| Neuwied

Deichmeeting mit zwei Weltmeistern und einem Comeback

© Jens Priedemuth
Über Neuwied nach Götzis und Ratingen: Das Deichmeeting hat sich längst als Startpunkt für die deutschen Mehrkampf-Asse etabliert. Am Samstag testen nicht nur Weltmeister Leo Neugebauer und Ex-Weltmeister Niklas Kaul ihre Form in einem Vierkampf. Bei den Frauen sind Hallenweltmeisterin Sofie Dokter (Niederlande) und bei ihrem Mehrkampf-Comeback Sophie Weißenberg dabei.
pm/mbn

Am Samstag ist es wieder so weit: Dann starten die deutschen Top-Mehrkämpferinnen und -Mehrkämpfer beim „Lotto Deichmeeting“ in Neuwied in die Sommersaison. Traditionell steht ein Vierkampf auf dem Programm, bei dem die Form für die anstehenden Mehrkampf-Klassiker in Götzis (30./31. Mai) und Ratingen (27./28. Juni) getestet wird.

Der ehemalige Zehnkämpfer Kai Kazmirek, der über viele Jahre für den Ausrichterverein LG Rhein-Wied startete und mittlerweile beratend für das Deichmeeting tätig ist, blickt jedenfalls gespannt auf Samstag. „Es ist das stärkste Teilnehmerfeld, das wir bislang bieten konnten“, so der WM-Dritte von 2017.

Angeführt wird das Feld der 13 Zehnkämpfer vom Weltmeister: Leo Neugebauer (VfB Stuttgart) hat zuletzt schon einige Testwettkämpfe in seiner Wahlheimat USA bestritten, nun geht es in Neuwied gegen hochklassige Konkurrenz um den ersten echten Härtetest. Der Olympia-Zweite von Paris trifft über 110 Meter Hürden, Diskuswurf, Stabhochsprung und 300 Meter unter anderem auf den Doha-Weltmeister Niklas Kaul (USC Mainz). Aufgrund seiner extremen Stärke im Diskuswurf zählt der Stuttgarter zu den Favoriten auf den Vierkampfsieg.

Gastspiel der starken Niederländer Sven Roosen und Sofie Dokter

Wie es sich anfühlt, in Neuwied zu gewinnen, weiß Sven Roosen. Der Niederländer gewann 2024 das Deichmeeting und wurde wenige Monate später bei den Olympischen Spielen in Paris mit 8.607 Punkten Vierter. Er führt das internationale Starterfeld an. Außerdem sollte man die deutschen Talente wie Amadeus Gräber (U20-Europameister von 2023) und den Deutschen Hallenmeister im Hürdensprint Fred Isaac Fleurisson (beide Eintracht Frankfurt) sowie Paul Kallemberg (USC Mainz) und Friedrich Schulze (Königsteiner LV) nicht unterschätzen.

Bei den Frauen stehen im Vierkampf 100 Meter Hürden, Hochsprung, Kugelstoß und 150 Meter auf dem Programm. Nach 20 Monaten Verletzungspause feiert Sophie Weißenberg (TSV Bayer 04 Leverkusen) ihr „kleines“ Mehrkampfcomeback. Die ersten Tests in Einzeldisziplinen vergangenes Wochenende liefen bereits vielversprechend. Das gilt auch für Vanessa Grimm (Königsteiner LV), die zuletzt Hausrekorde im Kugelstoßen (15,63 m) und über 100 Meter Hürden (13,52 sec) aufstellen konnte. Ebenfalls in die Saison startet beim Deichmeeting die WM-Fünfte Sandrina Sprengel (VfB Stuttgart).

Wie bei den Männern fehlt auch bei den Frauen eine amtierende Weltmeisterin nicht: Fünfkampf-Hallenweltmeisterin Sofie Dokter (Niederlande) unterzieht sich in Neuwied dem Härtetest und zählt natürlich zu den Sieganwärterinnen. Neben den Weltklasseathletinnen möchten viele deutsche Talente wie Marie Dehning (TSV Bayer 04 Leverkusen), Anna-Elisabeth Ehlers (beide TSV Bayer o4 Leverkusen, Emma Kaul (USC Mainz), Serina Riedel (SV Halle) und Lokalmatadorin Celina Medinger (LG Rhein-Wied) ihr Potenzial unter Beweis stellen.

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