| Lille

Jimmy Gressier läuft Europarekord, Nadia Battocletti haarscharf daran vorbei

© Jens Priedemuth
10.000-Meter-Weltmeister Jimmy Gressier hat den Weltrekord über fünf Kilometer nur um zwei Sekunden verpasst. Der Franzose kam am Samstag beim "Urban Trail" de Lille nach 12:51 Minuten ins Ziel und knackte damit seinen eigenen Europarekord. Keine neuen Rekorde gab es für Agnes Ngetich und Nadia Battocletti. Ein solides Fünf-Kilometer-Rennen legte Konstanze Klosterhalfen hin.
Svenja Sapper

Der Star beim "Urban Trail de Lille" war am Samstag zweifellos Jimmy Gressier. Der 10.000-Meter-Weltmeister aus Frankreich hielt über fünf Kilometer mit 12:51 Minuten den Äthiopier Addisu Yihune (12:54 min) und seinen Landsmann Yann Schrub (12:56 min) in Schach, die beide auch unter 13 Minuten blieben.

Gressier schrammte damit nur um zwei Sekunden am Weltrekord von Berihu Aregawi (Äthiopien) vom Silvesterlauf 2021 in Barcelona (Spanien) vorbei. Hinter dem Weltrekordler und dessen Landsmann Yomif Kejelcha (12:50 min) sortierte sich der Franzose gleichauf mit Bahn-Weltrekordhalter Joshua Cheptegei (Uganda) auf Platz drei der ewigen Weltbestenliste ein. Seinen eigenen Europarekord, den er vergangenes Jahr ebenfalls in Lille aufgestellt hatte, unterbot er um sechs Sekunden. 

17-jährige Marta Alemayo verblüfft

Bei den Frauen beeindruckte die Äthiopierin Marta Alemayo, die in der kommenden Woche erst 18 Jahre alt wird. Mit 14:15 Minuten lief sie neue U20-Weltbestzeit über fünf Kilometer, auch im Erwachsenenbereich waren lediglich Weltrekordlerin Beatrice Chebet (Kenia; 13:54 min) und Agnes Jebet Ngetich (Äthiopien; 14:13 min) je schneller. Hawi Abera (14:22 min) und Yenenesh Shimket (14:24 min) komplettierten ein rein äthiopisches Teenager-Podium.

Platz sieben ging in ihrem ersten Fünf-Kilometer-Rennen seit Silvester 2022 an Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer 04 Leverkusen). Mit 15:04 Minuten fehlten der 5.000-Meter-Europameisterin von 2022 nur zwölf Sekunden zur Bestzeit – ein vielversprechendes Resultat für die 29-Jährige, die sich Mitte März beim Halbmarathon in New York (USA) schon auf der Straße gezeigt hatte. 

Agnes Ngetich unter 29 Minuten

Über zehn Kilometer war erwartungsgemäß Weltrekordlerin Agnes Ngetich unangefochten. In 28:58 Minuten lief sie die drittschnellste Zeit der Geschichte. Neben der 25-Jährigen, deren Weltrekord bei 28:46 Minuten steht, war einzig ihre Landsfrau Emmaculate Anyanyo Achul (28:57 min) schon einmal schneller, und das ebenfalls im Weltrekordrennen von Valencia (Spanien) im Januar 2024. In Lille belegten zwei Äthiopierinnen die Plätze zwei und drei: Chaltu Dida war nach 30:02 Minuten im Ziel, drei Sekunden später folgte Hirut Meshesha. 

Vierte wurde Nadia Battocletti (Italien). Die dominierende europäische Langstrecklerin verpasste den Europarekord der Britin Megan Keith aus dem Februar in Castellon (Spanien) nur um eine Sekunde. Mit 30:08 Minuten zog sie mit Eilish McColgan (Großbritannien) gleich, deren Bestzeit aus dem Januar stammt. 

Bei den Männern gewann der knapp 20 Jahre alte Äthiopier Khairi Bejiga, der mit 26:51 Minuten seine Bestzeit aus dem Januar einstellte. Auch der Kenianer Laban Kiptoo Kosgei unterbot die 27-Minuten-Marke – um eine Sekunde. 

Teilen
#TrueAthletes – TrueTalk

Hier finden Sie alle Folgen des Podcasts des Deutschen Leichtathletik-Verbandes!

Zum Podcast
Jetzt Downloaden
DM-Tickets