| Nairobi

83,33 Meter: Thomas Röhler meldet sich mit EM-Norm zurück

© Gladys Chai von der Laage
Wie in den vergangenen beiden Jahren hat Thomas Röhler (LC Jena) einen seiner ersten Saisonwettkämpfe in Nairobi bestritten. Und am Freitag erwies sich Kenias Hauptstadt als gutes Pflaster für den Olympiasieger von 2016. Mit 83,33 Metern gelang ihm der beste Wurf seit fast sieben Jahren, damit übertraf er auch die EM-Norm. Internationale Top-Ergebnisse gingen aufs Konto eines Disziplinkollegen aus Sri Lanka, einer US-Sprinterin und von zwei kanadischen Hammerwerfern.
Martin Neumann

Mit seinem besten Wurf seit fast sieben Jahren hat Thomas Röhler (LC Jena) seine Ambitionen auf einen EM-Start in Birmingham (Großbritannien; 10. bis 16. August) angemeldet. Beim „Kip-Keino-Classic“-Meeting am Freitag in Kenias Hauptstadt Nairobi beförderte der Speerwurf-Olympiasieger von 2016 im vierten Versuch das 800-Gramm-Gerät auf 83,33 Meter und übertraf damit die EM-Norm um 33 Zentimeter. Bereits im dritten Versuch hatte sich der 34-Jährige mit 82,62 Metern der EM-Norm angenähert.

In den vergangenen Jahren war der ehemalige Deutsche Rekordhalter immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen worden, konnte aber in den vergangenen beiden Jahren – ebenfalls in Nairobi – die 80-Meter-Marke wieder übertreffen. Letztmals weiter warf der Europameister von 2018 im Juli 2019 in Monaco mit 86,04 Metern. In Nairobi zeigte Thomas Röhler eine stabile Serie. Die weiteren vier Versuche landeten zwischen 77,27 und 78,86 Meter.

Beim Gold-Meeting der World Athletics Continental Tour musste er sich nur dem neuen Meetingrekordler geschlagen geben. Rumesh Tharanga Pathirage (Sri Lanka) warf bereits im zweiten Versuch starke 89,28 Meter. Hinter dem Südafrikaner Douw Smit (Südafrika; 81,19 m) belegte Kenias Ex-Weltmeister Julius Yego mit 79,87 Metern Rang vier.

Katzberg und Rogers glänzen mit 80-Meter-Weiten

Im Hammerwurfring sorgte ein kanadisches Duo für Top-Ergebnisse. Bei den Männern siegte Olympiasieger Ethan Katzberg mit 82,43 Metern vor Mykhaylo Kokhan (Ukraine; 81,26 m). Bei den Frauen steigerte Camryn Rogers im letzten Versuch den Meetingrekord auf 80,03 Meter.

Auf der Laufbahn schnappte sich Gabby Thomas das Sprint-Double. Nach dem 100-Meter-Sieg in 11,01 Sekunden bei Gegenwind ließ die US-Amerikanerin über 200 Meter 21,89 Sekunden folgen. Bei den Männern steigerte WM-Finalist Sinesipho Dambile (Südafrika) seine Bestzeit deutlich auf 19,77 Sekunden.

Mit Spannung war das 1.500-Meter-Rennen von Lokalmatador Emmanuel Wanyonyi erwartet worden. Der 800-Meter-Olympiasieger kontrollierte das Rennen und zog auf der letzten Runde der Konkurrenz davon. Mit 3:34,11 Minuten setzte sich der Kenianer klar vor seinem Landsmann Reynold Cheruiyot (3:34,73 min) durch.

Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik...

Teilen
#TrueAthletes – TrueTalk

Hier finden Sie alle Folgen des Podcasts des Deutschen Leichtathletik-Verbandes!

Zum Podcast
Jetzt Downloaden
DM-Tickets