Die Deutschen Hallenmeisterschaften 2026 in Dortmund stehen bevor, und mit ihnen der nationale Höhepunkt der Hallensaison! 13 deutsche Meistertitel werden am Wochenende in den Wettbewerben der Frauen vergeben. Wir blicken für Sie voraus auf die Entscheidungen und verraten, welche Athletinnen sich für den Kampf um die Medaillen die besten Chancen ausrechnen können.
60 Meter
Nachwuchs-Sprinterinnen fordern die Stars
Mit Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar), Sophia Junk (LG Rhein-Wied) und Sina Mayer (LAZ Zweibrücken) sind drei der vier WM-Bronzemedaillengewinnerinnen in Dortmund mit von der Partie. Die Vierte im Bunde, Gina Lückenkemper (SCC Berlin), steht zwar für einen Einsatz mit ihrer Vereinsstaffel zur Verfügung, bestreitet in der Hallensaison aber keine weiteren Einzelrennen. Auch Titelverteidigerin Alexandra Burghardt (Cologne Athletics) konzentriert sich auf den Sommer. Mit Saison-Bestzeiten von 7,23 (Haase), 7,24 (Junk) und 7,26 Sekunden (Mayer) zählt das Bronze-Trio zum Kreis der Favoritinnen. Gefordert werden sie allerdings von gleich mehreren jungen Herausforderinnen.
Allen voran Philina Schwartz (Berlin Athletics). Die 19-Jährige hat als einzige deutsche Sprinterin bereits die Norm für die Hallen-WM geknackt – und das gleich mehrfach. Bei 7,17 Sekunden steht ihr Hausrekord. Zwei weitere Nachwuchs-Sprinterinnen haben sich am zurückliegenden Wochenende ins Blickfeld geschoben: Bei der Jugend-Hallen-DM in Sindelfingen lieferten sich Lena Anochili (Hamburger SV) und Emma Goretzka (LAC Berlin; beide 7,27 sec) ein Tausendstel-Finish. Beide gehören damit ebenso zu den Final-Anwärterinnen wie Sina Kammerschmitt (MTG Mannheim; 7,26 sec) und Viola John (LG Brillux Münster; 7,28 sec). svs
Titelverteidigerin: Alexandra Burghardt (LG Gendorf Wacker Burghausen; 7,13 sec)
Jahresbeste: Philina Schwartz (Berlin Athletics, 7,17 sec)
Hallen-WM-Norm von WA: 7,20 sec
200 Meter
Entscheidung mit einigen Fragezeichen
Die Titelverteidigerin ist auch die Jahresbeste. Mit 23,26 Sekunden hat Jessica-Bianca Wessolly (VfL Sindelfingen) fast vier Zehntelsekunden Vorsprung auf die Zweite der Meldeliste Corinna Schwab (LAC Erdgas Chemnitz; 23,64 sec). Die Sindelfingerin hat jedoch seit Mitte Januar kein Rennen mehr bestritten. So steht hinter ihrer Form ein Fragezeichen. Die Zweite der Jahresbestenliste Skadi Schier (SCC Berlin; 23,46 sec) startet nur über 400 Meter, U20-Europameisterin Judith Mokobe (USC Mainz; 23,63 sec) studiert in den USA und reist für die Hallen-DM nicht nach Deutschland.
So verspricht das Rennen um die Medaillen viel Spannung. 400-Meter-Spezialistin Corinna Schwab zählt, sollte sie den Doppelstart wagen, ebenso zu den Anwärterinnen auf Edelmetall wie Jessica Roos (LG Rhein-Wied; 23,66 sec), Svenja Pfetsch (Munich Athletics; 23,67 sec) und U20-Meisterin Lena Anochili (Hamburger SV; 23,80 sec). Mit einem Sonderstartrecht geht die zweimalige Deutsche Hallenmeisterin über 60 Meter Lisa Marie Kwayie (Berlin Athletics) ins Rennen. svs
Titelverteidigerin: Jessica-Bianca Wessolly (VfL Sindelfingen; 23,05 sec)
Jahresbeste: Jessica-Bianca Wessolly (VfL Sindelfingen; 23,26 sec)
Keine Hallen-WM-Disziplin
400 Meter
Johanna Martin diesmal die Herausforderin
2024 und 2025 ging Gold nur über Johanna Martin (1. LAV Rostock). Die Titelverteidigerin hat jedoch in diesem Jahr erst wenige Rennen bestritten. Mit gutem Grund: Die 19-Jährige befindet sich mitten in der Abitur-Vorbereitung. Mit 52,56 Sekunden präsentierte sie sich beim Gold-Meeting in Karlsruhe dennoch gut und kann sicher im Kampf um den Titel noch eine Schippe drauflegen. Die Jahresbeste ist bislang mit 52,27 Sekunden Freiluft-Meisterin Skadi Schier.
Für einen Start bei der Hallen-WM müssen sich beide noch ein wenig steigern: Die DLV-Bestätigungsnorm steht bei 52,10 Sekunden, für eine Qualifikation über die "Road to Kujawy Pomorze" wären noch schnellere Zeiten notwendig.
Zu den weiteren Medaillen-Kandidatinnen zählen Annkathrin Hoven (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Corinna Schwab (LAC Erdgas Chemnitz), die beide niedrige 53er-Zeiten mitbringen. Auch die mit Sonderstartrecht gemeldeten Elisa Lechleitner (LAZ Ludwigsburg) und Irina Gorr (TSV Gräfelfing) könnten zu beachten sein. Beide sind im Freien bereits unter 52 Sekunden geblieben. svs
Titelverteidigerin: Johanna Martin (1. LAV Rostock; 52,30 sec)
Jahresbeste: Skadi Schier (SCC Berlin; 52,27 sec)
Hallen-WM-Norm von WA: 51,75 sec
800 Meter
Weg frei für Smilla Kolbe
Die Jahresbeste Majtie Kolberg (LG Kreis Ahrweiler) hat sich gegen die 800 und für die 1.500 Meter entschieden. So rückt die Deutsche Freiluft-Meisterin Smilla Kolbe (Eintracht Frankfurt) mit 2:01,75 Minuten in die alleinige Favoritenrolle. Nur zwei weitere gemeldete Athletinnen waren in diesem Winter schneller als 2:05,00 Minuten: Tanja Spill (TSV Dormagen; 2:03,34 min), die bereits mehrere gute Rennen gezeigt und 2021 bereits einen DM-Titel in der Halle eingefahren hat. Und die frühere 400-Meter-Spezialistin Alica Schmidt (SCC Berlin). Die Trainingskollegin von Smilla Kolbe ist mittlerweile bei 2:03,99 Minuten angekommen.
Zu den nächsten Verfolgerinnen gehören Verena Meisl (TV Wattenscheid 01; 2:05,36 min) und Karolina Mia Haas. Die Lokalmatadorin von der LG Olympia Dortmund lief Anfang Februar beim Indoor Meeting in der Helmut-Körnig-Halle 2:05,85 Minuten. Im vergangenen Jahr überraschte sie in einem taktischen Meisterschaftsrennen mit Hallen-DM-Silber. Die Läuferin, die damals über Gold jubelte, ist diesmal nicht mit von der Partie: Nach Fußproblemen in der Vorbereitung verzichtet Jana Becker (Königsteiner LV) auf Starts unter dem Hallendach. Die 19-Jährige wird allerdings vor Ort sein, um den Preis der "Jugend-Leichtathletin des Jahres" 2025 entgegenzunehmen. svs
Titelverteidigerin: Jana Becker (Königsteiner LV; 2:08,67 min)
Jahresbeste: Majtie Kolberg (LG Kreis Ahrweiler; 2:01,42 min)
Hallen-WM-Norm von WA: 2:00,90 min
1.500 Meter
Nele Weßel gegen Majtie Kolberg
Auf einen spannenden Showdown dürfen sich die Zuschauerinnen und Zuschauer über 1.500 Meter freuen. Haupt-Protagonistinnen dürften WM-Finalistin Nele Weßel (Königsteiner LV) und Titelverteidigerin Majtie Kolberg (LG Kreis Ahrweiler) sein. Nele Weßel hat Anfang Februar beim Indoor Meeting in Karlsruhe mit 4:05,47 Minuten bereits die Hallen-WM-Norm abgehakt. Im selben Rennen steigerte sich Majtie Kolberg auf 4:06,06 Minuten.
Ein taktisches Hallen-DM-Finale könnte der eigentlichen 800-Meter-Spezialistin Kolberg in die Karten spielen, zumal Nele Weßel auch mit einem 3.000-Meter-Start plant und daher am Sonntag schon einige "Extra-Meter" in den Beinen haben dürfte. Jedoch wird die 26-Jährige auch eine Extra-Portion Motivation mitbringen, ihre Position als deutsche Nummer eins zu verteidigen. Im Sommer hatte sie sich bei der DM in Dresden haarscharf Jolanda Kallabis (FT 1844 Freiburg) geschlagen geben müssen. Diese wiederum lässt die Hallensaison verletzungsbedingt aus.
Hinter den beiden Favoritinnen drängt die Jugend nach vorn. Vanessa Mikitenko (Silvesterlauf Trier), U23-Vize-Europameisterin über 5.000 Meter, ist mit 4:13,21 Minuten die nationale Nummer drei, konzentriert sich aber auf die 3.000 Meter. Adia Budde (LAV Stadtwerke Tübingen), U23-Vize-Europameisterin über die Hindernisse, hat mit 4:15,42 Minuten ebenso Medaillenchancen wie die Deutsche Freiluft-Meisterin von 2024 Vera Coutellier (Cologne Athletics; 4:15,60 min). Als frischgebackene Deutsche Jugend-Hallenmeisterin reist Lera Miller (VfL Löningen; 4:20,22 min) an. Die 18-Jährige hat vergangenes Jahr als Siebte schon bewiesen, dass sie sich im Wettstreit mit der erfahrenen Konkurrenz gut behaupten kann. svs
Titelverteidigerin: Majtie Kolberg (LG Kreis Ahrweiler; 4:13,65 min)
Jahresbeste: Nele Weßel (Königsteiner LV; 4:05,47 min)
Hallen-WM-Norm von WA: 4:06,00 min
3.000 Meter
Elena Burkard ist die Gejagte
Als Jahresbeste und amtierende Deutsche Hallen-Vizemeisterin ist Elena Burkard (LG farbtex Nordschwarzwald) über 3.000 Meter die Athletin, die es zu schlagen gilt. Mit 9:02,12 Minuten ist sie auf dem Papier mehr als zwölf Sekunden schneller als Katja Bäuerle (VfL Sindelfingen; 9:14,95 min), die Nummer zwei der Meldeliste. Lotte Meyberg (TSV Bayer 04 Leverkusen) hat ihre Bestmarke in diesem Winter um zehn Sekunden nach unten geschraubt und ist nun bei 9:17,88 Minuten angekommen. Titelverteidigerin Lea Meyer (VfL Löningen) ist nicht am Start.
Jedoch haben einige Athletinnen noch nicht alle Karten auf den Tisch gelegt. Die Vorjahresdritte Vanessa Mikitenko (Silvesterlauf Trier) hat außer Konkurrenz bei den hessischen Meisterschaften kontrollierte 9:22,89 Minuten auf die Bahn gebracht, ohne dabei ans Limit gehen zu müssen. Im vergangenen Jahr ist sie im Freien schon unter neun Minuten geblieben und zählt damit zum engeren Kreis der Medaillen-Aspirantinnen. Noch ohne 3.000-Meter-Rennen in dieser Saison sind Nele Weßel (Königsteiner LV), die vergangenes Jahr Vierte wurde, und die U23-Vize-Europameisterin über 10.000 Meter Kira Weis (KSG Gerlingen). Beide können in Topform ebenfalls Richtung Podium laufen.
Mit einem bemerkenswerten Auftritt in der 3x800-Meter-Staffel hat Leandra Lorenz (Berlin Track Club), im Vorjahr Cross-DM-Zweite auf der Mittelstrecke, am zurückliegenden Wochenende auf sich aufmerksam gemacht. Gut möglich, dass sie beim Saison-Höhepunkt ihre Jahresbestzeit von 9:24,71 Minuten noch einmal angreifen kann. Auch Nele Heymann (LG Brillux Münster), U23-EM-Vierte über 10.000 Meter, ist eine Steigerung ihrer Bestmarke von 9:25,75 Minuten zuzutrauen. svs
Titelverteidigerin: Lea Meyer (VfL Löningen; 8:53,82 min)
Jahresbeste: Elena Burkard (LG farbtex Nordschwarzwald; 9:02,12 min)
Hallen-WM-Norm von WA: 8:35,00 min
60 Meter Hürden
Zwei unter acht und viele in Lauerposition
Zwei Athletinnen sind in diesem Winter bereits unter acht Sekunden geblieben: Marlene Meier (TSV Bayer 04 Leverkusen; 7,97 sec), Deutsche Hallenmeisterin von 2025, und Rosina Schneider (TV Sulz; 7,99 sec), Deutsche Hallenmeisterin von 2024. Beide haben damit zugleich die Hallen-WM-Norm unterboten, die bei 8,02 Sekunden steht. Die Top Zwei der Hallen-DM werden bei erfüllter Hallen-WM-Norm vorrangig für die Titelkämpfe in Torun nominiert.
Interesse an einem Hallen-WM-Start hat auch Franziska Schuster (TSV Bayer 04 Leverkusen) bekundet. Ihr fehlen noch vier Hundertstelsekunden zur Norm. Ebenso schnell war die Deutsche Freiluftmeisterin Ricarda Lobe (MTG Mannheim). Mit einer Bestzeit von 8,09 Sekunden lauert auch Lia Flotow (1. LAV Rostock) auf die Medaillenränge. Bei der Freiluft-DM in Dresden wurde sie bereits Dritte. Einen Platz vor ihr landete dort die U23-EM-Fünfte Amira Never (LAC Erdgas Chemnitz; 8,16 sec). Eine bemerkenswerte Steigerung auf 8,17 Sekunden hat die 30 Jahre alte Johanna Büchs (LG Main-Spessart) hingelegt.
Dahinter folgen in der Jahresbestenliste die U20-Talente. Mit viel Selbstvertrauen dürfte die frisch gekürte Deutsche Jugendmeisterin Amalia Pannach (Dresdner SC 1898; 8,22 sec) anreisen. Noch zwei Hundertstel schneller war in diesem Jahr Shira Kurzawa (LAC Erdgas Chemnitz), die in Sindelfingen auf Platz drei sprintete. svs
Titelverteidigerin: Marlene Meier (TSV Bayer 04 Leverkusen; 7,96 sec)
Jahresbeste: Marlene Meier (TSV Bayer 04 Leverkusen; 7,97 sec)
Hallen-WM-Norm von WA: 8,02 sec
Hochsprung
Dauer-Duell plus Herausforderinnen
Sie sind in den vergangenen Jahren die dominierenden Hochspringerinnen in Deutschland: Christina Honsel (TV Wattenscheid 01) und Imke Onnen (Cologne Athletics). Beide haben schon vier nationale Titel auf ihrem Konto, jeweils zwei davon stammen aus der Halle. In diesem Winter hat bisher Imke Onnen die besseren Ergebnisse vorzuweisen, Christina Honsel stieg später als ursprünglich geplant in ihre Wettkampfsaison ein. Es sieht wieder nach einem Duell um den DM-Titel aus.
Im vergangenen Winter war die Ausgangslage ähnlich, es setzte sich aber eine andere Athletin durch. Mit einem blitzsauberen ersten Versuch über 1,90 Meter schnappte sich Bianca Stichling (TSV Bayer 04 Leverkusen) den Sieg. Die Titelverteidigerin hat sich in der laufenden Hallensaison wieder in guter Form präsentiert. Zu den Herausforderinnen zählen auch Johanna Göring (SV Salamander Kornwestheim) und Joana Herrmann (SV Teuto Riesenbeck). jhr
Titelverteidigerin: Bianca Stichling (TSV Bayer 04 Leverkusen; 1,90 m)
Jahresbeste: Imke Onnen (Cologne Athletics; 1,93 m)
Hallen-WM-Norm von WA: 1,96 m
Stabhochsprung
Leistungsträgerinnen melden sich zurück
Schon mehrfach hat Jacqueline Otchere (MTG Mannheim) gezeigt, dass sich für den Sprung an die nationale Spitze und den Anschluss an die internationale Klasse gut ist. Immer wieder wurde die 29-Jährige aber auch von Verletzungen und gesundheitlichen Rückschlägen ausgebremst. Nach nur wenigen Wochen Training meisterte die dreimalige Deutsche Meisterin in diesem Winter wieder ihre Bestleistung von 4,60 Metern, und das in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle. Das war eine perfekte Generalprobe für die Hallen-DM.
Anjuli Knäsche (VfB Stuttgart 1893), die auch schon einen Restart ihrer Karriere hinter sich hat und längst auch als Trainerin tätig ist, konnte in diesem Winter ebenfalls schon ihre Bestleistung von 4,55 Metern einstellen. Das verspricht einen Stabhochsprung-Wettkampf, der sich erst jenseits der Höhen von 4,40 Meter entscheidet. Aus der jüngeren Generation wollen Tamineh Steinmeyer (LAZ Zweibrücken) und Moana-Lou Kleiner (SC Potsdam) mitziehen. Auf dem Weg zurück ist Sarah Vogel (Eintracht Frankfurt). jhr
Titelverteidigerin: Anjuli Knäsche (VfB Stuttgart 1893; 4,50 m)
Jahresbeste: Jacqueline Otchere (MTG Mannheim; 4,60 m)
Hallen-WM-Norm von WA: 4,70 m
Weitsprung
Titelsammlerin im Anflug
Ihr Name ist nicht nur ganz eng mit dem Weitsprung verbunden. Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) ist seit Jahren ein Aushängeschild der deutschen Leichtathletik insgesamt. In diesem Winter hat die 32-Jährige bei ihren Meetingauftritten in Düsseldorf und Karlsruhe noch nicht die größten Weiten vorgelegt. Nach einem Trainingsblock ist eine Steigerung das Ziel. Schon zum neunten Mal in Folge könnte dann der DM-Titel in der Halle herausspringen. Eine bemerkenswerte Serie.
Laura Raquel Müller (Unterländer LG) möchte sich in Richtung ihrer starken Form der Hallensaison von vor zwei Jahren zurückarbeiten. Die Jahresbeste Libby Buder (TSG Bergedorf) hat schon DM-Silber und -Bronze. Das Leistungsniveau der 22-Jährige hat eine konstant steigende Tendenz. Zu den Herausforderinnen der Titelsammlerin Malaika Mihambo und damit den Kandidatinnen fürs Podest gehören auch Imke Daalmann (TSV Bayer 04 Leverkusen; 6,49 m) und Helena Börner (LAC Erdgas Chemnitz; 6,48 m). jhr
Titelverteidigerin: Malaika Mihambo (LG Kurpfalz; 6,79 m)
Jahresbeste: Libby Buder (TSG Bergedorf; 6,58 m)
Hallen-WM-Norm von WA: 6,75 m
Dreisprung
14 Meter im Visier
Caroline Joyeux (LG Nord Berlin) ist die Aufsteigerin der vergangen Freiluft-Saison, als sie sich bis auf 14,45 Meter steigerte, an ihrer ersten WM teilnahm und ihren ersten nationalen Titel gewann. In der Halle sind die 14 Meter noch nicht gefallen, mit 13,94 Metern ist die 24-Jährige in diesem Winter aber schon ganz nah dran. Mit der gleichen Vorleistung reist Kira Wittmann (Hannover 96) an, die vor drei Jahren bei der Hallen-DM in Dortmund zum bisher einzigen Mal in ihrer Karriere die 14 Meter übertraf und an die nationale Spitze sprang.
Gelingt es diesmal vielleicht sogar beiden Athletinnen Hop, Step und Jump so harmonisch aneinander zu reihen und über die 14-Meter-Marke zu fliegen? Im vergangenen Winter war das Jessie Maduka gelungen, die den Winter verletzungsbedingt auslassen muss. Erste Anwärterinnen auf Bronze sind Sarah-Michelle Kudla (LG Nord Berlin; 13,78 m) und Anna Gräfin Keyserlingk (LG Göttingen; 13,58 m), sie sind jeweils Trainingspartnerinnen der beiden Gold-Kandidatinnen. jhr
Titelverteidigerin: Jessie Maduka (Cologne Athletics; 14,04 m)
Jahresbeste: Kira Wittmann (Hannover 96; 13,94 m); Caroline Joyeux (LG Nord Berlin; 13,94 m)
Hallen-WM-Norm von WA: 14,15 m
Kugelstoß
Wieder voll da
Das neue Wettkampf-Jahr hat für Yemisi Ogunleye (MTG Mannheim) wieder bestens begonnen. Mit 19,86 Metern hat die Olympiasiegerin schon wieder an den 20 Metern gekratzt, die sie im vergangen Winter bei der Hallen-DM mit dem bisher weitesten Stoß ihrer Karriere übertreffen konnte. Und zum Auftakt der Titelkämpfe haben die Kugelstoßerinnen die DM-Bühne am Freitagabend wieder für sich. Es ist also alles bereit, dass sich die 27-Jährige weiteres Selbstvertrauen für die Hallen-WM holt.
Das möchte auch Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge), der nach dem vergangenen Sommer auch in der Halle ihr erster 19-Meter-Stoß gelungen ist. Diese Leistung auch bei einem Meisterschafts-Wettkampf möglichst in den ersten drei Versuchen zu bestätigen, wäre ganz im Sinne der WM-Finalistin des vergangenen Sommers. U23-Europameisterin Nina Ndubuisi (SG Schorndorf 1846) fehlt aufgrund ihres USA-Studiums. So ist Julia Ritter (TV Wattenscheid 01), die nach ihrem Abstecher zum Drehstoß wieder zur Angleittechnik zurückgekehrt ist, erste Bronze-Anwärterin. jhr
Titelverteidigerin: Yemisi Ogunleye (MTG Mannheim; 20,27 m)
Jahresbeste: Yemisi Ogunleye (MTG Mannheim; 19,86 m)
Hallen-WM-Norm von WA: 18,90 m
4x200 Meter
Titel könnte wieder nach München gehen
Im vergangenen Jahr ging der Staffel-Sieg an die LG Stadtwerke München. Mit Svenja Pfetsch und Denise Uphoff starten zwei beteiligte Athletinnen seit dem Jahreswechsel für den neuen Münchner Ableger von „Germany Athletics“, dessen Staffel die Siegerzeit aus dem Vorjahr in diesem Winter schon unterboten hat. Mit Hürdenspezialistin Daryl Ndasi steht eine dritte Athletin von Munich Athletics vor dem Meisterschafts-Wochenende unter den Top 20 im DLV über 200 Meter. Auch der TSV Bayer 04 Leverkusen, der seine erste Staffel bei der Hallen-DM 2025 nicht ins Ziel brachte, hat die damalige Siegerzeit in der laufenden Saison schon unterboten sowie mit Amelie Dierke und Anne Böcker bisher zwei Athletinnen in den Top 20 der Jahresbestenliste über die Einzelstrecke.
Wie im vergangenen Jahr im Medaillenkampf auf der Rechnung haben, sollte man den SCC Berlin, zumal neben der bisher zweitschnellsten Athletin des Winters über 200 Meter Skadi Schier auch der Name Gina Lückenkemper in der Meldeliste im Aufgebot des Hauptstadtvereins auftaucht. Auch der LAC Erdgas Chemnitz hat schon eine Zeit vorgelegt, die in Richtung Podium führen könnte. jhr
Titelverteidigerinnen: LG Stadtwerke München (1:35,96 min)
Jahresbeste: Munich Athletics (1:35,70 min)
Keine Hallen-WM-Disziplin
Die Vorschau auf die Männer-Wettbewerbe folgt am Mittwoch!