| Dresden

So schnell wird das Goldene Oval

© Gladys Chai von der Laage
Die Sommersaison der Leichtathletik nimmt gerade richtig Fahrt auf. Der erste Höhepunkt steht mit dem Goldenen Oval am Sonntag in Dresden auf dem Programm. Speziell die Sprints mit und ohne Hürden sind stark besetzt. Wer live im Heinz-Steyer-Stadion dabei sein will, muss sich beeilen. Für das Meeting am 31. Mai gibt es nur noch wenige Restkarten.
Martin Neumann

Goldenes Oval Dresden  Zum Ticket-Verkauf

In fünf Tagen wird das Heinz-Steyer-Stadion in Dresden zur stimmungsvollen Bühne der Weltklasse-Leichtathletik. Und eines steht schon jetzt fest Das Goldene Oval wird am 31. Mai so richtig schnell. Denn die Sprints – mit und ohne Hürden – sind bestens besetzt. So starten am Sonntag gleich drei 100-Meter-Sprinterinnen mit Bestzeiten von unter elf Sekunden in Dresden: Gina Lückenkemper (SCC Berlin; PB: 10,93 sec), Sade McCreath (Kanada; PB: 10,95 sec) und Maia McCoy (USA; PB: 10,96 sec). Dazu kommen mit Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar), Jolina Ernst (TV Wattenscheid 01), Sina Mayer (LAZ Zweibrücken) sowie Lokalmatadorin Pauline Winkler (Dresdner SC) zahlreiche deutsche Spitzensprinterinnen.

„Ich bin froh, dass die Wettkämpfe losgehen, das ist der schöne und spaßige Teil des Jobs“, blickt Gina Lückenkemper voraus auf das Goldene Oval. Dass die Fans im Heinz-Steyer-Stadion die Top-Sprinterinnen gleich zweimal – im Vorlauf und im Finale – erleben können, bewertet sie sehr positiv: „Zwei Läufe bieten die Möglichkeit, aus dem ersten Rennen Erkenntnisse zu gewinnen und es im Finale besser zu machen als im Vorlauf. So besteht eine gute Chance, einen anständigen Saisoneinstieg hinzulegen.“

Owen Ansah kommt in Top-Form nach Dresden

In starker Form reist Owen Ansah (Hamburger SV) nach Dresden. Der Deutsche Rekordhalter über 100 Meter (9,99 sec) startete am Montag in Mannheim mit 10,09 Sekunden in die Sommersaison. Nur dreimal war er in seiner Karriere bisher schneller. Mit ihm zusammen im Rennen sind Lucas Ansah Peprah (Hamburger SV) und Marvin Schulte (ASV Köln), die wie Owen Ansah Anfang Mai in Botswana den Deutschen 4x100-Meter-Rekord auf 37,67 Sekunden steigerten.

Auch Yannick Wolf (Munich Athletics) will im Rennen um den Sieg ein Wörtchen mitreden. Mit 10,15 Sekunden erfüllte er am Pfingstwochenende ebenfalls bereits die Norm für die EM Mitte August in Birmingham. Mit der schnellsten Bestzeit von 9,93 Sekunden geht der Staffel-Weltmeister von 2019 Cravon Gillespie (USA) ins Rennen.

Johanna Martin gegen Paris Peoples 2.0

Über 400 Meter kommt es erneut zum Duell zwischen Johanna Martin (1. LAV Rostock) und World-Relays-Siegerin Paris Peoples (USA). Am Sonntag in Rehlingen lag die US-Sprinterin mit 51,26 Sekunden die Winzigkeit von vier Hundertstelsekunden vor der 20-jährigen Rostockerin. Die jubelte trotzdem. Denn obwohl sie zuletzt im Abiturstress war, steigerte Johanna Martin ihre Bestzeit deutlich. Nur noch eine Zehntelsekunde fehlt dem Langsprint-Talent zur EM-Norm. Vielleicht folgt diese ja beim Goldenen Oval?

Mit Langhürden-Spezialistin Eileen Demes (TV Neu-Isenburg), Jana Lakner (LG Telis Finanz Regensburg), der Deutschen Meisterin Skadi Schier (SCC Berlin), Elisa Lechleitner (LAZ Ludwigsburg) und der Dresdnerin Vivienne Morgenstern hofft ein schnelles deutsches Quartett auf starke Zeiten in Dresden. Außerdem zu beachten: Susanne Gogl-Walli: Die 28-fache österreichische Meisterin geht mit einer Bestzeit von 50,60 Sekunden ins Rennen und möchte in Dresden schnell in die Saison starten. Damit ist die 30-Jährige exakt so schnell wie Paris Peoples.

Weltklasse über 400 Meter Hürden am Start

Kaum eine andere Leichtathletik-Disziplin hat sich in den vergangenen Jahren so rasant entwickelt wie die 400 Meter Hürden. Und mittendrin: die schnellen deutschen Läufer Emil Agyekum (SCC Berlin) und Owe Fischer-Breiholz (Königsteiner LV). Der Berliner verzückte 2025 die Leichtathletik-Fans mit WM-Platz sechs und der ersten Zeit eines deutschen Läufers unter 48 Sekunden (47,84 sec) seit Langhürden-Legende Harald Schmid. Der Hesse lief mit 48,01 Sekunden zum U23-EM-Titel und ist auch 2026 in starker Frühform, wie es bei seinem Sieg am Sonntag in Rehlingen bewies. Mit Ludvy Vaillant (Frankreich; PB: 47,85 sec), Joshua Abuaku (Eintracht Frankfurt; PB: 48,12 sec), Matic Gucek (Slowenien; PB: 48,25 sec) und Bassem Hemeida (Katar; PB: 48,29 ec) lauert neben Emil Agyekum und Owe Fischer-Breiholz ein schnelles Quartett auf seine Siegchance.

Auch die Frauen müssen im Heinz-Steyer-Stadion zehn Hürden überwinden – allerdings über 100 Meter. Mit Hallen-WM-Finalistin Marlene Meier (TSV Bayer 04 Leverkusen), der ehemaligen U20-Europameisterin Rosina Schneider (TV Sulz), der Deutschen Meisterin Ricarda Lobe (MTG Mannheim) und Lia Flotow (1. LAV Rostock) ist ein schnelles deutsches Quartett am Start, das die 13-Sekunden-Marke im Blick hat und diese wenn möglich unterbieten möchte. Mit Rayniah Jones (USA; PB: 12,59 sec) und Anna Toth (Ungarn; PB: 12,77 sec) trifft die deutsche Hürdensprint-Elite auf pfeilschnelle Konkurrenz.

Goldenes Oval Dresden  Zum Ticket-Verkauf

Teilen
#TrueAthletes – TrueTalk

Hier finden Sie alle Folgen des Podcasts des Deutschen Leichtathletik-Verbandes!

Zum Podcast
Jetzt Downloaden
DM-Tickets