Das dreitägige Stabhochsprung-Spektakel „Touch the Clouds“ in Gräfelfing hat an den ersten beiden Tagen einige Highlights parat gehabt. Bei den Männern segelte Bo Kanda Lita Baehre über 5,76 Meter, während im Nachwuchs zahlreiche Normen für die U20-WM und die U18-EM erfüllt wurden und eine 13-Jährige für Furore sorgte.
Zweiter Start in der Sommersaison, zweites starkes Ergebnis: Stabhochspringer Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf Athletics) war beim „Touch the Clouds Festival“ am Samstagabend in Gräfelfing nicht zu schlagen. Mit 5,76 Metern steigerte der EM-Zweite von 2022 seine Saisonbestleistung um sechs Zentimeter auf 5,76 Meter. Erst die direkte EM-Norm von 5,82 Metern war dann zu hoch für den Düsseldorfer. Bo Kanda Lita Baehre war erst bei 5,60 Metern in den Wettkampf eingestiegen. Diese Höhe nahm er im dritten Anlauf, für die folgenden 5,76 Meter benötigte er nur zwei Versuche.
Die Plätze zwei und drei gingen an Ioannis Rizos (Griechenland) und Owen Heard (Großbritannien), beide meisterten 5,70 Meter. An dieser Höhe scheiterte Gillian Ladwig (Schweriner SC) dreimal. Mit 5,60 Metern belegte der Deutsche Meister Rang sechs. Auf den Plätzen sieben und zehn folgten Lokalmatador Marec Metzger (TSV Gräfelfing) und Louis Pröbstle. Beide sprangen 5,45 Meter. Bereits am Freitagabend war der Elite-Wettkampf der Frauen über die Bühne gegangen. Mit 4,45 Metern sicherte sich Anjuli Knäsche (VfB Stuttgart) als Dritte einen Podiumsplatz, die anschließenden 4,55 Meter waren für die beste Deutsche des Abends zu hoch. Den Sieg sicherte sich Brynn King (USA) mit 4,64 Metern. Als zweitbeste deutsche Springerin belegte die Deutsche Meisterin Friedelinde Petershofen (Werder Bremen) mit 4,25 Metern Rang neun.
Nachwuchs setzt Ausrufezeichen
Starke Leistungen gingen in Gräfelfing auch aufs Konto der Nachwuchsspringer. So erfüllten Nikolas Tietze (SV Halle) und Ben Fischer (LAZ Ludwigsburg) mit 5,12 Metern exakt die Norm für die U20-WM Anfang August in Eugene (USA). Bei der weiblichen Jugend U20 triumphierte Lotte Gretzler mit 4,15 Metern und verpasste ihre Bestleistung nur um sieben Zentimeter. Auch Paula Legner (LAZ Zweibrücken) und die Leverkusenerin Naya Füllers meisterten 4,05 Meter und damit die U20-WM-Norm.
In der U18 empfahlen sich Jonathan Hummel (LG Leinfelden-Echterdingen; 5,10 m) und Fynn Linus Fahrland (SC Potsdam; 5,00 m) für die U18-EM im Juli in Rieti (Italien). Gleiches gilt für die 15-jährige Josefin Fischer (SC Potsdam), die 4,16 Meter meisterte. Sogar noch zwei Jahre jünger ist Emma Bösebeck-Singh (LG Lippe Süd). Die Tochter der ehemaligen U18-Weltmeisterin Desiree Sing steigerte im Nachwuchsspringen ihre Bestleistung im ersten Versuch auf 3,90 Meter, erst 4,00 Meter waren für das junge Talent zu hoch.
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