte von Rom Luka Herden (LG Brillux Münster) mit starken 8,18 Metern bereits die Hallen-WM-Norm erfüllt und eindrucksvoll vorgelegt hat, nähern sich auch Kevin Brucha (TLV Germania Überruhr; 7,93 m) und der Olympia-Sechste Simon Batz (MTG Mannheim; 7,89 m) der Acht-Meter-Marke immer weiter an. Eine Weite, die auch der Dritte des vergangenen Jahres Simon Plitzko langfristig im Visier hat – einen Satz auf 7,80 Meter hat er in diesem Jahr schon in die Grube gesetzt.

Im vergangenen Jahr hatte sich mit Julian Holuschek (Eintracht Frankfurt) ein Überraschungssieger durchgesetzt. Der 20-Jährige wird in diesem Jahr aber fehlen. Somit ist der Kampf um die Medaillen wieder neu eröffnet. Spannung verspricht dabei vor allem die neu eingeführte Modifikation entsprechend des aktuellen Standards von World Athletics. So qualifizieren sich die besten zehn Starter im Weitsprung für den vierten Versuch, die Top Acht erreichen den fünften Versuch und nur die Top Sechs darf einen finalen sechsten Versuch absolvieren.

Titelverteidiger: Julian Holuschek (Eintracht Frankfurt; 7,76 m)
Jahresbester: Luka Herden (LG Brillux Münster; 8,18 m)
WHallen-WM-Norm von WA: 8,17 m


Dreisprung

Wachablösung im Dreisprung

Er scheint ein Abo auf Hallen-DM-Gold zu haben, nach neun gewonnen Titeln wird der große Favorit Max Heß (LAC Erdgas Chemnitz) in diesem Jahr allerdings in Dortmund fehlen. Aufgrund von Verletzungsproblemen verzichtet der Siebte der Olympischen Spiele auf eine Hallensaison. Somit ist der Dreisprung der Männer offen wie nie. Beste Chancen auf Gold hat entsprechend der Vorleistungen der Vorjahresdritte Mohammad Amin Alsalami (LAC Berlin; 15,86 m).

Dahinter kommen gleich mehrere Athleten für den Sprung aufs Podium infrage. In Abwesenheit von Steven Freund (LAC Erdgas Chemnitz), der 2025 Silber gewann, sowie Team-EM-Teilnehmer Pascal Boden (Dresdner SC), der nach einem Kreuzbandriss an seinem Comeback arbeitet, rücken etwa der Chemnitzer Maximilian Starke (15,50 m), Benedikt Maurer (LG Stadtwerke München; 5,46 m) und der deutsche U20-Hallenenmeister aus dem Vorjahr Peter Osazee (MTG Mannheim; 15,46 m) in den Fokus. Auch der auf 15,69 Meter verbesserte 20-jährige Milan Klosowski (Cologne Athletics) will seine Chance auf Edelmetall nutzen.

Titelverteidiger: Max Heß (LAC Erdgas Chemnitz; 17,00 m)
Jahresbester: Mohammad Amin Alsalami (LAC Berlin; 15,86 m)
Hallen-WM-Norm von WA: 16,90 m


Kugelstoß

Zwei Athleten, ein Ziel: 20 Meter und Gold

Im Kugelstoßen der Männer werden die Karten neu gemischt. Das gesamte Podium des Vorjahrs ist in Dortmund am Freitag nicht mit vertreten und bietet der Konkurrenz die Chance auf Edelmetall. Beste Chancen auf den Titel hat dabei Xaver Hastenrath (TSV Bayer Dormagen), der sich nach einem Verletzungsjahr in diesem Winter stark zurückgemeldet und mit neuer Bestleitung bereits an den 20 Metern gekratzt hat. Fünf Zentimeter fehlen im noch – bei der Hallen-DM wäre die beste Gelegenheit, diese auf seine 19,95 Meter draufzupacken.

Ebenfalls in Top-Form präsentierte sich in den vergangenen Wochen auch Nachwuchsathlet Georg Harpf (LG Stadtwerke München). Der Dritte der U20-WM von 2024 steigerte sich unter dem Hallendach auf 19,84 Meter, im Freien hat er die 20 Meter bereits übertroffen. Passt bei ihm in Dortmund alles zusammen, zählt auch der 20-Jährige zu den Kandidaten auf Gold. Mit Weiten unter 19 Meter sind es dahinter eine ganze Reihe von Athleten, die sich in die Medaillenränge stoßen können – u.a. Lukas Schober (SG Freital-Weißig 1961) oder Kevin Reim (WSG Schwarzenberg-Wildenau).

Titelverteidiger: Eric Maihöfer (VfL Sindelfingen; 20,37 m)
Jahresbester: Xaver Hastenrath (TSV Bayer Dormagen; 19,95 m)
Hallen-WM-Norm von WA: 21,20 m


4x200 Meter

Schnelle Münchner wollen die Revanche

Traditionell den Schlusspunkt unter Deutsche Hallenmeisterschaften setzen am Sonntag die Staffelentscheidungen über 4x200 Meter. Und hier hat vor allem das Quartett der LG Stadtwerke München noch eine Rechnung offen. Im Vorjahr hatte dieses zwar die schnellste Zeit auf die Bahn gebracht, verpasste Gold jedoch nach einem Protest und der folgenden Disqualifikation. In der Meldeliste stehen sie bereits wieder ganz oben, bringen sie das Staffelholz sicher durch, könnten ihnen dies auch in den Ergebnislisten von Dortmund gelingen.

Die größten Konkurrenten warten mit der zweiten Münchner Staffel dabei im eigenen Lager, gefolgt von den schnellen Männern aus Leverkusen. Vorjahressieger Wattenscheid hat bisher nur die sechstbeste Zeit aufzuweisen, allerdings kann in einem Staffelfinale viel passieren.

Titelverteidiger: TV Wattenscheid 01 (1:25,87 min) 
Jahresbester: LG Stadtwerke München 1 (1:25,12 min)
Keine Hallen-WM-Disziplin

Mehr:
Zur Hallen-DM-Vorschau der Frauen

Hallen-DM 2026 Dortmund

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