In Rom geht Thomas Röhler am Donnerstag nur vier Tage nach seinem Diamond-League-Comeback in Rabat wieder an den Start. Im Mittelpunkt stehen außerdem die italienischen Stars um Nadia Battocletti und Marcell Jacobs.
Auch in den vergangenen sieben Jahren, als Thomas Röhler (LC Jena) sportlich durch Verletzungen ausgebremst wurde, führte der Speerwurf den Olympiasieger von 2016 um die Welt. Nicht nur zu Hause in Jena gab er seine Erfahrungen weiter, auch weltweit tauschte sich der 34-Jährige mit Athletinnen und Athleten sowie Trainern aus. Längst ist der DLV-Athlet zu einem Botschafter seiner Disziplin geworden, in der sich viel getan hat.
„Letztes Jahr in Tokio waren elf Nationen im Finale, was ein Rekord war, und es ist fantastisch, diese Mischung an Menschen zu sehen, an Nationalitäten, aber auch an Altersgruppen“, erklärte Thomas Röhler nach seinem Start in Rabat (Marokko) am Sonntag. „Ich und die anderen Werfer meiner Generation haben definitiv dazu beigetragen. Vor mir gab es nur Athleten aus Finnland, Deutschland, Großbritannien, Tschechien und einige aus Amerika.“
Auch die eigene Leistungsfähigkeit verlor der Europameister von 2018 nie aus den Augen. In diesem Jahr hat er wieder ein Level erreicht, das ihn auch als aktiver Speerwerfer der internationalen Klasse um die Welt führt. Nach seinem vierten Platz (81,61 m) am Sonntag in Rabat bei seinem ersten Start in der Diamond League nach sieben Jahren, ist der viermalige WM-Teilnehmer gleich nach Rom (Italien) weitergereist.
Dort wird am Donnerstag (4. Juni) das nächste Diamond League-Meeting ausgetragen. Gegner sind wieder unter anderem die Top drei aus Rabat: Der zweimalige Weltmeister Anderson Peters (Grenada), der erst 23-Jährige Rumesh Tharanga (Sri Lanka) und Weltmeister Keshorn Walcott (Trinidad & Tobago).
Marcell Jacobs gegen Noah Lyles
Vor heimischer Kulisse werden außerdem die Stars der italienischen Leichtathletik in Szene gesetzt. Schlusspunkt des Abends werden die 100 Meter der Männer mit dem Olympiasieger von 2021 Marcell Jacobs (Italien), der auf den Olympiasieger von 2024 Noah Lyles (USA) trifft. Die WM-Dritte über 5.000 Meter Nadia Battocletti (Italien) bekommt es unter anderem mit Hindernis-Olympiasiegerin Winfred Yavi (Bahrain) zu tun.
Kugelstoß-Europameister Leonardo Fabbri (Italien) gehört zu den Herausforderern von Olympiasieger Ryan Crouser (USA). Im Dreisprung ist der gebürtige Kubaner und seit 2023 für Italien startberechtigte Andy Díaz Hernández am Start, der sich zweimal in Folge den Titel des Hallen-Weltmeisters sichern konnte.
Über 200 Meter der Frauen führten bei den ersten Stationen der Diamond League die zweimalige Weltmeisterin Shericka Jackson (Jamaika) und Shaunae Miller-Uibo (Bahamas) die Felder an. Diesmal nehmen andere Top-Sprinterinnen die Strecke in Angriff: 100-Meter-Olympiasiegerin Julien Alfred (St. Lucia), die WM-Zweite Amy Hunt, sowie die Weltmeisterin von 2019 Dina Asher-Smith (beide Großbritannien). Zu den Startlisten.
Die Meetings der Diamond League werden kostenpflichtig von sporteurope.tv übertragen. Der Stream aus Rom beginnt am Donnerstag, 4. Juni um 20.45 Uhr. Eine Zusammenfassung wird im Anschluss an das Meeting auf sportschau.de veröffentlicht.