| Hallen-WM 2026

Torun Tag 2 | Philina Schwartz sprintet bei WM-Premiere auf Rang 16

© Gladys Chai von der Laage
Die Jüngste im deutschen Team hat den 60-Meter-Vorlauf bei der Hallen-WM in Torun mit Bravour gemeistert: Mit 7,18 Sekunden zog Philina Schwartz ins Halbfinale am Abend ein und kam bis auf zwei Hundertstel an ihre Bestzeit heran. Dort überzeugte die 19-Jährige erneut mit 7,20 Sekunden.
Martin Neumann

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Frauen

7,20 Sekunden: Philina Schwartz erneut schnell unterwegs

60 Meter | Halbfinals

Bei ihrer ersten großen internationalen Meisterschaft hat Philina Schwartz (Berlin Athletics Capital Club) auch im Halbfinale eine konstante Leistung abgeliefert. Am Samstagabend lief die 19-Jährige mit 7,20 Sekunden in der Arena Torun auf Gesamtrang 16 über 60 Meter. Im Vorlauf am Vormittag war die Deutsche Hallenmeisterin zwei Hundertstel schneller unterwegs und hatte sich als 15. für das Halbfinale qualifiziert.

Damit lief die Berlinerin in Torun die drittschnellste und die sechstschnellste Zeit ihrer Karriere. Ein eindrucksvoller Beleg für das neue Leistungsniveau, das Philina Schwartz im Jahr 2026 erreicht hat. Ebenfalls 7,20 Sekunden lief die mittlerweile für Portugal startberechtigte Tatjana Pinto (Cologne Athletics). Für den Einzug ins Finale waren 7,08 Sekunden notwendig. Der letzte Finalplatz ging an Lokalmatadorin Ewa Swoboda (Polen).

Stimme zum Wettbewerb:

Philina Schwartz (Berlin Athletics Capital Club)
„Ich wollte ins Halbfinale kommen, das hat geklappt. Daher bin ich sehr zufrieden. Klar wäre ich gern im Halbfinale noch ein wenig schneller gelaufen. Aber das klappt halt nicht immer, beim Rennen am morgen lief es auch etwas runder. Zwischen den Läufen hatten wir fast acht Stunden Zeit, da habe ich mich ausgeruht und einen Spaziergang gemacht. Es ist meine erste große Meisterschaft und damit ein besonderes Erlebnis. Plötzlich treffe ich hier Athletinnen und Athleten, die ich sonst nur aus dem Fernsehen kenne.“


60 Meter | Vorläufe

Philina Schwartz mit gelungener WM-Premiere

Ihre erste internationale Bewährungsprobe auf internationaler Bühne hat Philina Schwartz (Berlin Athletics Capital Club) mit Bravour gelöst. Im 60-Meter-Vorlauf sprintete die 19-Jährige am Samstagmittag in einem starken Feld auf Rang vier und mit 7,18 Sekunden bis auf zwei Hundertstel an ihre Bestzeit heran. Zwar fehlten ihr damit in ihrem Vorlauf zwei Hundertstel zu Rang drei, der den direkten Halbfinaleinzug bedeutet hätte, doch die Deutsche Hallenmeisterin war die mit Abstand Schnellste, die über die Zeit eine Runde weiterkamen. In allen anderen der sieben Vorläufe hätte ihre Zeit für das direkte Weiterkommen ausgereicht.

Die jüngste Starterin im DLV-Team erwischte einen guten Start und hielt Anschluss an die neben ihr laufenden Brianna Lyston (Jamaika; 7,06 sec) und Jacious Sears (USA; 7,07 sec), die in den Vorläufen die schnellste und viertschnellste Zeit liefen. Mit eingestelltem finnischen Rekord von 7,16 Sekunden schob sich Lotta Kemppinen noch knapp an der Berlinerin vorbei und auf Platz drei des Vorlaufs.

MIt 7,18 Sekunden auf Platz 15

Im Feld der 52 Starterinnen lief Philina Schwartz mit 7,18 Sekunden im Vorlauf-Ranking auf Platz 15. Sechs Sprinterinnen blieben in der ersten Runde unter 7,10 Sekunden. Speziell 100-Meter-Olympiasiegerin Julien Alfred (St. Lucia; 7,06 sec) und Zaynab Dosso (Italien; 7,07 sec) machten einen starken Eindruck und konnten auf den letzten Metern noch den Fuß vom Gaspedal nehmen und so Kräfte für das Halbfinale am Samstagabend sparen.

Die ehemalige Deutsche Hallenmeisterin Tatjana Pinto (Cologne Athletics), die seit Sommer 2025 für Portugal startet, stellte als Vorlaufzweite mit 7,17 Sekunden den Landesrekord von Arialis Martinez und Lorène Bazolo ein. In ihrem Vorlauf musste sie nur der in diesem Winter auf 7,01 Sekunden verbesserten Luxemburgerin Patrizia van der Weken (7,14 sec) den Vortritt lassen. Damit qualifizierte sie sich genauso souverän für das Halbfinale am Abend wie Philina Schwartz.

Stimme zum Wettbewerb:

Philina Schwartz (Berlin Athletics Capital Club)
„Ich bin total zufrieden mit dem Rennen, denn ich konnte meine Zeiten aus der Hallensaison noch einmal bestätigen. Der Lauf hat sich gut angefühlt und die Stimmung in der Halle war toll. Ich freue mich einfach darauf, heute Abend noch einmal zu laufen."

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