Weiter geht's bei der U18-EM! Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) ist mit 72 jungen Athletinnen und Athleten nach Rieti (Italien) gereist. Wie die DLV-Talente am Freitag in den Vorrunden abgeschnitten haben, lesen Sie hier.
LIVE-ERGEBNISSE LIVESTREAMS DAS DLV-TEAM
Weibliche U18
100 Meter | Halbfinale
Start: 18:17 Uhr
DLV-Teilnehmerinnen: Lisa Fischer (TSG Niefern), Sonja Schulte-Mäde (Eintracht Frankfurt)
200 Meter | Vorlauf
Start: 11:15 Uhr
DLV-Teilnehmerinnen: Isabella Tikovsky (LG Sempt), Sanja Kropf (TSV Burghaslach)
400 Meter | Halbfinale
Start: 17:10 Uhr
DLV-Teilnehmerinnen: Anna Pantchev (LAZ Ludwigsburg), Amke Bolten (MTV Aurich)
800 Meter | Vorlauf
Valerie Fehlandt kann internationales Debüt genießen
Auf den ersten 400 Metern konnte Valerie Fehlandt (LAV Zeven) noch gut mit den Konkurrentinnen mithalten. Dann wurden die Beine schwer und auf der Zielgeraden hatte die noch 15-Jährige sichtlich zu kämpfen. In 2:12,72 Minuten lief sie als Fünfte ins Ziel. Fürs Halbfinale qualifizierten sich lediglich die Top Drei und für eines der kleinen qs reichte die Zeit nicht.
"Ab 300 Meter wurde ich weggedrängt und musste einmal außen rum, das hat mir die Kraft genommen", analysierte sie ihr Rennen. Ganz zufrieden war die U18-DM-Dritte mit ihrem Resultat nicht, konnte aber ihr internationales Debüt dennoch genießen. "Ich bin glücklich, dass ich hier starten konnte. Mit 15 bei einer EM dabei sein – was will man mehr! Es war eine coole Erfahrung und hat Spaß gemacht."
Vorlaufschnellste war die Französin Léa Eid (2:08,68 min), erwartungsgemäß zog auch die U20-Vize-Europameisterin Ziva Remic (Slowenien; 2:08,77 min) souverän eine Runde weiter.
400 Meter Hürden | Vorlauf
Meisterschaftsrekord für Tschechin, zwei kleine qs für DLV-Athletinnen
Nach dem letzten Vorlauf ging ein Raunen durchs Publikum. Denn die Tschechin Linda Botkova, ohnehin als Schnellste gemeldet, setzte ein dickes Ausrufezeichen: In 56,79 Sekunden steigerte sie den Meisterschaftsrekord ihrer Landsfrau Nina Radova (58,00 sec) aus dem Jahr 2024 um mehr als eine Sekunde. Die beiden deutschen Athletinnen waren zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Innenraum verschwunden, konnten aber erleichtert aufatmen: Denn als die Ergebnisse des Laufes eintrudelten, waren die Halbfinal-Plätze für das DLV-Duo besiegelt.
Zufrieden war Lina Oberschachtsiek (SSF Bonn), die den vierten Platz erst auf den letzten Metern hatte abgeben müssen. In 1:01,03 Minuten gelang ihr ein gutes Rennen. "Ich bin voll auf Risiko gegangen und habe die achte Hürde im 17er-Rhythmus geschafft", sagte sie. "Erst hintenraus wurde es dann doch schwer, da habe ich den vierten Platz verloren. Ich war sehr nervös, aber habe mich richtig gefreut. Es ist eine Ehre, hier laufen zu dürfen. Im deutschen Team wachsen wir immer mehr zusammen." Sie sicherte sich das erste von vier kleinen qs.
Das zweite ging an Teamkollegin Tessa Haacks (SC Rönnau 74). In ihrem erst fünften Rennen über die 400 Meter Hürden wurden 1:01,21 Minuten gestoppt, damit wurde sie ebenfalls Fünfte. Zu den Deutschen U18-Meisterschaften war sie mit einer Bestzeit von 1:02,47 Minuten angereist, die sie bis auf 1:00,44 Minuten steigern konnte. Auf diesem neuen Niveau kann sich die 16-Jährige jetzt etablieren.
Hochsprung | Qualifikation
Lea Völcker zieht mit weißer Weste ins Finale ein
Drei makellose Sprünge – bei 1,64 Metern, 1,68 Metern und 1,71 Metern – und Lea Völcker konnte ihre Sachen wieder packen und sich gedanklich auf das Finale einstellen. Denn diese Höhe meisterten lediglich 13 Athletinnen. "Ich hätte nicht damit gerechnet, dass das schon reicht", sagte die Münchnerin. "Als ich über 1,71 Meter gesprungen bin, dachte ich, dass ich eine Höhe noch schaffen muss." Der erste gültige Sprung bei der Einstiegshöhe gab der 17-Jährigen Sicherheit. "Vor dem ersten Sprung ist die Nervosität immer am größten. Danach fällt der Druck schon ein bisschen ab", erzählte sie hinterher. "Im Warm-up dachte ich mir noch: Ich weiß nicht, ob das was wird. Das hat sich beim Einspringen gar nicht so gut angefühlt."
Die zweite deutsche Starterin Lyra Okpara (SV Brackwede) zählte leider nicht zu den 13 Athletinnen, die die Höhe meisterten. Bei 1,68 Metern wollte die Latte nicht mehr liegen bleiben, so gingen 1,64 Meter in die Wertung ein.
Stabhochsprung | Qualifikation
Start: 16:05 Uhr
DLV-Teilnehmerinnen: Eva Marie Weisbrodt (MTG Mannheim), Tessa Böttner (SC Potsdam)
Weitsprung | Qualifikation
Teresie Hess schnappt sich mit Bestleistung das große Q
Ihr internationales Debüt verlief für Teresie Hess (SG Schorndorf 1846) optimal: Gleich im ersten Durchgang flog sie auf 6,19 Meter und übertraf ihre Bestleistung damit um elf, die geforderte Qualifikationsweite um neun Zentimeter. "Ich hätte nicht gedacht, dass der Sprung eine PB wird", staunte sie. "Ich war nicht so nervös, wie ich gedacht hatte. Ich bin einfach gesprungen und habe gesehen, dass es über sechs Meter gegangen ist. Es hat sich aber nicht wie eine PB angefühlt."
Damit war sie in der Qualifikation sogar zweitbeste Athletin. "Jetzt ruhe ich mich aus und nehme die Selbstsicherheit mit. Die Atmosphäre hier ist schon mega. Ich bin jetzt zwar Zweite, war aber nicht als Zweite gemeldet, deshalb möchte ich im Finale primär Spaß haben." Einzig Kristýna Záhorová aus Tschechien flog auf 6,25 Meter und damit weiter. Die anderen mit starken Bestleistungen gemeldeten Weitspringerinnen taten sich schwer. Leider auch Amelie Giese (TSV Zirndorf). Nach einem ungültigen Sprung zum Auftakt gingen für die 6,18-Meter-Springerin diesmal nur 5,65 Meter in die Ergebnislisten ein. Die 16-Jährige nahm es gelassen. "Natürlich bin ich enttäuscht, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Ich bin noch jung und es kommen noch so viele Wettkämpfe."
Dreisprung | Qualifikation
Start: 16:00 Uhr
DLV-Teilnehmerinnen: Olivia Nieß (SC Magdeburg), Maja Witte (Haldensleber SC)
Speerwurf | Qualifikation
Lena Sachse fehlen nur elf Zentimeter
Sport kann hart sein. Gerade einmal elf Zentimeter fehlten Lena Sachse (TT Ehrenfriedersdorf) zum Finaleinzug. Ihr bester Wurf wurde mit 46,73 Metern vermessen, damit belegte sie den "verflixten" 13. Platz. Die Ukrainerin Mylana Kornieieva schaffte es mit 46,84 Metern in die Runde der besten Zwölf. So flossen bei der 17-Jährigen, die in Bestform schon 51,90 Meter geworfen hat, die Tränen der Enttäuschung.
Tami Forkel (Hallesche LAF) konnte sich nach zwei vermeintlich ungültigen Versuchen noch auf 43,83 Meter retten. Nachträglich wurde der erste Wurf gültig gegeben und eine Weite von 40,41 Metern notiert. „Die Weite aus dem dritten Durchgang hätte ich gerne im ersten gehabt, darauf hätte man aufbauen können“, meinte die Deutsche U18-Meisterin. „Das Einwerfen war noch gut, ich denke, es war schon die Aufregung, die es mir schwer gemacht hat. Aber das ist eine Erfahrung zum Lernen und ich bin sehr froh, hier sein zu dürfen. Ich möchte die Tage hier jetzt noch genießen und alle anfeuern.“ Die beste Weite in der Qualifikation erzielte mit 55,96 Metern die Isländerin Bryndís Embla Einarsdóttir.
Männliche U18
100 Meter | Halbfinale
Start: 18:42 Uhr
DLV-Teilnehmer: Sidwell Njikam (ABC Ludwigshafen), Ilja Reimchen (TV Wattenscheid 01)
200 Meter | Vorlauf
Start: 12:15 Uhr
DLV-Teilnehmer: Timur Ilik (LAC Quelle Fürth), Danilo Hübner (LAC Berlin)
400 Meter | Halbfinale
Start: 17:40 Uhr
DLV-Teilnehmer: Niklas Stephan (SV Lok Brandenburg), Jonathan Perner (Recklinghäuser LC)
800 Meter | Halbfinale
Start: 19:00 Uhr
DLV-Teilnehmer: Ole Steinbach (Dresdner SC 1898)
1.500 Meter | Vorlauf
Start: 19:50 Uhr
DLV-Teilnehmer: Dominik Wiedenmann (VfL Sindelfingen), Fiete Timm (LC Paderborn)
400 Meter Hürden | Vorlauf
Erik Siepmann gewinnt seinen Vorlauf
Einen starken Eindruck hinterließ im Vorlauf Erik Siepmann (MTV Wittmann). Der Deutsche U18-Meister gewann sein Rennen – obwohl er die letzte Hürde nicht optimal erwischte. In 52,76 Sekunden lief er die zweitbeste Zeit seiner Karriere, nur bei den Deutschen U18-Meisterschaften, als er sich auf 52,00 Sekunden gesteigert hatte, war er schneller gewesen. Damit war der 17-Jährige zugleich der sechstschnellste Athlet der ersten Runde.
"Es hat sich gut angefühlt, als Erster über die Ziellinie zu laufen", sagte er. "Das Rennen war auch gut, bis auf die letzte, da konnte ich einfach nicht mehr. Die Zeit ist fast ein bisschen schnell für die erste Runde. Es ist ganz toll, hier die Erfahrung mitnehmen zu dürfen. Natürlich bin ich stolz, hier bei der EM teilnehmen zu dürfen. Ich habe mir vorgenommen, ins Finale einzuziehen."
Auch Teamkollege Colin Schäfer (Erfurter LAC) steht im Halbfinale. Der 17-Jährige, der im ersten Vorlauf gestartet war, verpasste auf Platz fünf die direkte Qualifikation um einen Platz, wenngleich in 53,75 Sekunden nur sieben Hundertstel zur Bestzeit fehlten. "Ich hatte mir eigentlich erhofft, jetzt schon schneller zu laufen und das große Q zu holen", sagte er. "Zwischendurch hat mein Schritt nicht so hingehauen, dann musste ich einen ganz langen Schritt machen." Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Kein Fünftplatzierter der folgenden Rennen sollte schneller laufen. Somit ging es für ihn mit einem kleinen q ebenfalls eine Runde weiter.
2.000 Meter Hindernis | Vorlauf
Zweimal Bestzeit, zweimal Finale
Auf dem Papier zählten die beiden deutschen Hindernisläufer nicht zu den ersten Anwärtern auf die Finaltickets. Doch beide riefen zur rechten Zeit ihre beste Leistung ab. Im ersten der beiden Vorläufe war Emil Oppelt (LG Sempt) am Start. Den Finnen Antti Ristanen, der an der Spitze ein Solo hinlegte, ließ er ziehen. "Ich habe mich am Schweizer Jonas Beutler orientiert", erklärte der DLV-Athlet anschließend. Er blieb immer in der ersten Verfolgergruppe, die den Finnen schließlich wieder einfing. Der 16-Jährige konnte das hohe Tempo bis zum Schluss mitgehen und belegte in neuer Bestzeit von 5:54,29 Minuten genau den siebten Platz, der für die Qualifikation notwendig war. Damit war er fünf Sekunden schneller als je zuvor. Aufgrund einer Disqualifikation wurde diese Platzierung noch zu Rang sechs korrigiert.
"Das Rennen war super schwer, viele Athleten waren mit schnelleren Bestleistungen gemeldet", resümierte Emil Oppelt anschließend. "Aber angesichts der Hitze habe ich mir schon gedacht, dass vielleicht was geht, wenn es nicht ganz so schnell wird. Die Schlussrunde war superhart, ich war kurz vorn, dann wieder weiter hinten, aber schlussendlich hat es doch gereicht." Im Finale will er seine Bestzeit noch einmal angreifen.
Wenig später folgte Paul Euskirchen (Eintracht Hildesheim) seinem Teamkollegen ins Finale.– und das in beeindruckender Manier: Mit 5:51,33 Minuten schraubte er seine Bestzeit um acht Sekunden nach unten und wurde Zweiter hinter dem Schweizer Nino Eugster (5:51,16 min). "Ich hatte mir vorgenommen, mich einfach in die vordere Hälfte reinzuhängen. Ich habe versucht, so wenig wie möglich auf die Zeiten zu schauen. Und dann habe ich gemerkt: Ich kann da mitgehen", verriet er anschließend. "Die Hitze habe ich schon gespürt, aber unsere Trainer haben uns gut vorbereitet." Eine Platzierung in den Top Ten wäre im Finale ein Traum für ihn.
Weitsprung | Qualifikation
Start: 11:45 Uhr
DLV-Teilnehmer: Phil Janitz (Düsseldorf Athletics), Alexander Mann (TSV Ochenbruck)
LIVE-ERGEBNISSE LIVESTREAMS DAS DLV-TEAM