| Paderborner Osterlauf

Jonas Kulgemeyer feiert ersten R5K-Sieg seiner Karriere

Porträt von Jonas Kulgemeyer im lilafarbenen Trikot beim Laufen © Norbert Wilhelmi
R5K-Stammgast Jonas Kulgemeyer hat sich am Samstag beim R5K-Rennen im Rahmen des Paderborner Osterlaufs gegen Jakob Dieterich durchgesetzt. In der U20 gewann Lokalmatador Fiete Timm. Schnellste Läuferin in der R5K-Wertung war U20-Athletin Tanya Schulz. Die Siege beim Klassiker über zehn Kilometer gingen nach Kenia und Äthiopien.
Christian Ermert / Svenja Sapper

Jonas Kulgemeyer vom Osnabrücker TB hat seinen ersten Sieg in der R5K-Tour für den Laufnachwuchs gefeiert, in der es 2026 um Preisgelder und Trainingslagerzuschüsse geht. Der 21-Jährige ist seit dem Start der vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) und German Road Races (GRR) initiierten Serie Stammgast bei fast allen Rennen.

Am Karsamstag lief er beim zweiten Rennen 2026, das im Rahmen des Paderborner Osterlaufs ausgetragen wurde, zum ersten Mal als Sieger über den Zielstrich. In einer neuen Bestzeit von 14:25 Minuten setzte er sich gegen Jakob Dieterich (Franconia Athletics) durch, der neun Sekunden nach dem Osnabrücker im Ziel war. Als Dritter folgte Floyd Schnaars (TV Lilienthal) in 14:38 Minuten. „Das hat richtig viel Spaß gemacht, auch wenn es ein bisschen windig war. Die Zuschauer in Paderborn sind immer megacool“, schwärmte Jonas Kulgemeyer im Ziel.

Jonas Kulgemeyer setzt sich im Schlussspurt ab

Das Rennen war ein Duell zwischen Jonas Kulgemeyer und Jakob Dieterich, der zum Auftakt der R5K-Tour 2026 in Dresden mit 14:07 Minuten gewonnen hatte. Anfangs liefen beide zusammen, dann erarbeitete sich Jakob Dieterich etwa 50 Meter Vorsprung, aber Jonas Kulgemeyer schloss wieder auf. Seinem Schlussspurt konnte Jakob Dieterich nicht mehr folgen. 

„Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, Richtung 14 Minuten laufen, aber ich hatte Probleme am Fuß und mich auch nicht so gut gefühlt. Ich trainiere jetzt weiter und hoffe, dass es im Sommer wieder besser läuft“, meinte Jakob Dieterich, der in der R5K-Gesamtwertung der U23 nach zwei Rennen mit 28:41 Minuten vor Jonas Kulgemeyer (28:57 min) führt. 

Fiete Timm und Tanya Schulz in der U20 vorn

Der Sieg im U20-Rennen ging vor heimischem Publikum an einen Läufer vom LC Paderborn. Fiete Timm setzte sich in einer spannenden Entscheidung in 14:53 Minuten mit einer Sekunde Vorsprung gegen Til Stephan vom LAC Erfurt durch, der in Dresden beim ersten U20-Rennen der R5K-Serie 2026 in 15:13 auch schon Zweiter war und mit seinem erneuten zweiten Platz in Paderborn mit 30:07 Minuten in der Addition der beiden Rennen die U20-Gesamtführung übernommen hat. „Die Stimmung war super und ich bin zufrieden“, meinte Lokalmatador Fiete Timm, der erst tags zuvor aus dem Trainingslager zurückgekommen war. 

In den weiblichen Klassen hat noch keins der Talente zwei R5K-Läufe absolviert, so dass sich hier die Gesamtwertung erst in Hannover formen wird. In Paderborn ging der Sieg bei den weiblichen Talenten an die U20-Läuferin Tanya Schulz (SV Rosche) in 18:14 Minuten. Sie meinte im Ziel: „Es war super. Die Strecke in Paderborn ist einfach nur schnell.“ Die jungen Läuferinnen profitierten davon, dass in Paderborn das R5K-Rennen zusammen mit dem Hobbylauf über fünf Kilometer gestartet wird. „Die schnellen Läufer von denen haben uns gut gezogen“, erklärte Tanya Schulz.

Hinter der Läuferin aus dem niedersächsischen Landkreis Uelzen folgten mit Marja-Leena Palisaar (TSV Niederelsungen; 18:21 min), Henrike Henkenmeier (LC Paderborn; 18:39 min) und Carolin Kroll (Kassel; 18:57 min) drei weitere U20-Läuferinnen, bevor mit Jara Schwotzer in 19:34 Minuten die U23-Siegerin im Ziel war. 

Neuer Teilnehmerrekord beim Paderborner Osterlauf

Insgesamt verzeichnete der Paderborner Osterlauf 2026 eine neue Rekordzahl von 15.070 Teilnehmenden über die Distanzen von fünf Kilometer bis Halbmarathon. Die meisten Teilnehmenden stellte der traditionell schnelle 10-Kilometer-Lauf. Auch die hochklassigste Leistung gab es auf dieser Strecke: Die Kenianerin Sheila Chepkirui siegte in 30:41 Minuten – die zweitbeste Zeit in der Geschichte des Paderborner Osterlaufs hinter Streckenrekordlerin Tsigie Gebreselama, die 2023 30:26 Minuten gelaufen war.

Zweite wurde wie im Vorjahr Christine Komen, die mit 31:56 Minuten fast eine Minute schneller war als 2025, dahinter machte die Vorjahresvierte Sheila Jeruto in 32:22 Minuten den kenianischen Dreifachsieg perfekt. Vorjahressiegerin Rency Kogo (ebenfalls Kenia) hatte in 32:30 Minuten diesmal das Nachsehen. Beste Europäerin war in 32:50 Minuten die Belgierin Eline Dalemans als Fünfte, es folgten Sabina Jarzabek (Polen; 33:37 min) und Rabea Schöneborn (SCC Berlin; 33:49 min), die nur drei Sekunden vor Frieda Breitkopf von der Running Crew Münster im Ziel war. 

Bei den Männern setzte sich mit Kefyalew Kifle einer der Favoriten durch. Der Äthiopier im Trikot des SV Fun-Ball Dortelweil war in 28:12 Minuten eine Klasse für sich. Vor zwei Jahren war er in Paderborn Zweiter geworden. Diesen Rang nahm diesmal der Kenianer Stanley Kipchirchir Rutto (28:53 min) ein, Dritter wurde mit 29:04 Minuten Hannes Burger (Düsseldorf Athletics). 

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