Wissenswertes aus der Welt der Leichtathletik
Vanessa Mikitenko startet mit PB, Normen für den Nachwuchs
Am zweiten Tag des IFAM Outdoor in Brüssel (Belgien) hat Vanessa Mikitenko (Silvesterlauf Trier) gleich in ihrem ersten 1.500-Meter-Rennen des Sommers ihre Bestzeit auf 4:12,88 Minuten gesteigert. Fast genauso schnell unterwegs war Lera Miller (VfL Löningen; 4:13,39 Minuten), die damit deutlich unter der Norm (4:24,00 min) für die U20-WM in Eugene (USA; 5. bis 9. August) blieb. Die Deutsche Meisterin über 3.000 Meter Hindernis Adia Budde (LG Stadtwerke Tübingen) stieg mit 9:41,76 Minuten in die Saison ein. Mit Levin Saveur (LG Stadtwerke München; 8:44,55 min) und Marco Voggenreiter (LAC Passau; 8:52,57 min) unterbot ein DLV-Duo die U20-WM-Norm (9:00,00 min). Die 200 Meter absolvierte Jessica-Bianca Wessolly (VfL Sindelfingen) in 23,39 Sekunden, die Deutsche Hallenmeisterin Svenja Pfetsch (Munich Athletics) lief 23,82 Sekunden. Zu den Ergebnissen
Kevin Brucha springt Freiluft-Bestleistung
Weitspringer Kevin Brucha hat seine Freiluftsaison am Freitag mit einem weiten Satz eröffnet. Der 24-Jährige, der in Estlands Hauptstadt Tallinn lebt und für den TLV Germania Überruhr startet, gewann das Sprungmeeting in Kifisia (Griechenland) mit 7,91 Metern. Damit ließ er den Ukrainer Vladyslav Mazur (7,90 m) knapp hinter sich und steigerte seine Freiluft-Bestmarke um zwölf Zentimeter. Sein absoluter Hausrekord steht bei 7,93 Metern, erzielt unter dem Hallendach. Zu den Ergebnissen.
Saison-Aus für Torben Blech
Stabhochspringer Torben Blech hat sich am Donnerstag beim Meeting in Bad Bergzabern eine schwere Verletzung zugezogen. Der Leverkusener musste seinen Wettkampf bereits nach einem Versuch bei 5,45 Metern mit missglückter Landung abbrechen. Wie der 31-Jährige nun auf Instagram mitteilte, lässt die Verletzung weitere Starts in dieser Saison nicht zu. "Schwere Zeiten liegen vor mir", schreibt er. Jede Menge Zuspruch erhielt der WM- und Olympia-Teilnehmer von seinen Kolleginnen und Kollegen, die ihm gute Besserung wünschten.
NADA startet neue Kampagne für sauberen Sport
Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) hat die Kampagne "Dein Sport. Deine Entscheidung" ins Leben gerufen. Ziel ist es, insbesondere junge Athletinnen und Athleten für die langfristigen Folgen von Doping zu sensibilisieren und den Wert eines sauberen Sports zu stärken. Anlass sind aktuelle Entwicklungen im internationalen Sport, in denen leistungssteigernde Substanzen zunehmend diskutiert und teilweise verharmlost werden. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) unterstützt die Kampagne. "Der DLV steht für sauberen Sport und spricht sich gegen jegliche Form von Doping aus. Als Verband tragen wir Verantwortung für unsere Sportlerinnen und Sportler, die sich aktiv für Fairness und Gesundheit entscheiden", sagt Dr. Jörg Bügner, Vorstand Leistungssport im DLV.
Sandra Elkasevic pausiert in diesem Jahr
Seit 2010 hat Diskuswerferin Sandra Elkasevic alle Europameistertitel abgeräumt, siebenmal nacheinander stand die Kroatin bei kontinentalen Titelkämpfen ganz oben auf dem Treppchen. In diesem Sommer in Birmingham (Großbritannien; 10. bis 16. August) wird sich das ändern. Denn die 35-Jährige hat verkündet, in diesem Jahr keine Wettkämpfe zu bestreiten. Das Ende der Karriere soll das aber noch nicht sein, sondern nur eine Pause, um bereit für die Jahre 2027 und 2028 zu sein. Ihr Körper habe ihr das Signal dazu gegeben, erklärte die Olympiasiegerin der Jahre 2012 und 2016.
Paula Springstein und Emma Goretzka auch mit U20-WM-Norm über 200 Meter
Nachdem Emma Goretzka (LAC Berlin) und Paula Springstein (OSL Rostock) am Samstag beim Pfingstsportfest in Berlin-Lichterfelde jeweils die Norm (11,75 sec) für die U20-WM in Eugene (USA; 5. bis 9. August) unterboten hatten, legten sie am Sonntag auch die Norm über 200 Meter (24,00 sec) nach. Paula Springstein gewann das Rennen, für das -2,5 m/sec Gegenwind gemessen wurden, in 23,68 Sekunden, Emma Goretzka folgte in 23,83 Sekunden. Über 800 Meter legte Ole Steinbach (Dresdner SC 1898) eine deutliche Steigerung auf 1:50,88 Minuten hin und blieb unter der Norm (1:52,50 min) für die U18-EM in Rieti (Italien; 16. bis 19. Juli). Zu den Ergebnissen
Siege für Italien und Polen beim EA-10.000-Meter-Cup
Der Italiener Iliass Aouani hat am Samstag vor Heimpublikum in La Spezia den 10.000-Meter-Europacup gewonnen. Der WM-Dritte im Marathon siegte mit 27:50,05 Minuten vor den beiden Franzosen Simon Bedard (27:52,66 min) und Valentin Gondouin (27:53,09 min). Bei den Frauen überraschte Elżbieta Glinka mit neuer Bestzeit von 31:45,36 Minuten als erste polnische Siegerin. Zweite wurde Alessia Zarbo aus Frankreich in 31:56,18 Minuten, das Podium komplettierte auf Rang drei Elisa Palmero (Italien; 31:59,49 min). Deutsche Läuferinnen und Läufer waren in diesem Jahr nicht am Start. Zu den Ergebnissen.
Überraschungssieger beim Gehen in La Coruña
Beim Gold-Meeting in La Coruña (Spanien) hat am Samstag überraschend U20-Athlet Shi Shengji das Halbmarathon-Gehen gewonnen. Mit 1:23:23 Stunden bezwang er seinen Landsmann Li Chenjie (1:23:25 h), den Japaner Keisuke Hara (1:23:52 h) und den brasilianischen Weltmeister Caio Bonfim (1:24:08 h). Bei den Frauen setzte sich die Mexikanerin Alegna González in 1:32:24 Stunden gegen die Italienerin Sofia Fiorini (1:32:36 h) und die Weltmeisterin María Pérez (1:32:51 h) durch. eme/aj
Schweizer überzeugen in Zofingen
Beim Pfingstmeeting in Zofingen haben vor Heimpublikum die Schweizer Athletinnen und Athleten geglänzt. Siebenkampf-Weltrekordler Simon Ehammer brillierte in seiner Paradedisziplin Weitsprung mit 8,19 Metern. Über 110 Meter Hürden wurde er – nach 13,71 Sekunden im Vorlauf – im Finale disqualifiziert. Über 200 Meter glänzte Fabienne Hoenke mit Schweizer U23-Rekord von 22,56 Sekunden und einer Steigerung um vier Zehntelsekunden. Die 4x100-Meter-Staffel der weiblichen U20 setzte ein Ausrufezeichen Richtung U20-WM: Mit 43,74 Sekunden ging ein neuer nationaler U20-Rekord in die Listen ein. eme/aj
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