| Mehrkampf-Meeting

Götzis 2026 | Sophie Weißenberg strahlt beim Comeback über Bestleistung und Platz vier

© Jan Papenfuß
Fünf DLV-Siebenkämpferinnen waren am Wochenende beim Mehrkampf-Meeting in Götzis (Österreich) am Start. Vier von ihnen erzielten eine neue Bestleistung, drei übertrafen die EM-Norm für Birmingham (Großbritannien; 10. bis 16. August). Besonders emotional fiel die Rückkehr ins Möslestadion für Sophie Weißenberg aus: In ihrem ersten Siebenkampf nach langer Verletzungspause wurde sie mit neuem Hausrekord von 6.449 Punkten Vierte.
Svenja Sapper

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Tag 2 | Sonntag

800 Meter

Drei EM-Normen, vier Bestleistungen und fünf 6.000er

Die Top Drei der Gesamtwertung lieferten sich über 800 Meter einen spannenden Platz um die Podiumsplätze: Zwar holte sich Emma Oosterwegel in 2:09,19 Minuten den Disziplinsieg über 800 Meter, das reichte aber nicht, um Annik Kälin noch von Platz eins zu verdrängen. Denn auch die Schweizerin war mit 2:11,72 Minuten schnell unterwegs. Sie siegte mit Schweizer Rekord von 6.726 Punkten, Emma Oosterwegel erzielte mit 6.705 Punkten ebenso eine neue Bestleistung wie die drittplatzierte Sofie Dokter (6.627 pt). 

Dahinter aber folgte schon die erste DLV-Athletin – und die strahlte vor Glück: Denn für Sophie Weißenberg ging der erste Siebenkampf nach langer Verletzungspause mit einer neuen Bestleistung zu Ende. In 2:15,37 Minuten war sie über die 800 Meter schnell wie nie. Mit 6.449 Punkten packte sie elf Zähler auf ihren knapp drei Jahre alten Hausrekord drauf und wurde starke Vierte. Apropos Hausrekord: Auch Vanessa Grimm sammelte so viele Punkte wie noch nie. In 2:12,08 Minuten lief sie couragiert zu einer neuen 800-Meter-Bestzeit und machte die neue Gesamt-Bestmarke von 6.383 Zählern perfekt – 60 mehr denn je. Sie reihte sich zwei Plätze hinter ihrer Teamkollegin auf Platz sechs ein, dazwischen schob sich die Italienerin Sveva Gerevini, die sich zu ihrem 30. Geburtstag mit Landesrekord von 6.413 Punkten beschenkte. 

Auf Platz acht folgte die dritte DLV-Athletin, die ebenfalls die EM-Norm von 6.320 Punkten übertraf – die sie bereits im vergangenen Jahr bei der WM in Tokio abgehakt hatte. Sandrina Sprengel lief über 800 Meter ein kontrolliertes Rennen und erreichte mit 2:15,97 Minuten exakt die Zeit, die sie benötigte, um den Trip nach Birmingham abzusichern. 6.328 Punkte wurden für sie notiert.

Als die Punktzahlen der Läuferinnen aus dem abschließenden Lauf aufleuchteten, beglückwünschten sich die beiden weiteren deutschen Athletinnen längst im Innenraum. Marie Dehning, die sich ihr Rennen gut eingeteilt hatte, besiegelte mit einer neuen 800-Meter-Bestzeit von 2:16,59 Minuten nicht nur ihren ersten 6.000er, sondern steigerte sich gleich auf 6.180 Punkte – Rang 14. Zwei Plätze dahinter reihte sich Emma Kaul (2:13,80 min; 6.104 pt) ein. Sie schraubte ihre Bestleistung um 103 Zähler nach oben. 


Speerwurf

Disziplinsieg für Marie Dehning, 50 Meter für Emma Kaul

Marie Dehning musste nur einmal zum Speer greifen, schon war der Disziplinsieg besiegelt. 56,33 Meter – mit dieser phänomenalen Weite katapultierte sich die Leverkusenerin in die Top Vier der ewigen Götzis-Bestenliste. Auf ihre ohnehin schon starke Bestleistung packte sie noch einmal 21 Zentimeter drauf und schob sich im Gesamt-Klassement bis auf Platz zwölf (5.310 pt) nach vorn. Das bedeutet zugleich, dass ihr der erste 6.000er wohl nicht mehr zu nehmen sein wird. Denn für die 690 Punkte, die ihr noch zu dieser Schallmauer fehlen, reicht eine 800-Meter-Zeit von knapp unter 2:30,00 Minuten. So sind sogar die 6.100 Punkte ein realistisches Ziel, wenn sie unter 2:20,00 Minuten bleibt. 

Neben Marie Dehning übertrafen noch zwei weitere Athletinnen die 50-Meter-Marke – und beide hießen Emma. Als beste Werferin in der ersten Speerwurf-Gruppe knackte Emma Kaul die nächste Schallmauer: 50,25 Meter und 5.194 Punkte halten sie weiter auf Kurs für ihren zweiten 6.000er – und als starke 800-Meter-Läuferin freut sie sich besonders auf die letzten Disziplin des Tages. Mit ihrer Bestzeit von 2:12,81 Minuten würde auch sie die 6.100 Punkte knacken. 

Mit 52,50 Metern glänzte Emma Oosterwegel, die sich damit zugleich in Position für einen möglichen Gesamtsieg brachte. Die Niederländerin ist mit 5.728 Punkten Annik Kälin (45,25 m / 5.786 pt) auf den Fersen und über 800 Meter etwas stärker einzuschätzen. In Lauerposition befindet sich auch Sofie Dokter (5.710 pt), die den Speer auf 44,00 Meter beförderte.

Zu den ersten Verfolgerinnen, welche die weiteren Top-Acht-Plätze unter sich ausmachen werden, gehören die drei weiteren deutschen Athleten. Weiterhin Vierte ist Sophie Weißenberg (5.561 pt), die nach einem guten Speerwurf von 46,12 Metern sogar die 6.400-Punkte-Marke ins Visier nehmen kann – bei 6.438 Zählern steht ihr Hausrekord. Sandrina Sprengel (47,75 m) und Vanessa Grimm (41,61 m) ließen im Speerwurf ein paar Punkte liegen. Mit 5.449 zu 5.447 Punkten zugunsten von Sandrina Sprengel trennen die beiden nur zwei Zähler. Für beide wird es über 800 Meter. darum gehen, mit Zeiten knapp unter 2:16,00 Minuten die EM-Norm von 6.320 Punkten abzuhaken. 


Weitsprung

Kälin begeistert, Weißenberg jubelt, Kaul feiert Sechs-Meter-Premiere

Der Weitsprung ist in Götzis eine Schweizer Domäne. Denn nach Simon Ehammer trumpfte auch Landsfrau Annik Kälin ganz groß auf. Im zweiten Durchgang flog sie bis auf 6,96 Meter und damit weiter als jede Siebenkämpferin in Götzis vor ihr. Allerdings wird die Weite aufgrund von 2,2 Meter/Sekunde Rückenwind nicht in die Rekordlisten eingehen, der 31 Jahre alte Meetingrekord der Russin Swetlana Moskalets (6,93 m) darf bestehen bleiben. Wichtiger jedoch für die Schweizerin: satte 1.159 Punkte, mit denen sie nun auch die Führung in der Gesamtwertung übernommen hat. 5.018 Zähler nimmt sie mit zum Speerwurf. 

Doch auch die beiden Niederländerinnen Sofie Dokter (6,47 m / 4.966 pt) und Emma Oosterwegel (6,39 m / 4.819 pt) sind noch heiße Kandidatinnen auf den Gesamtsieg. Beide sind starke 800-Meter-Läuferinnen, Oosterwegel darüber hinaus eine hervorragende Speerwerferin. Auf Platz vier in der Gesamtwertung hat sich Sophie Weißenberg geschoben, die weiter ein Comeback fast wie aus dem Bilderbuch hinlegt: Mit 6,40 Metern sprang sie neue Saisonbestleistung und 30 Zentimeter weiter als in ihrem besten Siebenkampf. So hat sie mit 4.776 Punkten Vanessa Grimm überholt, die bislang 4.749 Punkte gesammelt hat. Mit einem guten Weitsprung von 6,17 Metern schickt sich die Hessin weiter an, ihre vier Jahre alte Siebenkampf-Bestleistung von 6.323 Punkten ein Stück nach oben zu schrauben. 

Als Siebte folgt mit 4.632 Punkten Sandrina Sprengel. Die WM-Fünfte erwischte den Absprung nicht optimal. Die 6,47-Meter-Springerin kam mit 6,16 Metern nicht an ihre Bestmarke heran, verlor jedoch nur neun Zentimeter auf ihren besten Siebenkampf. Somit ist auch für sie noch eine starke Punktzahl jenseits der EM-Norm von 6.320 Punkten drin. 

Grund zum Jubeln hatte auch Emma Kaul. Nachdem sie in den ersten beiden Durchgängen deutlich vor dem Brett abgesprungen war, traf sie im dritten den Absprung fast optimal und durfte sich zum ersten Mal über die Sechs auf der Anzeigetafel freuen: 6,01 Meter. Damit sprang sie gleich 42 Zentimeter weiter als in ihrem besten Siebenkampf und hat mit 4.329 Punkten (Rang 21) den Kurs in Richtung 6.000 Punkte eingeschlagen. Das gilt auch für Marie Dehning, die mit 6,07 Metern nur einen Zentimeter hinter ihrer Freiluft-Bestleistung zurückblieb. In der Gesamtwertung liegt die Speerwurf-Spezialistin zwei Punkte hinter Emma Kaul. Wenn sie nun ihre Stärke in ihrer Paradedisziplin ausspielt, ist der erste 6.000er drin! 
 

Tag 1 | Samstag

100 Meter Hürden

Auftakt mit zwei Bestzeiten

Schöner hätte sich Sophie Weißenberg (TSV Bayer 04 Leverkusen) den Start in ihren ersten Siebenkampf nach ihrer schweren Achilessehnenverletzung wohl nicht vorstellen können! Im zweiten von fünf Hürdenläufen stürmte sie als Erste über die Ziellinie. Und als die Zeit durchgesagt wurde, schlug die 28-Jährige ungläubig die Hände über dem Kopf zusammen und wischte sich Freudentränen aus den Augen: 13:40 Sekunden bescherten ihr beim Comeback direkt eine neue Bestzeit! Den alten Hausrekord von 13,46 Sekunden hatte sie vor drei Jahren ebenfalls im Möslestadion aufgestellt. 

Die nächste "PB" der deutschen Siebenkämpferinnen folgte gleich im nächsten Lauf: Vanessa Grimm (Königsteiner LV) wurde beim Laufsieg von Hallen-Weltmeisterin Sofie Dokter (Niederlande; 13,27 sec) in 13,39 Sekunden Zweite und sortierte sich damit auch in der Gesamtwertung nach der ersten Disziplin in den Top Acht ein. Ihre erst drei Wochen alte Bestzeit schraubte sie um 13 Hundertstel nach unten. Als Dritte des Laufes konnte Debütantin Emma Kaul (USC Mainz) ebenfalls hochzufrieden sein: Die 20-Jährige sprintete mit 13,56 Sekunden die zweitbeste Hürdenzeit ihrer Karriere.

Auch die WM-Fünfte Sandrina Sprengel (VfB Stuttgart), Fünfte desselben Laufs, war mit 13,70 Sekunden deutlich schneller als zuletzt in Neuwied, als sie 13,98 Sekunden auf die Bahn gebracht hatte. Die Fünfte im Bunde, Marie Dehning (TSV Bayer 04 Leverkusen), legte ebenfalls einen soliden Auftakt hin. Trotz eines nicht ganz runden Rennens fehlten ihr mit 14,26 Sekunden nur sechs Hundertstel zum Wert ihres besten Siebenkampfes. Die schnellste Zeit des Vormittags ging auf das Konto der WM-Dritten: Taliyah Brooks (USA) startete mit 12,87 Sekunden in den Siebenkampf. Zweite Hürdensprinterin unterhalb der 13-Sekunden-Marke war mit 12,91 Sekunden die Schweizer Rekordlerin Annik Kälin. 
 


Hochsprung

Sandrina Sprengel meistert 1,80 Meter

Zwei Siebenkämpferinnen überquerten 1,83 Meter im Hochsprung: Maddie Wilson (Neuseeland) in Gruppe A und Erika Wärff (Schweden) in Gruppe B. Drei weitere Athletinnen schwangen sich über 1,80 Meter. Eine von ihnen: Sandrina Sprengel. Die 22-Jährige schaffte die Höhe gleich im ersten Anlauf. Damit kam sie so hoch wie seit zwei Jahren nicht mehr und machte drei Zentimeter auf ihre Leistung im besten Siebenkampf gut. 1,83 Meter waren diesmal zu hoch – bei dieser Höhe steht ihre Bestleistung. 

Auch Vanessa Grimm scheiterte erst am Hausrekord. Sie floppte über 1,77 Meter, bei 1,80 Metern fiel die Latte dreimal. Mit insgesamt 2.007 Punkten ist sie nach zwei Disziplinen Gesamt-Siebte, als Achte folgt Sandrina Sprengel (1.999 pt). Mit Sophie Weißenberg (1.968 pt) reiht sich eine dritte deutsche Siebenkämpferin in den Top Ten ein. Sie überquerte wie schon in Neuwied 1,74 Meter, an 1,77 Metern scheiterte sie dreimal hauchdünn. Ein Stück weiter hinten im Feld liegen Emma Kaul (Platz 23; 1.836 pt) und Marie Dehning (Platz 28; 1.772 pt). Mit 1,68 Metern kam Marie Dehning allerdings sechs Zentimeter höher als in ihrem besten Siebenkampf. Auch Emma Kaul bewegte sich mit 1,65 Metern im Rahmen ihrer Möglichkeiten, ihre Bestleistung beträgt 1,68 Meter. 

Die Führung behauptete mit 1,77 Metern Taliyah Brooks (2.085 pt) knapp vor der Britin Jade O'Dowda (2.065 pt) und Hallen-Weltmeisterin Sofie Dokter (2.062 pt), die beide wie Sandrina Sprengel 1,80 Meter meisterten. 


Kugelstoß

Vanessa Grimm schiebt sich mit Disziplinsieg auf Platz zwei

Vanessa Grimm hatte im Kugelstoßen gleich doppelt Grund zur Freude. Zum einen sicherte sie sich in einer ihrer besten Disziplinen mit 15,41 Metern den Disziplinensieg. Zum anderen katapultierte sie sich mit nunmehr 2.895 Punkten auf Platz zwei – nur acht Zähler hinter der führenden Sofie Dokter, die ihr Arbeitsgerät auf 14,70 Meter beförderte. Damit liegt die Hessin mittlerweile auch deutlich auf Bestleistungskurs: Bei ihrem besten Siebenkampf in Götzis 2022 hatte sie nach drei Disziplinen 2.821 Zähler auf dem Konto gehabt. 

Auch Sandrina Sprengel präsentiert sich bislang in Topform: Im Hochsprung hatte sie an der Bestmarke geschnuppert, im Kugelstoßen war der Hausrekord fällig! Mit 14,43 Metern packte sie 14 Zentimeter auf die Weite von der WM in Tokio drauf und liegt als Sechste mit 2.822 Punkten ebenfalls leicht im Plus gegenüber dem WM-Siebenkampf (2.790 pt). 

Sophie Weißenberg setzt ihr Comeback weiter unbeirrt mit guten Leistungen fort. Im Kugelstoßen gingen 13,78 Meter in die Wertung ein und damit eine ähnliche Weite wie in den ersten Testwettkämpfen. Mit 2.747 Punkten ist sie Zwölfte. Im dritten und letzten Versuch übertraf auch Marie Dehning (13,08 m) die 13-Meter-Marke, Emma Kaul erzielte mit 12,15 Metern ein Resultat im Bereich ihrer Bestleistung von 12,39 Metern. Die beiden sortierten sich auf den Plätzen 26 (Emma Kaul; 2.507 pt) und 27 (Marie Dehning; 2.505 pt) ein. 


200 Meter

Starke Leistungen zum Tagesabschluss

Mit starken Leistungen der deutschen Athletinnen hatte der Tag begonnen, und so endete er auch. Die Schnellste der fünf DLV-Siebenkämpferinnen: Sophie Weißenberg, die sich im letzten der fünf Läufe mit neuer Bestzeit von 23,25 Sekunden lediglich Sofie Dokter (23,13 sec) geschlagen geben musste. So übernachtet die Niederländerin mit 3.969 Punkten auf Platz eins, 110 Punkte vor der Schweizer Rekordlerin Annik Kälin, die sich mit 23,33 Sekunden ebenfalls stark präsentierte. 

Auf Platz drei rangiert die US-Amerikanerin Taliyah Brooks (3.849 pt) – winzige vier Pünktchen vor Vanessa Grimm, die als Vierte momentan stärkste DLV-Athletin ist und rund 100 Punkte Vorsprung auf ihren Halbzeit-Bestwert von 3.743 Punkten hat. Dazu trug auch ihre 200-Meter-Zeit von 24,30 Sekunden bei – rund drei Zehntel schneller als bei ihrem besten Siebenkampf. Punktgleich mit der DLV-Athletin auf Platz vier: Emma Oosterwegel. Die Niederländerin liegt gegenüber ihrer Bestleistung, die ihr 2021 Olympia-Bronze bescherte, ebenfalls mit 100 Punkten im Plus. Die 27-Jährige kann am Sonntag mit drei starken Disziplinen ebenso wie ihre Landsfrau Sofie Doktor noch das oberste Podest angreifen.

Sophie Weißenberg folgt auf Rang sechs mit 3.801 Punkten. Teamkollegin Sandrina Sprengel musste auf der Zielgeraden ein wenig einer gerade erst überstandenen Krankheit Tribut zollen, für sie wurden 24,74 Sekunden gestoppt. So rutschte sie zurück auf Rang neun, liegt aber mit 3.733 Punkten noch auf einer Linie mit ihrem Bestleistungskurs. 

Noch ein wenig schneller war die Jüngste im deutschen Team unterwegs: Emma Kaul, die in 24,12 Sekunden eine neue Bestzeit bejubeln konnte. Mit 3.476 Punkten schlägt sie sich bei ihrer ersten Bewährungsprobe im Konzert der Großen bislang gut. Im Zwischenklassement liegt sie auf Rang 22 und kann sich am zweiten Tag noch auf ihren starken Endspurt verlassen. Auch Marie Dehning, die den zweiten Lauf in 24,31 Sekunden (nur sechs Hundertstel über Bestzeit) gewonnen hatte, konnte mit ihrem Tagesabschluss zufrieden sein. 3.456 Punkte bringen sie auf Rang 25. 

Stimmen zu Tag 1

Vanessa Grimm (Königsteiner LV)
"Es lief richtig gut und ich bin sehr zufrieden! Ich hatte ehrlich gesagt schon ein bisschen erwartet, dass es gut wird: Die Vorbereitungswettkämpfe sind dieses Jahr so gut gelaufen wie noch nie, eigentlich bringe ich meine Leistung immer erst im Siebenkampf. Und ich weiß, wie die Bedingungen in Götzis sind, und hatte deshalb gehofft, dass ich hier einen sehr guten Siebenkampf zeigen kann. Aber dass es dann so klappt, ist natürlich mega. Nachdem ich über die Hürden in Neuwied bei kalten Temperaturen 13,5 gelaufen bin, wusste ich: Wenn die Bedingungen hier passen, muss es schneller gehen! Das war der perfekte Einstieg. Ich wollte schon immer mal eine Patronanz in Götzis gewinnen, in Talence und Ratingen hatte ich das schon geschafft, nur Götzis fehlte noch. Umso schöner, dass es im Kugelstoßen geklappt hat. Morgen nehme ich mir vor, genau so weiterzumachen wie bisher: Eine Disziplin nach der anderen, die Bedingungen nutzen, die Atmosphäre aufsaugen. Und dann freue ich mich auf die Ehrenrunde nach den 800 Metern!"

Sophie Weißenberg (TSV Bayer 04 Leverkusen)
"Ich hätte es gar nicht erwartet, aber nach den Hürden war ich schon kurz emotional. Ich habe die Zeit gesehen und habe mich 'wieder zurück' gefühlt. Danach habe ich versucht, mich wieder zu fangen, denn es kamen ja noch drei Disziplinen. Meine zwei Bestleistungen machen mich sehr glücklich. Das zeigt auch, dass ich gerade physisch sehr gut drauf bin. An der Technik müssen wir noch feilen, aber das ist normal, mir fehlt noch die Wettkampfroutine. Ich schaue einfach von Disziplin zu Disziplin und freue mich sehr auf den Weitsprung und auch aufs Speerwerfen, das habe ich sehr lange nicht mehr im Wettkampf gemacht. Und vor allem freue ich mich auf das Gefühl, einen kompletten Siebenkampf hinter mich gebracht zu haben." 

Sandrina Sprengel (VfB Stuttgart)
"Mir fehlt einfach noch etwas Training. Ich hatte letztes Jahr eine lange Saison, dieses Jahr eine lange Hallensaison und zwischendurch die Grippe – letzte Woche bin ich auch noch einmal krank gewesen. Das hat sich bei den Sprintdisziplinen bemerkbar gemacht. Ich finde das echt schade, weil ich eigentlich ein Sprint- und Sprungtyp bin. Mit dem Hochsprung bin ich zufrieden und die PB mit der Kugel freut mich schon. Für morgen nehme ich mir vor, einfach Spaß zu haben. Die Stimmung ist cool, das Publikum beflügelt ja. Und dann hoffe ich, dass ich im Weitsprung und Speerwurf zeigen kann, dass das meine Paradedisziplinen sind." 

Emma Kaul (USC Mainz)
"Es ist eine sehr, sehr schöne Stimmung hier! Da kann man keine negativen Gedanken haben. Leistungstechnisch merke ich, dass der letzte Schnelligkeits- und Technikschliff fehlt. Aber stimmungstechnisch ist das der Hammer! Über 200 Meter solch eine Zeit zu laufen in so einem Feld, das war schon das Highlight. Ich war schon ein bisschen nervös. Wenn so viele Leute da sind, möchte man natürlich gut performen. Es ist sehr schön, dass Niklas und ich das zusammen erleben dürfen. Wir sehen uns zwar kaum während des Wettkampfes, aber für mich ist es leichter, seine Wettkämpfe zu verfolgen, wenn ich gar nicht so viel mitbekomme. Sonst bin ich immer sehr nervös (lacht). Wir wollen uns alle einfach nur unterstützen und einen guten Wettkampf machen. Es ist das erste Mal, dass ich mich vor dem zweiten Tag wirklich auf alle Disziplinen freue! Am meisten aber auf die 800 Meter, da möchte ich noch mal angreifen und schauen, was geht." 
 

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