| St. Pölten

Rebekka Haase knackt neun Jahre alte 100-Meter-Bestzeit

Sprinterin Rebekka Haase, von der Seite fotografiert, kurz vor dem Start © Paul Grünewald
Sprinterin Rebekka Haase hat am Donnerstag beim Liese-Prokop-Memorial in St. Pölten ihre neun Jahre alte 100-Meter-Bestzeit auf 11,04 Sekunden geschraubt. Die WM-Dritte mit der 4x100-Meter-Staffel sprintete beim Sieg der Tschechin Karolina Manasova auf Rang zwei. Hürdensprinterin Rosina Schneider stellte ihre erst vier Tage alte Bestzeit ein.
Svenja Sapper

Seit neun Jahren hatte Rebekka Haases (Sprintteam Wetzlar) 100-Meter-Bestzeit Bestand gehabt. Zwar war die 33-Jährige zwischenzeitlich bei zu starkem Rückenwind unter der Elf-Sekunden-Marke geblieben. Doch unter regulären Bedingungen stand die Bestzeit nach wie vor bei 11,06 Sekunden, erzielt im Mai 2017 in Zeulenroda. Bis Donnerstag!

Im A-Finale des Liese-Prokop-Memorials in St. Pölten (Österreich) trumpften gleich mehrere Sprinterinnen mit starken Zeiten auf. U23-Europameisterin Karolina Manasova (Tschechien) siegte in neuer europäischer Jahresbestzeit von 11,01 Sekunden. Rebekka Haase folgte mit neuem Hausrekord von 11,04 Sekunden als Zweite. Und als Dritte jubelte Isabel Posch vor Heimpublikum über einen neuen österreichischen Rekord von 11,10 Sekunden. Das Trio blieb damit geschlossen unter der Norm für die EM in Birmingham (Großbritannien; 10. bis 16. August), die bei 11,18 Sekunden angesetzt ist. 

Die zweite deutsche Athletin, die sich beim Liese-Prokop-Memorial über eine neue Bestmarke freuen durfte, war Rosina Schneider (TV Sulz). Die Hürdensprinterin landete beim Sieg von Nika Glojnaric (Slowenien; 12,76 sec) auf Rang vier und stellte mit 12,87 Sekunden ihre Bestzeit von Goldenen Oval ein. Damit blieb sie schon zum zweiten Mal in dieser Saison unter der EM-Norm von 12,88 Sekunden.

Auch Daryl Ndasi und Marius Karges überzeugen

Als Achte war Daryl Ndasi (Munich Athletics) in 13,24 Sekunden schneller als je zuvor über die hohen Hürden und ebenso flink wie bei ihrer deutschen U18-Bestzeit über die 76,2 Zentimeter hohen Hürden. Im Vorlauf hatte sie ihre Bestleistung von 13,49 auf 13,31 Sekunden gesteigert. Die 110 Meter Hürden der Männer gewann Österreichs Lokalmatador Enzo Diessl in 13,40 Sekunden, Stefan Volzer (TSV Bayer 04 Leverkusen; 13,95 sec) kam als Fünfter ins Ziel. 

Aufs Podium schaffte es in St. Pölten Diskuswerfer Marius Karges. Der Frankfurter musste sich mit 62,79 Metern nur dem österreichischen EM-Zweiten Lukas Weißhaidinger (63,68 m) geschlagen geben. Vierte wurde Weitspringerin Enie Dangelmeier (LAZ Rhede). Für sie wurden 6,17 Meter gemessen, es siegte mit 6,66 Metern die Ukrainerin Iryna Budzynska.

Für Speerwerferin Kathrin Walter (TSV Bayer 04 Leverkusen) gingen als Fünfte 51,72 Meter in die Ergebnislisten ein. Die Tschechin Nikol Tabackova (61,44 m) übertraf als Einzige die 60-Meter-Marke. Dreispringer Milan Klosowski (Cologne Athletics) nahm mit 15,28 Metern eine neue Saisonbestleistung mit nach Hause, damit erreichte er Rang sieben. 

Die kompletten Resultate finden Sie hier

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