| Düsseldorf

Masters-DM, Tag 3 | Vier Deutsche Bestleistungen veredeln Abschlusstag

© Kai Peters
Am dritten und letzten Tag der Masters-Hallen-DM in Düsseldorf waren am Sonntag die Hürdensprinterinnen und -sprinter in Rekordlaune. Auch im Hochsprung gab es eine neue nationale Bestmarke inklusive Weltrekordversuch.
dd/mbn

Zum Abschluss der Deutschen Hallenmeisterschaften der Masters standen am Sonntag in Düsseldorf zahlreiche Entscheidungen auf dem Programm. Im Hochsprung der Altersklasse W50 fiel sogar fast der Weltrekord. Zunächst übersprang Caroline Loewenthal (LG Nord Berlin) im zweiten Versuch 1,59 Meter und steigerte damit die Deutsche Hallenbestleistung von Petra Koliwer um einen Zentimeter. Danach ließ die Berlinerin 1,61 Meter auflegen und damit exakt die W50-Weltrekordhöhe von Alison Wood (USA). Doch am Sonntag sollte es mit der globalen Bestmarke nicht klappen.

Zwei Deutsche Bestleistungen erzielten die Hürdensprinterinnen. In der W50 verbesserte Jennifer Gartmann (LG Westerwald) die Top-Marke der Korbacherin Tatjana Schilling um drei Hundertstel auf 9,47 Sekunden. Bei den W75-Athletinnen war Grania Leaping Rabbit (Alsfelder SC) mit 13,87 Sekunden nicht zu schlagen und steigerte ihre eigene nationale Bestmarke um neun Hundertstelsekunden.

Auch im Hochsprung lag die Alsfelderin ganz vorn und gewann mit 1,08 Metern vor Hillen von Maltzahn (TSV Burgdorf; 1,05 m), die im Weisprung (3,22 m) und über 200 Meter (36,48 sec) die Goldmedaille gewann. Für weitere starke Hürdenzeiten sorgten als Deutsche Meisterinnen Tatjana Schilling (TSV Korbach; W55) mit 9,91 Sekunden, Dana Prada (TSV Friedberg-Fauerbach; W45) mit 9,11 Sekunden und Olga Becker (ABC Ludwigshafen; W65) mit 10,15 Sekunden.

Zwei W55-Weitspringerinnen weitengleich

Der W55-Weitsprung wurde zum Zentimeterkrimi: Denn sowohl Ulrike Gründel-Michel (Dresdner SC) als auch Diana Richter (TSV Korbach) kamen auf 4,38 Meter. Den Titel sicherte sich die Korbacherin dank des besseren zweiten Versuchs (4,37 m). In der W65 ging ein weiterer Titel aufs Konto von Olga Becker, die auf 4,19 Meter kam. Über 200 Meter der W60 setzte sich Iris Opitz (LAV Bad Köstritz) mit 27,99 Sekunden vor 400-Meter-Siegerin Barbara Gähling (LT DSHS Köln; 28,64 sec) durch. Schnellste W80-Starterin auf der Hallenrunde war Helga Glatzki (Crefelder SV; 44,85 sec), die am Samstag bereits die 60 Meter (12,15 sec) gewonnen hatte.

Am DM-Schlusstag wurden auch in den Wurfdisziplinen starke Leistungen erzielt. So schleuderte Bettina Schardt (MTG Mannheim) in der W50 den Diskus im letzten Versuch auf 39,35 Meter. Gleich im ersten Versuch im W45-Kugelstoß beförderte Mareike Metz (PSV Trier) ihr Arbeitsgerät auf 13,28 Meter und hätte mit allen ihrer fünf gültigen Versuche gewonnen. Die W60-Klasse dominierte mit der ein Kilogramm leichteren Drei-Kilo-Kugel Jana Müller-Schmidt (SG Osterholzer LA) mit 12,86 Metern.

Bei den Masters Männern sorgte Basilius Balschalarski (TuSpo Borken) für eine neue Deutsche M80-Bestleistung. Mit 12,25 Sekunden über 60 Meter Hürden war er deutlich schneller als der bisherige Inhaber der Bestmarke Willi Klaus (12,53 sec). Schnelle Zeiten legten auch M35-Sieger Guido Weis (ASV Landau; 8,28 sec), M45-Sieger Gunnar Habl (TV Angersbach; 9,11 sec) und Klaus-Dieter Hutter (Frisch Auf Göppingen; 10,15 sec) hin.

Schnelle Hallenrunden und souveräner Hammer-Sieg

Über 200 Meter kratzte M40-Sieger Ralph Kowitz (LG Stadtwerke München) mit 23,01 Sekunden an der 23-Sekunden-Marke. M45-Meister Fabio Evangelista Santana (LG Aachen) siegte mit 23,87 Sekunden, während sich in der M70 Gerhard Zorn (TSV Vaterstetten) mit 26,48 Sekunden und anderthalb Sekunden Vorsprung durchsetzte.

Für zwei herausragende Ergebnisse in den technischen Disziplinen sorgten M40-Hammerwerfer Andreas Sahner (LC Rehlingen) und M65-Stabhochspringer Alfred Achtelik (FC Nordkirchen). Der Rehlinger übertraf in allen seinen vier gültigen Versuchen die 60-Meter-Marke und gewann mit 62,99 Metern und rund 17 Metern Vorsprung. Bis zu seinem Siegessprung über 3,75 Meter legte Alfred Achtelik eine blitzsaubere Serie hin und scheiterte erst an 3,86 Metern.

Bei den Horizontalsprüngen stachen fünf Leistungen heraus. So erzielten die Dreispringer Matti Herrmann (SG Vorwärts Frankenberg; M40) mit 12,80 Metern und M50-Sieger Manuel Arnegger (LC Breisgau; M50) mit 11,64 Metern gute Resultate. Im Weitsprung gewann in der M65 Klaus-Dieter Hutter nach dem Hürdensprint mit 4,71 Metern seinen nächsten Titel. M70-Sieger Wolfgang Ritte (SC Krefeld) fügte nach seinem Stabhochsprungsieg (3,21 m) einen weiteren Titel mit 4,36 Metern hinzu. In der ältesten Altersklasse M90 siegte Lothar Fischer (TG Waldsee) mit 2,82 Metern.

Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik...

Teilen
#TrueAthletes – TrueTalk

Hier finden Sie alle Folgen des Podcasts des Deutschen Leichtathletik-Verbandes!

Zum Podcast
Jetzt Downloaden
DM-Tickets