Die günstigen Bedingungen auf der Punkt-zu-Punkt-Strecke haben beim Boston-Marathon zu superschnellen Zeiten geführt. Angeführt von John Korir, der den Kursrekord um mehr als eine Minute auf 2:01:52 Stunden steigerte, blieben erstmals drei Läufer bei einem Marathon unter 2:03:00 Stunden. Richard Ringer als Achter in 2:04:47 Stunden und Hendrik Pfeiffer auf Platz 17 mit 2:06:34 Stunden lieferten am Montag ebenfalls starke Rennen ab.
John Korir hat mit einem beeindruckenden Rennen zum zweiten Mal in Folge den Boston-Marathon gewonnen. Der 29-jährige Kenianer brach am Montagabend mit 2:01:52 Stunden auf der hügeligen Strecke den 15 Jahre alten Streckenrekord seines Landsmannes Geoffrey Mutai, der 2011 mit 2:03:02 Stunden gewonnen hatte. Die Zeit von John Korir ist die siebtschnellste je gelaufene über die 42,195 Kilometer und die schnellste in diesem Jahr. Der Kenianer kassierte damit neben der Siegprämie von 150.000 Dollar auch einen Rekord-Bonus von 50.000 US-Dollar.
Allerdings erfüllt die abfallende Punkt-zu-Punkt-Strecke in Boston nicht die nötigen Voraussetzungen für die Anerkennung von Rekorden, sodass die Zeiten auch nicht eingang in die offiziellen Bestenlisten finden. Auch als Jahresweltbestzeit zählt das Ergebnis von John Korir nicht. Zweiter wurde der Weltmeister Alphonce Simbu (Tansania) in 2:02:47 Stunden, als Dritter lief Benson Kipruto (Kenia) 2:02:50 Stunden. Zum ersten blieben in einem Marathon drei Läufer unter 2:03:00 Stunden.
Richard Ringer und Hendrik Pfeiffer überzeugen
Ein hervorragendes Rennen gelang Richard Ringer (LC Rehlingen), der auf Platz acht nach 2:04:47 Stunden ins Ziel lief und seine persönliche Bestzeit damit um 59 Sekunden steigerte. Dies ist die zweitschnellste je gelaufene Zeit eines deutschen Athleten nach dem Deutschen Rekord von Amanal Petros (Hannover 96; 2:04:03 h). Aber auch in den nationalen Bestenlisten können die Boston-Marathon-Ergebnisse nicht berücksichtigt werden.
Der Europameister von 2022 teilte sich das Rennen gut ein und lief auf der zweiten Streckenhälfte Platz um Platz nach vorn. Ebenfalls sehr gut hielt sich Hendrik Pfeiffer (Düsseldorf Athletics). Auf Platz 17 erreichte auch er mit 2:06:34 Stunden eine persönliche Bestzeit. Er verbesserte sich um elf Sekunden. Das DLV-Duo war die erste Streckenhälfte in einer großen Gruppe gemeinsam gelaufen und hatte die Halbmarathonmarke nach 61:55 Minuten passiert.
Sharon Lokedi erneut nicht zu schlagen
Auch bei den Frauen setzte sich die Vorjahressiegerin erneut durch: Die Kenianerin Sharon Lokedi gewann den Klassiker in 2:18:51 tunden. Auf den Plätzen zwei und drei folgten ihre Landsfrauen Loice Chemnung und Mary Ngugi-Cooper in 2:19:35 beziehungsweise 2:20:07 Stunden.
Im Gegensatz zu den Männern konnten die Frauen die günstigen Wetterbedingungen mit kühlen Temperaturen und einem leichten Rückenwind auf der Strecke nicht für superschnelle Zeiten nutzen. Der älteste Citymarathon der Welt wurde am Montag zum 130. Mal ausgetragen.
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