| Barcelona-Marathon

Sensationelles Debüt von Fotyen Tesfay – Haftom Welday läuft Bestzeit und EM-Norm

© SCC Events / Petko Beier
Mit einem herausragenden Debüt hat am Sonntag beim Barcelona-Marathon Fotyen Tesfay für Staunen gesorgt. Die Äthiopierin lief mit 2:10:51 Stunden auf Anhieb auf Rang zwei der ewigen Weltbestenliste. Eine neue Bestzeit erzielte auch Haftom Welday. Der WM-Teilnehmer von 2023 erfüllte dabei in 2:08:11 Stunden auch die EM-Norm für Birmingham.
Jörg Wenig

Für das herausragende Ergebnis beim Marathon in Barcelona (Spanien) hat am Sonntag Foyten Tesfay gesorgt. Die Äthiopierin wurde mit einem unglaublichen Marathon-Debüt auf Anhieb zur zweitschnellsten Läuferin der Geschichte über die 42,195-Kilometer-Distanz. Die 28-jährige Äthiopierin stürmte zu einer Traumzeit von 2:10:51 Stunden und hatte einen Vorsprung von fast acht Minuten. Hinter ihr belegten Joan Kiplimo (Kenia; 2:18:40 h) und Zeineba Yimer (Äthiopien; 2:18:47 h) belegten die Plätze zwei und drei.

Schneller war bisher lediglich Ruth Chepngetich, die 2024 in Chicago mit 2:09:56 die erste Frauen-Zeit unter 2:10:00 Stunden erreicht hatte. Die Kenianerin wurde aber zu einem späteren Zeitpunkt positiv getestet und inzwischen mit einer mehrjährigen Dopingsperre belegt. Auf Platz drei in der Alltime-Liste steht die Äthiopierin Tigst Assefa, die 2023 in Berlin mit einer Weltrekordzeit von 2:11:53 Stunden triumphiert hatte.

Mit einer Halbmarathon-Durchgangszeit von 65:02 Minuten bewegte sich Fotyen Tesfay bereits im Bereich des Weltrekordes. Wie der Zeitmessungs-Experte Helmut Winter aus Barcelona berichtete, lagen ihre Zwischenzeiten dann sogar unterhalb der Weltrekordzeit von Ruth Chepngetich. Den 5-Kilometer-Abschnitt zwischen 20 und 25 Kilometern lief sie in famosen 15:10 Minuten, bei Kilometer 30 deutete ihre Zwischenzeit von 1:32:00 auf eine Zielzeit von 2:09:24 Stunden hin. Danach wurde sie allerdings etwas langsamer.

Haftom Welday läuft neue Bestzeit

Das Rennen der Männer gewann der Kenianer Abel Chelangat mit 2:04:56 Stunden vor seinen Landsleuten Patrick Mosin (2:04:59 h) und Jonathan Korir (2:05:27 h). Auf Platz elf erreichte Haftom Welday (TB Hamburg Eilbeck) mit 2:08:11 Stunden eine neue Bestzeit und blieb dabei auch unter der EM-Norm für Birmingham (Großbritannien; 10. bis 16. August), die bei 2:09:30 Stunden steht.

2023 war der 36-Jährige in Valencia 2:08:24 Stunden gelaufen. Mit dem neuen Hausrekord schob er sich in der ewigen deutschen Marathon-Bestenliste um einen Platz auf Rang sieben nach vorne. Er erreichte den Halbmarathon-Punkt nach 62:25 Minuten und war damit schneller als bei seiner Halbmarathon-Bestzeit (62:47 min), konnte das Tempo aber nicht halten.

Zu den kompletten Resultaten. 

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